Starkes Erdbeben am Morgen

Grafik - Starkes Erdbeben

Starkes Erdbeben aus der Magmakammer in 35 km Tiefe

Ein ML4,6 star­kes Erd­be­ben rüt­tel­te um 8.02 Uhr Orts­zeit die Insel La Pal­ma end­gül­tig wach. Es bleibt fest­zu­stel­len, daß die Beben von Tag zu Tag an Inten­si­tät zuneh­men. Ges­tern ein ML4,5 star­kes Erd­be­ben und heu­te noch etwas Steigerung.

Seismograf - Starkes Erdbeben

So wur­de das Beben auf Hier­ro vom Seis­mo­gra­fen heu­te UTC Zeit aufgezeichnet

Die IGN hat­te bereits vor Tagen gewarnt und auf die Mög­lich­keit stär­ke­rer Beben bis zur Stär­ke 5 hin­ge­wie­sen. Wegen des deka­di­schen Loga­rith­mus bedeu­tet der Anstieg der Magnitu­de um einen Punkt auf der Ska­la einen etwa zehn­fach höhe­ren Aus­schlag (Ampli­tu­de) im Seis­mo­gramm und nähe­rungs­wei­se die 32-fache Ener­gie­frei­set­zung (expo­nen­ti­el­les Wachs­tum) im Erdbebenherd.

Es wäre ein­mal inter­es­sant die bis­he­ri­ge Ener­gie­frei­set­zung für den Vul­kan Cabe­za selbst zu berech­nen. Ob das über­haupt mög­lich ist? Eine Auf­ga­be für einen Phy­si­ker, Geo­lo­gen oder Mathe­ma­ti­ker! Viel­leicht haben wir einen unter den Lesern?

Leben im Wohnwagen

Vie­le Eva­ku­ier­te aus dem Vul­kan­ge­biet leben jetzt auch in einem Wohn­wa­gen oder Wohn­mo­bil. Die Stadt Los Lla­nos öff­net das Städ­ti­sches Sta­di­on Aceró um die sani­tä­ren Ein­rich­tun­gen zu nut­zen. Eben­so kön­nen die Fami­li­en dort kos­ten­los ihre Klei­dung waschen.

Auch erin­nert die Stadt, dass in der Stra­ße Gali­leo Gali­lei Strom und Was­ser für Wohn­wa­gen bereit steht.

 

09.50 Uhr - Inzwi­schen hat die IGN das Beben auf ML4,5 zurück­ge­stuft und die Tie­fe mit 36 km ange­ge­ben. Also die glei­che Beben­stär­ke wie gestern.

10.00 Uhr - „Beein­dru­cken­de Geschwin­dig­keit und Über­lauf des Lava­ka­nals“. Das Vul­ka­no­lo­gi­sche Insti­tut der Kana­ri­schen Inseln (Invol­can) konn­te am Don­ners­tag um 14.15 Uhr die Rou­te eines soge­nann­ten „Lava-Tsu­na­mi“ beob­ach­ten, nach­dem der Haupt­ke­gel des Vul­kans Cabe­za über­ge­lau­fen war.

Foto Invol­can

Reisehinweise

10.45 Uhr - Aus­wär­ti­ges Amt Deutsch­land - Von nicht not­wen­di­gen Rei­sen nach La Pal­ma wird der­zeit abgeraten.

Seit 19. Sep­tem­ber 2021 sind auf der Kana­ri­schen Insel La Pal­ma an meh­re­ren Stel­len Aus­brü­che der Vul­kan­ket­te „Cumbre Vie­ja“ zu ver­zeich­nen. Für bis­her mehr als 6000 Per­so­nen – dar­un­ter auch zahl­rei­che Tou­ris­ten, die sich in betrof­fe­nen Orts­tei­len der umlie­gen­den Gemein­den auf­hiel­ten, wur­de die Eva­ku­ie­rung ange­ord­net. Die Lava­strö­me haben zahl­rei­che Gebäu­de, Stra­ßen­ver­bin­dun­gen und sons­ti­ge Infra­struk­tur zer­stört. Die Lava­strö­me wer­den sich wei­ter bewe­gen; es ist daher mit wei­te­ren Sach­schä­den, mit gesund­heits­ge­fähr­den­dem Asche­re­gen, mit wei­te­ren Erd­be­ben und mög­li­cher­wei­se auch mit der Ent­wick­lung gif­ti­ger Gase zu rech­nen. Die Aus­wei­tung der Eva­ku­ie­rungs­maß­nah­men ist mög­lich. Der Flug­ha­fen von La Pal­ma muss­te auf­grund der Sicht­ver­hält­nis­se mehr­mals stun­den- oder sogar tage­wei­se geschlos­sen wer­den. Hier­von waren auch zahl­rei­che Direkt­flü­ge von und nach Deutsch­land betrof­fen. Es ist damit zu rech­nen, dass es auf­grund des Asche­re­gens auch in nächs­ter Zeit immer wie­der zu tem­po­rä­ren Schlie­ßun­gen des Flug­ha­fens kom­men wird.

11.15 Uhr – Ret­tung der Tie­re – Sie berei­ten die Ret­tung mit Droh­nen von vier Hun­den vor, die in der Lava gefan­gen sind. Ein­ge­setzt wer­den soll eine Las­ten-Droh­ne. Wie die Tie­re ein­ge­fan­gen wer­den sol­len, ist das nächs­te Pro­blem. Seit Tagen wer­den die Tie­re bereits per Droh­ne mit Was­ser und Nah­rung versorgt.

11.30 Uhr - Der aktivs­te Lava­strom bewegt sich im Moment um den Berg La Lagu­na nach Süden.

11.45 Uhr – Das Cabil­do de La Pal­ma hat an die­sem Frei­tag bestä­tigt, dass die Ein­fahrt nach Taza­cor­te wegen der Nähe der Lava­zun­ge gesperrt wird. Nur noch über Puer­to ist die Stadt zu erreichen.

13.15 Uhr – Das Minis­te­ri­um für öffent­li­che Ver­wal­tung, Jus­tiz und Sicher­heit der Regie­rung der Kana­ri­schen Inseln hat über die Gene­ral­di­rek­ti­on für Sicher­heit und Not­fäl­le 24 trag­ba­re Gas­warn­ge­rä­te für die Poli­zei und Inter­ven­ti­ons­trup­pen beschafft, die im Vul­kan­not­fall auf La Pal­ma ein­ge­setzt werden.

13.40 Uhr – Das Vul­ka­no­lo­gi­sche Insti­tut der Kana­ri­schen Inseln (Invol­can) hat das Volu­men von Tephra berech­net, das ist die Ansamm­lung von Asche und Lapil­li, die bei die­sem Erup­ti­ons­pro­zess bis zum 13. Okto­ber gefal­len ist. Nach die­sen Berech­nun­gen, ohne die Ansamm­lung von pyro­klas­ti­schem Mate­ri­al und Lava im KEGEL des Vul­kans zu berück­sich­ti­gen, wur­den im gesam­ten betrof­fe­nen Gebiet fast 10 Mil­lio­nen Kubik­me­ter abgelagert.

Die ton­nen­schwe­re Last mit bis zu 70 cm Dicke, wird für vie­le Dächer zum Pro­blem. Bereits seit Tagen sind Freun­de mit dem Weg­schau­feln die­ser Asche beschäf­tigt. Zur Unter­stüt­zung wird jetzt die spa­ni­sche Armee ein­ge­setzt, die Ein­hei­ten aus Fest­land­spa­ni­en und den Nach­bar­in­seln nach La Pal­ma verlegen.

14.00 Uhr - Die Cana­ry Islands Oce­an Plat­form (PLOCAN) hat ein auto­no­mes Ober­flä­chen­fahr­zeug (Wel­len­glei­ter) gestar­tet, um die von der Lava des Vul­kans Cabe­za betrof­fe­nen Gewäs­ser an der West­küs­te von La Pal­ma zu beob­ach­ten. Daten auf ihrer  Webseite.

15.40 Uhr – In der Nacht von Don­ners­tag auf Frei­tag hat die Lava auf­grund der „Fließ­fä­hig­keit der Strö­mun­gen, ihre Geschwin­dig­keit erhöht, sogar mit Geschwin­dig­kei­ten von etwa 250 Metern pro Stun­de“. An die­sem Frei­tag hat sich die­se Situa­ti­on ent­spannt und jetzt wer­den 20 Meter pro Stun­de regis­triert – so die IGN. Exper­ten gehen davon aus, dass die bei­den Lava­strö­me, die am wei­tes­ten süd­lich des Ber­ges La Lagu­na lie­gen, zusam­men­lau­fen und das Meer erreichen.

16.50 Uhr – Die bis ges­tern von den Lava­strö­men  betrof­fe­ne Flä­che beträgt 696 Hek­tar, 21,5 mehr als am Vor­tag, und die Brei­te beträgt wei­ter­hin 1.770 Meter. Die Gesamt­zahl der Eva­ku­ier­ten beträgt nach wie vor rund 7.000 Men­schen, von denen ins­ge­samt 321 im Princess Hotel in Fuen­ca­li­en­te unter­ge­bracht sind.

17.00 Uhr – Die Lava setzt ihren Weg im wei­ter nörd­lich gele­ge­nen Lava­strom fort, dringt ent­lang des Cami­no Cum­pli­do vor und bedroht das Zen­trum von La Lagu­na.

 

18.30 Uhr – Die von der GPS Mes­sung regis­trier­te Ver­for­mung hat sich heu­te im Lau­fe des Tages zurück­ge­bil­det. Ges­tern gab es eine ver­ti­ka­le 5 Zen­ti­me­ter Ver­for­mung an der Mess­sta­ti­on zwi­schen den Stadt­tei­len Jedey und Las Manchas.

19.30 Uhr – Neu­es aktu­el­les Kar­ten­ma­te­ri­al von La Pal­ma, ohne Vul­kan oder Lava­strö­me unter Grafcan.es

21.00 Uhr - Süd­öst­lich des Haupt­ke­gels hat sich eine neue Erup­ti­ons­mün­dung geöff­net, die zunächst eine gro­ße Men­ge an Was­ser­damp­f­emis­sio­nen sowie Asche und Pyro­klas­ten gezeigt hat, wie der tech­ni­sche Direk­tor von Pevol­ca, Rubén Fernán­dez, im BTC-Pro­gramm des Kana­ri­schen Fern­se­hens berichtete.

21.10 Uhr - Lavaarm über­quert die Stra­ße nach La Cos­ta de Taza­cor­te, 600 m vom Fried­hof ent­fernt, auf dem Weg Rich­tung zum Meer.

  • Fort­set­zung folgt

 

 

Wetteraussichten für La Palma



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