Raumstation ISS über La Palma

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Auf Kurs direkt über unsere Insel -

RaumstationIn den nächs­ten Tagen ist die Inter­na­tio­na­le Raum­sta­ti­on ISS sehr gut von La Pal­ma aus mit dem blo­sen Auge zu beobachten.

Am Sams­tag-Abend dem 28. Mai um 21.38 Uhr wird sie als hel­ler Stern im Süd­wes­ten auf­tau­chen und nach ihrem Insel­über­flug gegen 21.45 Uhr im Nord­os­ten wie­der verschwinden.

Mit einer Licht­stär­ke von ‑3,3 mag schafft es die Raum­sta­ti­on in die­ser Nacht fast so hell wie die Venus (-4,4 mag) zu erschei­nen. Sie bewegt sich rela­tiv schnell – ähn­lich einem hoch­flie­gen­den Flug­zeug – über den Nachthimmel.

Hel­le­re Objek­te als 0.Größe erhal­ten ein nega­ti­ves Vor­zei­chen. Die Son­ne z.B. ‑26 mag.

Eine etwas schwä­che­re Mög­lich­keit (-2,0 mag) die Raum­sta­ti­on zu beob­ach­ten gibt es noch am Mon­tag, den 30. Mai gegen 21.33 Uhr bei ihrem Vor­bei­flug west­lich von La Palma. 

RaumstationDie Inter­na­tio­na­le Raum­sta­ti­on ISS reflek­tiert wegen ihrer Grö­ße (110m x 100m x 30m) sehr viel Sonnenlicht.

Wenn der Beob­ach­tungs­win­kel wie jetzt am Wochen­en­de stimmt und sie ent­spre­chend hoch durch den Zenit (85° am Sams­tag) fliegt, ist die Raum­sta­ti­on gut zu beob­ach­ten. Bleibt nur zu hof­fen, dass kei­ne Wol­ken die Sicht ver­sper­ren. Wer von einem ande­ren Stand­ort die ISS beob­ach­ten möch­te, emp­feh­le ich im Astro-View­er sei­ne Stadt ein­zu­ge­ben und den bes­ten Zeit­punkt an den grü­nen Bal­ken abzulesen.

Und der Blick aus der Raumstation auf La Palma

RaumstationWie die Astro­nau­ten und Kos­mo­nau­ten von 400 Kilo­me­ter Höhe die Kana­ri­schen Insel sehen, zeigt das Foto (Fotos: NASA). Natür­lich alles viel spektakulärer.

Links La Pal­ma, dar­un­ter El Hier­ro und La Gome­ra – rechts dane­ben Tene­rif­fa, Gran Cana­ria und Fuerteventura.

Im Jah­re 2018 wird wie­der der deut­sche Geo­phy­si­ker Alex­an­der Gerst die­sen Aus­blick von der Welt­raum­sta­ti­on genie­ßen kön­nen. Zum zwei­ten Mal – und dann als ers­ter deut­scher Kom­man­dant, wird er für 6 Mona­te in der ISS die Erde umkreisen.

Wer oft den Him­mel beob­ach­tet, dem sind viel­leicht schon Blit­ze von eini­gen Sekun­den Dau­er auf­ge­fal­len. Es müs­sen nicht unbe­dingt Meteo­ri­ten sein.

Es kann sich hier auch um das Iri­di­um-Fla­re han­deln. Eine hel­le Leucht­erschei­nung, die durch Refle­xi­on von Son­nen­licht an einem Iri­di­um-Satel­li­ten ent­steht und ca. 5 bis 20 Sekun­den andauert.

Es han­delt sich um die hells­te Leucht­erschei­nung, die künst­li­che Him­mels­kör­per am Nacht­him­mel ver­ur­sa­chen; auch am Tag ist es mög­lich, Iri­di­um-Fla­res zu beobachten.

Es ist das Satel­li­ten­kom­mu­ni­ka­ti­ons­sys­tem Iri­di­um mit 66 Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­sa­tel­li­ten im Orbit. Die Anten­nen Ober­flä­che besteht aus hoch­re­flek­tie­ren­dem Alu­mi­ni­um, das mit einer sil­ber­far­be­nen Tef­lon­schicht bestri­chen ist, und wirkt als Planspiegel.

Das von die­sen Anten­nen reflek­tier­te Son­nen­licht bil­det einen schma­len Licht­ke­gel, der bei ent­spre­chen­der Ori­en­tie­rung der Anten­ne über die Erd­ober­flä­che streicht. Auf sei­nem Weg zur Erde wei­tet er sich auf einen Durch­mes­ser von meh­re­ren Kilo­me­tern auf und kann als Leucht­erschei­nung wahr­ge­nom­men werden.

Je nach Stand­ort des Beob­ach­ters kann es ein schwa­ches Leuch­ten sein, das gera­de mit dem blo­ßen Auge zu sehen ist, bis hin zu einer Leucht­erschei­nung, die mit einer Leucht­ku­gel ver­gleich­bar ist. Ein Iri­di­um-Fla­re kann eine schein­ba­re Hel­lig­keit bis zu ‑9 mag errei­chen und leuch­tet in die­sem Fall etwa 50-mal so hell wie die Venus und 1000-mal so hell wie Siri­us, der hells­te Stern am Nacht­him­mel (Quel­le: Wikipedia).


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2 Kommentare zu "Raumstation ISS über La Palma"

  1. Es ist ein viel­sei­ti­ges wis­sen­schaft­li­ches Pro­gramm das auf der ISS abge­ar­bei­tet wird. Auch gibt es eine Web­cam zum Beobachten.

    http://www.focus.de/wissen/weltraum/raumfahrt/iss-live-stream-fliegende-webcam-auf-der-iss-live-blick-ins-weltall_id_4331901.html

    Dar­über hat­te ich auch schon vie­le Bei­trä­ge geschrie­ben – hier mal reinschauen:
    http://naturwissenschaft.blogspot.com.es/2014/07/kasspatzle-und-kaffee-nachschub-fur-die.html

    oder hier rechts in der Sei­ten­leis­te unter „Archiv Suche“ das Stich­wort „ISS“ eingeben.

  2. Ritva Hillgardt | 27. Mai 2016 um 22:48 | Antworten

    Vor zwei Wochen habe ich ISS Raum­sta­ti­on ersten­mal auf der nächt­li­chen Him­mel gese­hen. Ich wuss­te nicht, was es war und als ich frag­te hier, wuss­te auch kein ande­rer. Übri­gens, da sind zwei etwas klei­ne­re Raum­sta­tio­nen, die die Gros­se fol­gen. Nachts konn­te man die Sta­ti­on über eine Stun­de sehen von unse­rem Fens­ter, wo man nur den hal­ben Him­mel sieht. Jetzt hat es mei­ne Inter­es­se geweckt. Des­we­gen möch­te ich noch wis­sen, was alles die da machen, wie ist das Leben da oben län­ge­re Zeit. Wo kann man dar­über lesen? Von einem Mann habe ich gele­sen, des­sen Fami­lie aus Finn­land nach Ame­ri­ka aus­ge­wan­der­te vor lan­ger Zeit. Als ich es lies, wuss­te ich nicht, dass ich die Raum­sta­ti­on selbst sehen darf (was auch kei­ner glaubte)

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