Erhebliche Regenmengen in Cubo de la Galga und Mazo –
In der Nacht ergossen sich kräftige Niederschläge über La Palma. Mit bis zu 57,8 l/m² im Cubo de la Galga (Nordosten) und 22,8 l/m² (bis heute 8.00 Uhr) bei mir in Mazo auf der Ostseite zeigen sich die ersten spürbaren Auswirkungen der frühen Regenphase.
Der Westen und Süden blieben wieder trocken, was das Muster der Nordostpassatwinde widerspiegelt. Der Regen kommt dringend gebraucht und wird auch in den nächsten Tagen abgeschwächt weiter anhalten.

Die Grafik der Niederschlagsverteilung von Apalmet zeigt die ungleiche Verteilung.
Wettermuster und Ursache
Die Bergkette von 1800 bis 2000 Höhenmeter, die die Insel von Nord nach Süd durchzieht, wirkt als Wetterscheide. Während die Wolken sich in maximal 1000 Meter auf der Ostseite stauen und ausregnen, schaffen sie es nicht diese Barriere zu überwinden. Es sind in diesem Jahr frühe Regenfälle, die normal erst ab Mitte/ Ende Oktober zu erwarten sind.
Auch auf La Palma machen sich die Klimaveränderungen bemerkbar, was sich auch in der Temperatur-Entwicklung vom August 2025 z.B. widerspiegelt (siehe meinen Beitrag).
Relevanz für Wasserhaushalt und Landwirtschaft
- Die Natur atmet in der Regenzone spürbar auf
- Der Regen füllt Reservoirs und Grundwasserspeicher wieder auf
- Bewässerung: Die Landwirtschaft kann von der frischen Zufuhr profitieren und ihre Bewässerungspläne sinnvoll anpassen
- Bodenschutz: Lokale Erosionsrisiken beachten, besonders an den Barrancohängen mit kurzem Oberflächenabfluss
- Verstärkte Waldbrandvorsorge
Die Nacht zeigt: La Palma befindet sich in einer dynamischen Regenphase, die je nach Lage unterschiedlich ausfällt.


Sehr interessante und informative Zusammenfassung der Regenfälle auf La Palma. Die Erklärung der Wettermuster und die Auswirkungen auf den Wasserhaushalt sind besonders gut. Wirklich bedenklich, wie sich die Klimaveränderungen bemerkbar machen!