Der Kanaren Satellit ALISIO‑1 zeigt seine Effizienz

Vulkan

Satellit ALISIO‑1 wurde am Vulkan Popocatépetl getestet -

Der ers­te kana­ri­sche Satel­lit unter der Lei­tung des Insti­tu­to de Astrofí­si­ca de Cana­ri­as (IAC), ALISIO‑1 (ein Akro­nym für Advan­ced Land-Ima­ging Satel­li­te for Infra­rot Obser­va­tions), wur­de am 1. Dezem­ber 2023 vom Luft­waf­fen­stütz­punkt Van­den­berg in Kali­for­ni­en ins All gestar­tet und hat in nur weni­gen Mona­ten die Inbe­trieb­nah­me­pha­se abge­schlos­sen (Bild­nach­weis: IAC­TEC-Space). Es war eine Über­prü­fung im Orbit, ob alle sei­ne Sys­te­me ord­nungs­ge­mäß funktionieren.

In die­ser Pha­se der Über­prü­fung wur­de die DRA­GO-2-Kame­ra kali­briert und alle Fähig­kei­ten des Satel­li­ten getes­tet (Strom­ver­sor­gung, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­band­brei­te, Aus­rich­tungs­ge­nau­ig­keit usw.). Dazu gehör­te eine Rei­he von Infra­rot­bil­dern mit ver­än­der­ter Aus­rich­tung, die es ermög­lich­ten, ein Video eines fes­ten Objekts zu erstel­len. Die­ser Test wur­de mit dem mexi­ka­ni­schen Vul­kan Popaca­té­petl durch­ge­führt, der Mit­te Febru­ar begann, Dampf und Gas auszustoßen.

Weltraum - Satellit ALISIO-1

Funktionstest über dem Vulkan

Wäh­rend die­ses Aus­bruchs hat der kana­ri­sche Satel­lit qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Bil­der auf­ge­nom­men, die zur Abde­ckung von Not­fäl­len und für wis­sen­schaft­li­che Infor­ma­tio­nen über die­se Art von Ereig­nis­sen ver­wen­det wer­den könn­ten, was für ein vul­ka­ni­sches Archi­pel wie die Kana­ri­schen Inseln beson­ders rele­vant ist. Wäh­rend der Inbe­trieb­nah­me begann der Satel­lit ALISIO‑1 mit der Beob­ach­tung der von der Dür­re betrof­fe­nen Gebie­te im Süden der Ibe­ri­schen Halb­in­sel und maß die rela­ti­ve Luft­feuch­tig­keit auf eini­gen Kana­ri­schen Inseln.

ALISIO‑1 ist ein Erd­be­ob­ach­tungs­sa­tel­lit, des­sen Ent­wick­lung vom Team von  IAC­TEC-Space  des IAC gelei­tet wur­de. Es ent­hält zwei Instru­men­te neue­rer Ent­wick­lung. Die ers­te ist DRAGO‑2, die kom­pak­tes­te Infra­rot-Welt­raum­ka­me­ra, die es gibt, in Bezug auf Gewicht, Volu­men und Ener­gie­ver­brauch, voll­stän­dig im Rah­men von IAC­TEC-Space ent­wi­ckelt. Es ist außer­dem der ers­te spa­ni­sche Satel­lit, der ein opti­sches Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mo­dul ver­wen­det und sei­ne Daten mit­hil­fe eines Lasers mit hoher Geschwin­dig­keit zum Boden überträgt.

Der Haupt­for­scher des Pro­jekts, Álex Oscoz, erklärt, dass wir nach Abschluss der Inbe­trieb­nah­me­pha­se „gezeigt haben, dass ALISIO‑1 eine neue Gene­ra­ti­on von Instru­men­ten dar­stellt, die es uns ermög­li­chen, eine hohe Prä­zi­si­on und Qua­li­tät der Ergeb­nis­se zu einem sehr nied­ri­gen Preis und mit sehr gerin­gen Kos­ten zu errei­chen.“ Auf­grund der sehr gerin­gen Grö­ße ist das IAC, in die­sem Fall durch sei­ne IAC­TEC-Space-Abtei­lung, ein äußerst wett­be­werbs­fä­hi­ges Technologie-Kompetenzzentrum.

Nach Abschluss der Inbe­trieb­nah­me­pha­se beginnt für ALISIO‑1 eine neue Pha­se mit der voll­stän­di­gen Ent­wick­lung von Pro­jek­ten zur Boden­über­wa­chung sowohl auf den Kana­ri­schen Inseln als auch in ande­ren Tei­len der Welt. Das Team, das an dem Pro­jekt arbei­tet, konn­te mehr als hun­dert Gebie­te rund um den Pla­ne­ten beob­ach­ten, in denen der Satel­lit ein effi­zi­en­tes Instru­ment zur Erfas­sung von Daten sein könn­te, um Ereig­nis­se zu ver­fol­gen und zu ver­wal­ten, die für die Bevöl­ke­rung im All­ge­mei­nen von Inter­es­se sind.

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