Ein mächtiger Vulkankegel ist entstanden

Vulkan - Vulkankegel

Der Vulkankegel hat eine Höhe von 1122 Meter -

Nach neu­es­ten Mes­sun­gen der IGN hat der Vul­kan­ke­gel des Cabe­za im Wes­ten von La Pal­ma 1122 m erreicht. Ein statt­li­cher Berg der nach Schät­zun­gen min­des­tens 160 Mil­lio­nen Kubik­me­ter Lava und 20 Mil­lio­nen Kubik­me­ter Tephra (Asche) aus­ge­sto­ßen hat. Seit eini­gen Tagen ist nun Ruhe und die Vul­kan­ak­ti­vi­tät been­det. Bis Weih­nach­ten will die Pevol­ca noch abwar­ten und dann die Erup­ti­on für been­det erklären.

Vulkan - Vulkankegel

Nach fast 3 Mona­ten Erd­be­ben, Lava und Asche­re­gen soll­te es jetzt auch rei­chen und die Bewoh­ner wie­der zur Ruhe kom­men. Noch gibt es erheb­li­che Gas­aus­düns­tun­gen vom Vul­kan­ke­gel und den Qua­drat­ki­lo­me­tern gro­ßen Lava­fel­dern. Bis Ruhe ein­kehrt, kann es noch Mona­te dauern.

Die Über­wa­chung mit Wär­me­bild­ka­me­ras zeigt, dass sich in den teil­wei­se 40 bis 50 Metern hohen Lava­strö­men noch sehr hei­ße Lava­be­rei­che befin­den. Es kann Jah­re dau­ern, bis die im Innern ver­lau­fen­den Lava­r­öh­ren erkal­ten und kei­ne gif­ti­gen Gase an die Atmo­sphä­re abge­ben. Das heißt auch, dass an den ent­spre­chen­den Sek­to­ren kei­ne bau­li­chen Maß­nah­men, wie etwa Stra­ßen errich­tet wer­den können.

Das gan­ze Aus­maß und die Schä­den kann erst dann rich­tig begut­ach­tet und ein­ge­schätzt wer­den. Auch die Eva­ku­ier­ten kön­nen nach Aus­kunft der Pevol­ca erst in eini­ger Zeit, je nach Ent­wick­lung, in ihre Häu­ser zurück­keh­ren. Eines der drin­gends­ten Pro­ble­me wird eine Stra­ße nach Süden und die Her­stel­lung einer neu­en Was­ser­ver­sor­gung für die abge­schnit­te­nen Bana­nen­plan­ta­gen blei­ben. Vie­le Sor­gen und noch mehr Auf­ga­ben für die nächs­ten Jah­re.

10.30 Uhr – Instal­la­ti­on und War­tung von geo­che­mi­schen Sen­so­ren in der Nähe des neu­en Vul­kans auf der Insel.

11.00 UhrMit­tei­lung der IGN – Seit der letz­ten Aus­sa­ge wur­den auf der Insel La Pal­ma 20 Erd­be­ben geor­tet, von denen kei­nes von der Bevöl­ke­rung zu spü­ren war. Die Magnitu­den lie­gen zwi­schen 1,3 und 2,7 (mbLg). Die Lage der Hypo­zen­tren setzt sich unter dem zen­tra­len Bereich von Cumbre Vie­ja in den glei­chen Berei­chen wie in den Vor­ta­gen fort. 14 Erd­be­ben wur­den in Tie­fen zwi­schen 8 und 19 km geor­tet, 4 Erd­be­ben in Tie­fen unter 5 km und 2 in Tie­fen um 35 km. Das vul­ka­ni­sche Beben hält unbe­merkt an und hält das seis­mi­sche Rau­schen auf einem Niveau nahe der Zeit vor dem Ausbruch.

Wie ges­tern, zeigt das Netz der per­ma­nen­ten GNSS- Sta­tio­nen der Insel, dass die Höhe der Sta­ti­on LP03, die den Erup­ti­ons­zen­tren am nächs­ten liegt, auf dem Niveau bleibt, das sie am 19. Dezem­ber erreicht hat­te. In den übri­gen Sta­tio­nen gibt es kei­ne nen­nens­wer­ten Ver­for­mun­gen, die mit vul­ka­ni­scher Akti­vi­tät in Ver­bin­dung gebracht wer­den kön­nen. Es wird kei­ne Emis­si­on fest­ge­stellt und die Höhe des Kegels wird mit einem Wert von 1.122 m gemessen.

12.30 Uhr – Obwohl die Ther­mo- und die Infra­rot­bil­der an der Ober­flä­che zei­gen, dass die Außen­haut der Lava­schicht nur über 40 Grad ist, sind die Lava­strö­me im Inne­ren immer noch heiß, mit Tem­pe­ra­tu­ren in eini­gen Gebie­ten von über 300 Grad Cel­si­us, wie der For­scher Stav­ros Melit­li­dis vom Natio­nal Geo­gra­phic Insti­tu­te ( IGN) sagt. Es hängt alles von der Höhe des Lava­stroms ab, der in hohen Berei­chen bis zu 80 Meter betra­gen kann.

Von der PEVOLCA wur­de mit­ge­teilt, dass ein Ver­such geplant ist, in eini­gen Lava­be­rei­chen, ver­mut­lich an den Rän­dern mit gerin­ge­rer Dicke, im unte­ren Teil des Ari­da­ne-Tals, ver­suchs­wei­se Mate­ri­al  zu ent­fer­nen. Die­se Tests wer­den nächs­te Woche mit allen Vor­sichts­maß­nah­men in Bezug auf die­se Tem­pe­ra­tu­ren und das mög­li­che Vor­han­den­sein von Gasen beginnen.

15.45 Uhr – So sieht es heu­te am Kra­ter­rand des Vul­kans Cabe­za aus:

18.00 UhrLa Lagu­na soll in der kom­men­den Woche von Lava geräumt wer­den. Irgend­wann müs­sen wir damit begin­nen und was gibt es Schö­ne­res, als zu zei­gen, dass von Lava ver­schüt­te­te Räu­me wie­der­her­ge­stellt wer­den kön­nen, zumin­dest in Berei­chen, in denen ihre Dicke dies zulässt. Das Ort La Lagu­na ist einer die­ser emble­ma­ti­schen Orte des Ari­da­ne-Tals und wird ab dem kom­men­den Mon­tag den „Beginn des Wie­der­auf­baus“ dar­stel­len. So der Prä­si­dent des Cabil­do de La Pal­ma, Maria­no Zapata.

Eben­so erklärt der Prä­si­dent, dass die Ent­fer­nung die­ser Lava von der Fir­ma Rotu­ra­cio­nes Ama­gar durch­ge­führt wird, in Zusam­men­ar­beit mit der UME, die mit Pio­nier-Pan­zern sowie mit dem dafür erfor­der­li­chen Mate­ri­al und Per­so­nal arbei­ten wird. Wäh­rend das IGN dies mit der Droh­ne und mit der Wär­me­bild­ka­me­ra tun wird, „die es uns ermög­licht, die Tem­pe­ra­tur der Lava jeder­zeit zu messen.“

 

Freitag, der 24. Dezember 2021

9.00 Uhr – In der Nacht nur weni­ge Beben. Das stärks­te Erd­be­ben hat­te ML2,5 aus 34 km Tie­fe unter El Paso.

9.15 Uhr – Mal was Hoff­nungs­vol­les. Fro­he Weih­nach­ten aus La Pal­ma. Mei­nen herz­li­chen Dank an alle Kom­men­ta­to­ren und Leser.

 

10.25 UhrMit­tei­lung der IGN – Seit der letz­ten Aus­sa­ge wur­den auf der Insel La Pal­ma 13 Erd­be­ben fest­ge­stellt, von denen kei­nes von der Bevöl­ke­rung zu spü­ren war. Die Magnitu­den lie­gen zwi­schen 1,4 und 2,5 (mbLg). Die Lage der Hypo­zen­tren setzt sich unter dem zen­tra­len Bereich von Cumbre Vie­ja in den glei­chen Berei­chen wie in den Vor­ta­gen fort. 11 Erd­be­ben wur­den in Tie­fen zwi­schen 8 und 21 km und 2 in Tie­fen um 35 km geor­tet. In einer Tie­fe von weni­ger als 8 km wur­de kein Erd­be­ben geor­tet. Das vul­ka­ni­sche Beben setzt sich unbe­merkt fort und hält das seis­mi­sche Rau­schen auf einem Niveau nahe der Zeit vor dem Ausbruch.

Das Netz der per­ma­nen­ten GNSS- Sta­tio­nen der Insel zeigt eine voll­stän­di­ge Umkeh­rung  der Höhe, die am 19. Dezem­ber an der Sta­ti­on LP03, die den Erup­ti­ons­zen­tren am nächs­ten liegt, auf­ge­zeich­net wur­de. In den übri­gen Sta­tio­nen sind kei­ne signi­fi­kan­ten Defor­ma­tio­nen zu beob­ach­ten, die mit vul­ka­ni­scher Akti­vi­tät in Ver­bin­dung gebracht wer­den könn­ten. Wie in den ver­gan­ge­nen Tagen wird kei­ne Emis­si­ons­art bewer­tet und die Höhe des Kegels wird mit einem Wert von 1.122 m gemessen.

12.30 Uhr – Ges­tern auf­ge­nom­me­ne Fotos am neu­en Vul­kan­kra­ter.

12.50 Uhr - Noch ein schlau­er Spruch vom Cabil­do de La Pal­ma: „Musik kann der Draht sein, der Ihr Herz mit Ihrem Gehirn verbindet.“

14.00 UhrGuar­dia CivilDer Schutz der Men­schen in dem von #Erup­ción­La­Pal­ma betrof­fe­nen Gebiet war unse­re Haupt­auf­ga­be wäh­rend des Not­falls. Jetzt müs­sen wir die Tie­re und Kat­zen, die sich noch in der Sperr­zo­ne befin­den, füttern.

16.30 Uhr – Viel­leicht als Anre­gung fürs nächs­te Jahr – ein typi­sches Hei­lig­abend-Essen auf den Kana­ren: Pata Asa­da Canaria

Samstag, der 25. Dezember 2021

9.10 Uhr – Der Vul­kan Cabe­za bleibt auch am Weih­nachts­fei­er­tag ruhig. In der ver­gan­ge­nen Nacht nur eini­ge klei­ne­re Erd­be­ben aus 10 bis 13 Kilo­me­ter Tie­fe. Heu­te soll von der Pevol­ca das offi­zi­el­le Ende der Erup­ti­on ver­kün­det werden.

13.00 Uhr – Der tech­ni­sche Direk­tor von Pevol­ca, Miguel Ángel Mor­cu­en­de, erin­ner­te dar­an, dass es heu­te (Sams­tag) und mor­gen (Sonn­tag) anläss­lich des Weih­nachts­ta­ges kei­ne Beglei­tun­gen in die Sperr­zo­nen geben wird. Dies wird sich am 31. Dezem­ber und 1. Janu­ar 2022 wie­der­ho­len. Eben­so bestand er dar­auf, dass der Zugang zu den eva­ku­ier­ten Berei­chen immer in Beglei­tung erfol­gen muss, die Woh­nun­gen stän­dig gelüf­tet wer­den und min­des­tens 15 Minu­ten abge­war­tet wer­den muss, bis Kel­ler betre­ten wer­den kön­nen.  Dar­über hin­aus erklär­te er, dass es in gerin­gen Tie­fen noch Berei­che mit sehr hei­ßen Lava­mas­sen gibt, deren Tem­pe­ra­tur um 180 Grad schwanken.

13.15 Uhr – Heu­te Abend wer­den vie­le Haus­hal­te auf die neue Ära nach dem Vul­kan ansto­ßen, auf den Wie­der­auf­bau von La Pal­ma, auf die Rück­kehr … weil die gan­ze Fami­lie noch zusam­men ist … weil wir noch leben.

Vie­le ande­re von außer­halb des Hau­ses, die immer noch ver­trie­ben oder geschützt sind, wer­den viel­leicht kei­nen Toast aus­spre­chen, aber sie wer­den in den Köp­fen all derer sein, die kämp­fen und kämp­fen, um ihnen eine mög­lichst nahe Zukunft zurück­zu­ge­ben die sie mit so viel Mühe kul­ti­viert hatten.

15.00 Uhr  – Der für die PEVOLCA zustän­di­ge Minis­ter für öffent­li­che Ver­wal­tung, Jus­tiz und Sicher­heit der kana­ri­schen Regie­rung, Julio Pérez, gab an die­sem Sams­tag den Abschluss des Aus­bruchs des Vul­kans Cabe­za auf der Insel La Pal­ma bekannt. Nach 85 Tagen, aber die Not­fall­maß­nah­men sind damit noch nicht beendet.

16.30 Uhr - Der Not­fall wird auf Stu­fe 2 fort­ge­setzt und es ist wich­tig, wei­ter­hin die Sperr­zo­nen und die vom Not­fall­ma­nage­ment erlas­se­nen Anwei­sun­gen zu respektieren.

16.50 UhrHeu­te sehr spät die Mit­tei­lung der IGN –  Die Obser­va­ti­on, sowohl direkt an der Ober­flä­che als auch aus den Über­wa­chungs­sys­te­men, bestä­ti­gen die Erschöp­fung des Erup­ti­ons­pro­zes­ses , der am 19.09.2021 um 14:11 UTC begann und am 13.12.2021 um 22:21 UTC ende­te und somit andau­er­te 85 Tage und 8 Stun­den . Sei­ne Typo­lo­gie ist eine Strom­bol­sche Fis­sur mit phre­ato­mag­ma­ti­schen Pul­sen. Das Ende der Erup­ti­on muss nicht das Ende eini­ger Gefah­ren im Zusam­men­hang mit dem Vul­kan­phä­no­men bedeu­ten und auch nicht unbe­dingt das Ende der mag­ma­ti­schen Reak­ti­vie­rung in Cumbre Vie­ja. Die Seis­mi­zi­tät , die eine gerin­ge Magnitu­de hat, ist in allen Tie­fen auf sehr nied­ri­gem Niveau. Trotz der aktu­el­len Seis­mi­zi­tät ist das Auf­tre­ten von gefühl­ten Erd­be­ben nicht aus­ge­schlos­sen. Es gibt kein vul­ka­ni­sches Beben in den seis­mi­schen Signalen.

Hin­sicht­lich der Ver­for­mun­gen blei­ben sie in allen Sta­tio­nen des Net­zes ohne Ten­denz. Bei die­ser Erup­ti­on wur­de ein Vul­kan­ke­gel gebil­det , des­sen höchs­ter Punkt auf einer Höhe von 1.121 m über dem Mee­res­spie­gel liegt und sich etwa 200 m über die prä-erup­ti­ve Topo­gra­phie erhebt. Das geschätz­te Volu­men des kon­stru­ier­ten Erup­ti­ons­ke­gels beträgt 34 ​​Mm3 und das geschätz­te Gesamt­vo­lu­men des emit­tier­ten vul­ka­ni­schen Mate­ri­als über­steigt 200 Mm³.

Die maxi­ma­le Höhe der Erup­ti­ons­säu­le wur­de am 13. Dezem­ber erreicht, deren Mes­sung 8.500 Meter über dem Mee­res­spie­gel betrug. 9.090 Erd­be­ben wur­den geor­tet, wobei 5,1 mbLg die maxi­mal auf­ge­zeich­ne­te Magnitu­de und IV‑V die höchs­te auf der EMS-Ska­la erreich­te Inten­si­tät sind. Die wäh­rend des Pro­zes­ses akku­mu­lier­te seis­mi­sche Ener­gie beträgt 6,3 * 10 13 Joule. Die maxi­ma­le Defor­ma­ti­on der Erd­ober­flä­che wur­de am 24. Okto­ber an der Sta­ti­on LP03 auf­ge­zeich­net und betrug 33 cm.

  • Fort­set­zung folgt

 

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