Kriegsflüchtlinge kommen nach La Palma

KriegsflüchtlingeDie leer stehende Kaserne in Los Cancajos

Kriegsflüchtlinge und keine Wirtschaftsemigranten -

Kriegsflüchtlinge

Die Kaser­ne in Los Can­ca­jos

Nur Kriegs­flücht­lin­ge und kei­ne Wirt­schafts­emi­gran­ten wer­den auf­ge­nom­men. Das mach­te ges­tern der spa­ni­sche Regie­rungs- prä­si­dent Rajoy klar.

Ins­ge­samt will Spa­ni­en 2700 Kriegs­flücht­lin­ge befris­tet auf­neh­men. Davon sol­len 600 Flücht­lin­ge auf den Kana­ren unter­kom­men. Auf La Pal­ma wur­de dafür die seit 2014 leer ste­hen­de Kaser­ne El Fuer­te in Los Can­ca­jos (Bre­na Baja) auf der Ost­sei­te aus­ge­wählt. Bis zu 150 Bett­plät­ze ste­hen hier zur Ver­fü­gung, nach­dem die letz­te Aus­bil­dungs­kom­pa­nie im letz­ten Jahr nach Fest­land­spa­ni­en ver­legt wur­de. Seit dem steht die Kaser­ne leer und wird jetzt nur von einem 11 Mann-Team gewar­tet und bewacht.

 

Zur Flüchtlingshilfe bereit

Aus Soli­da­ri­tät und einer mora­li­sche Pflicht will Spa­ni­en einen Teil der Men­schen die vor Krieg und Ver­fol­gung flie­hen müs­sen, auf­neh­men und ihnen Schutz gewäh­ren — so der Tenor aus der Poli­tik. Ob das gelingt Spreu vom Wei­zen zu tren­nen, wird die Zukunft zei­gen. Die Leis­tun­gen wer­den den spa­ni­schen Stan­dard ohne Kom­fort­leis­tun­gen wie Bar­geld oder frei­em Wlan-Emp­fang (sie­he Deutsch­land) umfas­sen.

Ein Dach über dem Kopf, Klei­dung, Ver­pfle­gung und ärzt­li­che Ver­sor­gung — der Grund­be­darf wird zur Ver­fü­gung gestellt. Auf eine Arbeits­mög­lich­keit braucht bei 30% Arbeits­lo­sig­keit so und so kein Flücht­ling zu hof­fen.

Bereits in den nächs­ten Tagen soll mit den Vor­be­rei­tun­gen begon­nen wer­den. Die Kana­ren wol­len dafür einen Flücht­lings-Fond reak­ti­vie­ren, der zu die­sem Zweck von der EU vor Jah­ren schon zur Ver­fü­gung gestellt wur­de. In der letz­ten Zeit aber wegen dem nach­las­sen­den Flücht­lings­strom aus Afri­ka nicht aus­ge­schöpft wur­de.

Es soll nur eine tem­po­rä­re Auf­nah­me auf den Kana­ren sein, bis der Krieg im Hei­mat­land been­det ist und eine siche­re Rück­kehr wie­der mög­lich wird. Auch La Gome­ra und El Hier­ro haben ihre Bereit­schaft bekun­det, eini­ge Flücht­lin­ge zu beher­ber­gen.

Das Inter­es­se bei den Flücht­lin­gen wird allein aus die­sen wirt­schaft­li­chen Grün­den sicher nicht all­zu rie­sig sein.

Viel zu ver­lo­ckend sind da die Ange­bo­te aus Deutsch­land und Schwe­den. Aber eine ange­bo­te­ne Zuflucht soll­te auch nicht ein­fach abge­schla­gen wer­den. Son­ne und Strand gibt es die nächs­ten Mona­te nur bei uns und ist inklu­si­ve.

 

Lange Flüchtlings-Tradition

Die kana­ri­schen Bewoh­ner ken­nen genau aus Erfah­rung, was es heißt Emi­grant zu sein.

In den letz­ten Jahr­hun­der­ten sind sie auch zu Tau­sen­den in die neue Welt nach Kuba und Vene­zue­la emi­griert. Es waren wirt­schaft­li­che Grün­de, die eine “Flucht” in die damals nach Arbeits­kräf­ten suchen­den Regio­nen in Süd­ame­ri­ka not­wen­dig mach­ten. Rund ein Drit­tel der Pal­me­ros leb­te und arbei­te­te in Mit­tel­ame­ri­ka. Die letz­te gro­ße Aus­wan­de­rungs­wel­le gab es nach dem 1. Welt­krieg und in der Zeit zwi­schen 1950/60. Kei­ne gro­ßen Sozi­al­leis­tun­gen, aber eine Arbeits­mög­lich­keit in den Tabak-, Reis- und Bana­nen­plan­ta­gen gab es in der neu­en Hei­mat.

Erst mit dem beschei­de­nen wirt­schaft­li­chen Auf­schwung in den 1980/90 Jah­ren kehr­ten vie­le Cana­ri­os wie­der heim und brach­ten nun vor allem kuba­ni­sche Emi­gran­ten mit auf die Inseln.

Die Hilfs­be­reit­schaft jetzt — syri­sche oder ande­re Kriegs­flücht­lin­ge befris­tet auf­zu­neh­men ist vor­han­den. Sie wer­den sicher gut ver­sorgt und herz­lich behan­delt, solan­ge sie kei­ne Arbeits­plät­ze weg­neh­men oder die Kri­mi­na­li­tät för­dern. La Pal­ma liegt spa­ni­en­weit am unters­ten Rand der Kri­mi­nal­sta­tis­tik.

Sonst könn­te sehr schnell die Sym­pa­tie umschla­gen und der Auf­ent­halt rasch been­det wer­den. La Pal­ma, La Gome­ra oder El Hier­ro ist wie ein gro­ßes Dorf, in dem jede Akti­vi­tät genau beob­ach­tet und regis­triert wird. Eini­ge Flücht­lin­ge aus Bul­ga­ri­en und Rumä­ni­en hat­ten in der Ver­gan­gen­heit die­se Gast­freund­schaft bereits miss­braucht. Sie wur­den abge­scho­ben oder sit­zen im Gefäng­nis.

Das ist die Hil­fe, die ange­mes­sen und aus­rei­chend erscheint. Not­lei­den­den Men­schen schnell und befris­tet zu hel­fen und kei­ne Ein­wan­de­rung auf Dau­er zu zulas­sen. Mit dem Islam hat Spa­ni­en rei­che Erfah­rung gesam­melt. Fast 300 Jah­re waren gro­ße Tei­le von Fest­land­spa­ni­en von Isla­mis­ten besetzt. Erst nach blu­ti­gen Krie­gen brach­te das Chris­ten­tum die Lage wie­der unter Kon­trol­le.

Es muss nicht beur­teilt wer­den, wel­cher Glau­be bes­ser oder schlech­ter ist. Tat­sa­che ist, dass Spa­ni­en und Deutsch­land bereits in der Ver­fas­sung bzw. der Prä­am­bel die christ­li­che Ver­ant­wor­tung vor Gott”  als Leit­mo­tiv nen­nen. Die­se Staa­ten haben das christ­li­che Gedan­ken­gut als Stüt­ze und Haupt­ele­ment ihres Staats­ge­fü­ge so aus­ge­wählt. Der Islam ist (kein) Teil von Deutsch­land — die­ser Bun­des­prä­si­dent hat sich mit die­sem Satz getäuscht, die Bevöl­ke­rung in die Irre geführt oder hat schlicht kei­ne Ahnung.

Auch kann ein Wirt­schafts­flücht­ling kein Asyl­recht bean­spru­chen. Nach Art.16a deut­sches Grund­ge­setz, genie­sen nur poli­tisch Ver­folg­te Asyl­recht. In der Pra­xis frei­lich ist auf den ers­ten Blick nicht zu erken­nen, wel­ches Haupt­mo­tiv hin­ter sei­ner “Flucht” steht.

Ent­schei­dend ist aber wel­cher Staat und wel­che Inter­es­sen­grup­pen die­se Unru­hen und den Krieg erst pro­vo­ziert haben. Hier ste­hen die USA mit ihren Ver­bün­de­ten als selbst ernann­te Welt­po­li­zei und Frie­dens­stif­ter an obers­ter Stel­le. Es ist eine Heu­che­lei der Bun­des­re­gie­rung nun barm­her­zig und wer­be­wirk­sam, auf­ge­schlos­sen den Flücht­lings­strom mit offe­nen Armen zu emp­fan­gen. Sie und auch die sog. grü­ne  Frie­dens­par­tei haben ein­mü­tig deut­sche Sol­da­ten nach Afgha­ni­stan geschickt um in frem­den Kul­tu­ren und Län­dern ihr “gutes” Sys­tem zu instal­lie­ren. Die Fol­gen bekommt Euro­pa jetzt zu spü­ren.

Es ist schlimm mit anzu­se­hen, dass ein Klein­kind am Stran­de ertrin­ken muss. Die vie­len Kin­der die aber mit ame­ri­ka­ni­schen und Nato Bom­ben oder Droh­nen grau­en­haft getö­tet wur­den, wer­den kaum erwähnt oder pas­sen nicht ins Medi­en­bild. Das sind die wah­ren Ver­ur­sa­cher der Tra­gö­die und das soll­te man nie­mals ver­ges­sen. Al Kai­da oder IS sind dadurch erst ent­stan­den.

Aber die­se Gedan­ken nüt­zen jetzt wenig. Rasche Hil­fe ist gefragt und not­wen­dig … und die wird es auf den Kana­ren auch geben. Aller­dings wird man die “Flücht­lin­ge” sehr genau beob­ach­ten, um sich nicht eine “Laus” und damit ein neu­es Pro­blem von außen ein­zu­fan­gen.

So schnell kann sich die Lage in die­ser glo­ba­len Welt und auch für die Kana­ren und La Pal­ma ändern. Ges­tern war alles noch weit weg und heu­te schon hier vor der Haus­tür.

 

 



2 Kommentare zu "Kriegsflüchtlinge kommen nach La Palma"

  1. Ein wenig nach­denk­lich macht mich schon der Arti­kel, nor­ma­ler­wei­se schrei­be ich da nichts dazu.

    Genau­ge­nom­men wären die besag­ten 1/3 Pal­me­ros alle­samt “Wirt­schafts­flücht­lin­ge” gewe­sen.

    Was ist eigent­lich genau­ge­nom­men ein “Wirt­schafts­flücht­ling”? Die­se Fra­ge stel­le ich mir schon län­ger, seit­dem die­ses neue “Unwort” durch die Lan­de geis­terrt.

    Genau­ge­nom­men wäre ein Dok­tor der Pysik, oder ein Infor­ma­ti­ker, der in USA oder woan­ders einen 3 mal so hoch bezahl­ten Job bekommt ein Wirt­schafts­flücht­ling, weil es ihm woan­ders bes­ser geht und er dahin möch­te.

    Nun, die Staa­ten bau­en in die­sen Fäl­len kei­ne 4m Grenz­zäu­ne, son­dern betrei­ben “Head­hun­ting”.
    “Green­cards” oder in Deutsch­land die kaum ange­nom­me­ne (weil schlech­ter bezahlt) Ent­spre­chung.

    Soll­ten wir uns nicht von die­ser unsäg­li­chen Unter­schei­dung lösen und viel lie­ber ein Wort wäh­len, wel­ches dann die even­tu­el­len Tat­sa­chen bes­ser trifft?

    Sozi­al­schma­rot­zer­flücht­ling”?
    Und eine Unter­tei­lung in 3 Grup­pen machen.
    Politischer(aus Kriegs­ge­bie­ten kom­men­der), Wirtschafts(aus schlech­ten Wirt­schafts­la­gen kom­men­der und Sozialschmarotzer-Flüchtling(nichts arbei­ten wol­len­der und nur die Sozi­al­leis­tun­gen aus­nut­zen­der)

    Von letz­te­ren hat jedes Land bereits mehr als genug aus eige­nem Land und braucht kein Zuzug mehr. Die Wirt­schafts­zah­len der letz­ten Jahr­zehn­te! zei­gen, dass es mal mehr oder weni­ger gelingt die­se durch­zu­füt­tern.
    Die poli­ti­schen sind eine unbe­kann­te Mas­se, denn sie wird sich auf­tei­len in wirt­schaft­lich Inter­res­sier­te und Sozi­al­schma­rot­zer..
    Und die Wirt­schafts­flücht­lin­ge sind dann im Grun­de die­je­ni­gen, wel­che arbei­ten wol­len um sich davon eine bes­se­re Zukunft auf­zu­bau­en.

    Ich selbst habe das mit einem klei­nen (23 Mann) Betrieb erlebt.
    Mit­te der 80er began­nen die Mit­ar­bei­ter immer beque­mer sich auf der gewerk­schaft­lich gesi­cher­ten Mat­te aus­zu­ru­hen, dann die 58er Luxus Vor­ru­he­stands­re­ge­lung, angeb­lich um den jün­ge­ren Arbeits­mög­lich­kei­ten zu bie­ten (tat­säch­lich war das alles nur Schrott was da zur Ver­fü­gung stand).Die Not also groß eine Ersatz­kraft zu fin­den, um den Vor­ru­he­stands­lohn von 75% des letz­ten Net­to­ge­hal­tes zah­len zu kön­nen mit­hil­fe einer Ein­stel­lungs­zu­la­ge (für künst­lich auf­ge­wer­te­te Schrott-Arbeit­neh­mer) sei­tens des Arbeits­am­tes.
    Die gro­ßen Kon­zer­ne hat­ten damit ihre letz­ten gewerb­li­chen Mit­ar­bei­ter abge­schafft, die klei­nen Hand­werks­be­trie­be haben die Zeche bezahlt.
    Ende 89 noch­mals ein Boom, alles was konn­te, rann­te in den Osten, wegen der “blü­hen­den Land­schaf­ten”

    Anfangs der 91er kamen die Bal­kan­krie­ge und etli­che gute Leu­te aus dem Bal­kan .… aber, es muss­ten erst mal deut­sche (Tran­tü­ten) ein­ge­stellt werden.…bis man nach­ge­wie­sen hat­te, dass die nichts taug­ten (vie­le woll­ten aber auch nur einen Stem­pel, damit sie wei­ter­hin ihr Arbeits­lo­sen­geld beka­men.

    95 hat­ten sich die “blü­hen­den Land­schaf­ten” begon­nen sich als kah­le Step­pen zu ent­pup­pen.
    Da gelang es aus dem frei­wer­den­den Pool an Arbeits­kräf­ten auch moti­vier­te Mit­ar­bei­ter zu bekom­men.

    1998 die Schrö­der Regie­rung die zuvor auf 10 Mit­ar­bei­ter hoch­ge­setz­te Gren­ze für Klein­be­trie­be für Ent­las­sun­gen wie­der auf 5 her­un­ter­ge­stuft. Die Pro­ble­me der Bran­che began­nen da wie­der grö­ßer zu wer­den. Heu­te habe ich es seit Jah­ren geschafft auf unter 5 zu kom­men und hal­te davon einen zusätz­li­chen “Sicher­heits­ab­stand von 1 Mit­ar­bei­ter.
    Ich arbei­te, damit ICH leben kann (nicht fürst­lich, aber wenigs­tens wie ein Hilfs­ar­bei­ter), Und auf kei­nen Fall, damit ich mög­lichst vie­le Mit­ar­bei­ter beschäf­ti­ge.

    Was soll nun das gan­ze Geschrei­be?

    Wir haben eine Chan­ce gute Mit­ar­bei­ter für die Wirt­schaft zu bekom­men durch Zuwan­de­rung (war­um auch immer)
    Wir SIND ein Ein­wan­de­rungs­land, egal wie es jemand dar­stellt.
    Wir BRAUCHEN Kräf­te im arbeits­fä­hi­gen Alter, und zwar moti­vier­te.
    Wir wer­den auf­grund der Alters­py­ra­mi­de die­se Pro­ble­me in Zukunft viel stär­ker haben.

    Wir brau­chen NICHT Sozi­al­schma­rot­zer­flücht­lin­ge, die haben wir die letz­ten Jahr­zeh­te genug schon im “Bei­fang” und noch mehr bei den deutsch­stäm­mi­gen Sozi­al­hil­fe­emp­fän­gern.

    Kon­se­quen­ter­wei­se war Mer­kels Aus­sa­ge des­we­gen schon rich­tig, sie hät­te aber gleich ergän­zen sol­len, “sei­en sie ruhig und nicht über­stürzt, haben Sie Geduld, bei uns müs­sen Sie alle erst nach deut­scher Gründ­lich­keit regis­triert und auf­ge­nom­men wer­den, wenn es die Nach­bar­län­der nicht schaf­fen, wenn sie nur durch­rei­sen wol­len, so geben sie das gleich an, damit das von uns orga­ni­siert wer­den kann”. Ein sol­cher Nach­satz hat gefehlt, wenn man Dub­lin eh schon in die Ton­ne getre­ten hat.

    Vor allem hät­te man schon vor Wochen auf Ungarn und Grie­chen­land zuge­hen müs­sen und sagen “schafft ihr das mit der Dub­lin Ver­ord­nung oder sol­len wir ande­re Lösungs­we­ge fin­den”?

    Dann wäre das Cha­os aus­ge­blie­ben.

    • Wir SIND ein Ein­wan­de­rungs­land, egal wie es jemand dar­stellt”

      Genau die­se Erkennt­nis wird von Mer­kels Par­tei seit der Zeit der ers­ten “Gast“arbeiter mit selt­sa­mer Stu­pi­di­tät geleug­net. Gro­ße Tei­le der CDU und die gesam­te CSU rufen bei Nen­nung des Begriffs “Ein­wan­de­rungs­ge­setz” nach dem nächs­ten Exor­zis­ten. Die­se Tat­sa­che macht die gegen­wär­ti­ge Asyl­po­li­tik die­ser Bun­des­re­gie­rung, so weit eine sol­che über­haupt erkenn­bar ist, so unver­ständ­lich. Erst macht die Kanz­le­rin die Gren­zen weit auf, dann macht sie der Innen­mi­nis­ter (schein­bar) wie­der zu. Als Nächs­tes wer­den mit hei­ßer Nadel neue Geset­ze gestrickt, die eine rei­ne Ali­bi­funk­ti­on haben und nicht bewir­ken wer­den. Stich­wort Siche­re Her­kunfts­län­der: Es muss einem Asyl­be­wer­ber nach­ge­wie­sen wer­den, dass er über ein sol­ches Land ein­ge­reist ist. Wenn dann sein Asyl­an­trag abge­lehnt wird, steht ihm der Rechts­weg offen. Das ist euro­päi­sches Recht. Das Glei­che gilt bei soge­nann­ten “Wirt­schafts­flücht­lin­gen”, also z.B. Roma aus Ungarn, Rumä­ni­en oder Bul­ga­ri­en. Auch die­se haben das Recht, einen Asyl­an­trag zu stel­len. Die­ser wird zwar wahr­schein­lich abge­lehnt, aber auch hier gibt es den Rechts­weg. Sol­che Asyl­be­wer­ber sind genau so wenig “Betrü­ger” wie jemand, der z.B. in sei­ner Steu­er­erklä­rung nach dem Mot­to: “Pro­bie­ren kann man es ja mal…) ein Arbeits­zim­mer angibt, wel­ches vom Finanz­amt abge­lehnt wird, weil eine Couch drin­steht.

      Was mich am meis­ten umtreibt, ist die Tat­sa­che, dass man der gegen­wär­ti­gen dra­ma­ti­schen Ent­wick­lung, die sich seit Mona­ten abzeich­ne­te, taten­los zuge­se­hen hat, anstatt VORHER und recht­zei­tig die logis­ti­schen, poli­ti­schen, finan­zi­el­len und gesetz­li­chen Maß­nah­men zum Manage­ment der Kri­se zu ergrei­fen. Wozu haben wir Geheim­diens­te, die die Regie­rung über inter­na­tio­na­le Ent­wick­lun­gen zu infor­mie­ren haben?

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