Neue Eruptionsmündung geöffnet

Lavastrom - EruptionsmündungLavastrom dringt in Bananen-Plantagen ein

Eruptionsmündung liegt hinter dem alten Kegel -

Süd­öst­lich des Haupt­ke­gels hat sich eine neue Erup­ti­ons­mün­dung geöff­net, die zunächst eine gro­ße Men­ge an Was­ser­damp­f­emis­sio­nen sowie Asche und Pyro­klas­ten gezeigt hat. In der Eröff­nungs­pha­se wur­de sehr viel wei­ßer Rauch, wahr­schein­lich Was­ser­dampf aus­ge­sto­ßen. Das könn­te auf das Vor­han­den­sein einer unter­ir­di­schen Was­ser­ta­sche hinweisen.

Thermo - Eruptionsmündung

Ther­mo­gra­fi­sches Bild von Invol­can, das die Ano­ma­lie zeigt, die durch die neue Erup­ti­ons­mün­dung erzeugt wur­de. Jetzt muss noch bestä­tigt wer­den, ob es sich um einen Lava­strom oder einen pyro­klas­ti­schen Fall han­delt. Bei­des ist schlimm, aber Gewiss­heit wird erst der Tag bringen.

Wie schnell ein Lava­strom den Berg her­un­ter­schie­ßen kann, zeigt das gest­ri­ge Video eines „Lava-Tsu­na­mi“

 

Die Meteorologen haben sich getäuscht

Vor­her­ge­sagt war Wind Rich­tung Wes­ten. Ein­ge­trof­fen ist in der Nacht wie­der viel Asche und Lapil­li auf der Ost­sei­te von La Pal­ma. Alles mit einer schwar­zen Asche­schicht bedeckt und der Flug­ha­fen Mazo geschlos­sen.

Im Augen­blick wer­den auch kei­ne Anstren­gun­gen unter­nom­men den Platz zu rei­ni­gen, da der Fall­out wei­ter anhält.

Auch in der Nacht wie­der 37 Erd­be­ben. Davon ein ML4,6 um 5.41 Uhr und ein ML4,5 um 7.07 Uhr bei­de aus 37 km Tiefe.

 

09.40 UhrPro­blem eines Eva­ku­ier­ten:  Vor dem Som­bre­ro Rich­tung Las Man­chas sind pla­ziert die Guar­dia Civil und die Pro­tección Civil. Die Guar­dia Civil hoch pro­fes­sio­nell und psy­cho­lo­gisch geschult, 24h vor Ort.

Die Pro­tección Civil ist das Nadel­öhr: das „Pro­to­koll“ schreibt vor, daß die Bewoh­ner des Gebiets, das gera­de unter­geht, nur in Beglei­tung der Pro­tección Civil zu ihrem Besitz fah­ren dür­fen und dort dür­fen sie nur 45 Minu­ten blei­ben, um zu ret­ten, was zu ret­ten ist. Und jetzt kommt’s: die Pro­tección Civil „arbei­tet“ nur von 10h30 bis 17h00 – das hat­te zur Fol­ge, dass ich ges­tern um 17h00 nicht mehr „ein­ge­las­sen“ wur­den und heu­te mor­gen um 08h40 eben­falls nicht. Ges­tern abend wur­de noch die Falsch­in­for­ma­ti­on her­aus gege­ben, daß heu­te Zugang ab 08h00 wäre.

Erklä­rungs­ver­such des Guar­dia Civil: die Jungs der Pro­tección wür­den 10 h am Tag arbei­ten und wären im übri­gen Frei­wil­li­ge, da kön­ne man nicht mehr ver­lan­gen – ich den­ke ein Skan­dal ohne Glei­chen. Die Her­ren der Pro­tección Civil beneh­men sich im übri­gen nicht unähn­lich einem Block­wart (so man es als spät Gebo­re­ner aus Berich­ten kennt).

10.30 Uhr –  Vom Roque de Los Much­achos heu­te Mor­gen über die Web­cam betrach­tet. Auch San­ta Cruz de La Pal­ma liegt unter einem schwar­zen Schleier.

 

11.00 Uhr – Im Moment haben wir 3 rau­chen­de Vul­kan­schlo­te. Aktu­el­le Auf­nah­me vom Süden. Alle Web­cams sind übri­gens in der Leis­te oben unter La Pal­ma verlinkt.

 

11.42 Uhr - Nach dem Coper­ni­cus-Pro­gramm bedeck­te das Lava Mate­ri­al ges­tern Mit­tag 736,9 Hekt­ar und hat 1.826 Gebäu­de zerstört.

Der Strom der durch den Bereich des Fuß­ball­plat­zes in Rich­tung La Lagu­na läuft ist kaum vor­an­ge­kom­men, wäh­rend der Bach wei­ter süd­lich etwas schnel­ler unter­wegs ist.

12.00 UhrMit­tei­lung der IGN – Seit der letz­ten Stel­lung­nah­me wur­den 90 Erd­be­ben in dem von der vul­ka­ni­schen Reak­ti­vie­rung von Cumbre Vie­ja betrof­fe­nen Gebiet loka­li­siert , 10 die­ser Erd­be­ben wur­den von der Bevöl­ke­rung gespürt, wobei die maxi­ma­le Inten­si­tät in der Epi­zen­tral­zo­ne IV‑V (EMS98) liegt , in an Erd­be­ben ereig­ne­te sich heu­te um 06:07 UTC mit einer Magnitu­de von 4,5 (mbLg) in 37 km Tiefe.

Heu­te um 04:41 Uhr ereig­ne­te sich in 37 km Tie­fe das stärks­te Erd­be­ben seit Beginn der Erup­ti­on (4,6 mbLg), das von der Bevöl­ke­rung mit Inten­si­tät III-IV gespürt wurde.

Ins­ge­samt wur­den 11 Erd­be­ben in Tie­fen von etwa 30 km loka­li­siert, die rest­li­chen Hypo­zen­tren der Zeit befin­den sich in gerin­ge­rer Tie­fe, etwa 12 km.

Das vul­ka­ni­sche Tre­mor­si­gnal behält seit der letz­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on eine hohe mitt­le­re Ampli­tu­de mit sich ver­stär­ken­den Impul­sen bei. Die um 08:00 UTC gemes­se­ne Höhe der Streu­wol­ke wird auf 4.500 m geschätzt.

12.40 Uhr – Die Brun­nen für die bei­den mobi­len Ent­sal­zungs­an­la­gen bei Puer­to Naos machen noch Pro­ble­me. Die Ent­sal­zungs­an­la­gen selbst ste­hen und die not­wen­di­gen Roh­re sind ver­legt. Der für das Gebiet zustän­di­ge Regio­nal­rat José Anto­nio Val­buena erklär­te, dass die ers­ten Brun­nen, die in der Nähe der Küs­te von Puer­to Naos durch­ge­führt wur­den, nicht die erwar­te­ten Ergeb­nis­se brach­ten. Jetzt wer­den wei­ter weg von der Küs­te neue Boh­run­gen vor­an­ge­trie­ben. So kön­nen hof­fent­lich bald die von der Was­ser­ver­sor­gung abge­schnit­te­nen Bana­nen­plan­ta­gen bewäs­sert werden.

13.00 Uhr - Wis­sen­schaft­ler von Invol­can erklä­ren, dass die Lava mit einer Geschwin­dig­keit von etwa 1,3 Kilo­me­tern pro Stun­de um den Berg La Lagu­na fließt. Der Lava­strom ent­hält wei­ter­hin einen gro­ßen Vor­rat an Lava­ma­te­ri­al, sodass er wahr­schein­lich in den nächs­ten Stun­den an der Spit­ze von El Per­di­do das Meer errei­chen wird.

13.55 UhrSon­der-Applaus mit­ten im Flug an die Guar­dia Civil aus Sara­gos­sa, die auf La Pal­ma für 26 Tage gehol­fen haben.

14.30 Uhr – Das Cabil­do de La Pal­ma hat die für nächs­te Woche für bereits Eva­ku­ier­te den Zugang zu ihren Häu­sern in Poli­zei-Beglei­tung ange­kün­digt, um noch Gegen­stän­de zu ber­gen. Die Öff­nungs­zei­ten sind von 08:00 bis 18:00 Uhr und die Schlie­ßung des Bereichs ist um 19:00 Uhr vorgesehen

Um den Zugang zu den ver­schie­de­nen Berei­chen zu geneh­mi­gen, ist es erfor­der­lich, das DNI oder ein ande­res Doku­ment vor­zu­zei­gen, das den Wohn­sitz an die­sem Ort nach­weist (Was­ser- oder Strom­rech­nun­gen, Miet­ver­trä­ge usw.).

Am Mon­tag kön­nen Sie die Stadt­tei­le Cora­zon­cil­lo, San Nicolás und Jedey in der Gemein­de El Paso errei­chen. Am Diens­tag nach La Juro­na, San Nicolás, Jedey und Las Man­chas de Aba­jo, in Los Lla­nos de Ari­da­ne. Am Mitt­woch nach Todo­que, Las Nori­as und Mor­ro Los Judí­os, eben­falls in Los Llanos.

16.00 Uhr - Jetzt gibt es end­lich eine Aus­sa­ge zur neu­en Erup­ti­ons­mün­dung durch die IGN: Die Spre­che­rin des Wis­sen­schaft­li­chen Komi­tees von Pevol­ca, María José Blan­co, erklär­te auf einer Pres­se­kon­fe­renz, dass die­ser neue Emis­si­ons­punkt etwa 300 Meter süd­öst­lich der Basis des Haupt­ke­gels reak­ti­viert wur­de und eine phre­ato­mag­ma­ti­sche Akti­vi­tät mit nur Asche­emis­si­on manifestierte.

Sie füg­te hin­zu, dass der Beginn die­ses Ereig­nis­ses gleich­zei­tig mit einer erhöh­ten phre­ato­mag­ma­ti­schen Akti­vi­tät aus den Emis­si­ons­zen­tren des Haupt­ke­gels auf­trat, der nor­ma­ler­wei­se eine strom­bo­lia­ni­sche Akti­vi­tät aufweist.

17.00 Uhr - Die Wet­ter­vor­her­sa­ge des Staat­li­chen Wet­ter­diens­tes (Aemet) für kom­men­den Sonn­tag, 17. Okto­ber, auf La Pal­ma: Wenig bewölkt oder klar mit leich­tem Dunst vor allem im Mit­tel­land. Wenn die Erup­ti­on anhält, wür­de sich die Vul­kan­asche­wol­ke nach Nor­den bewe­gen und mög­li­cher­wei­se den Ost­hang beein­träch­ti­gen. Stei­gen­de Tem­pe­ra­tu­ren, die lokal 30 ºC erreichen.

  • Fort­set­zung folgt

Wetteraussichten für La Palma



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