Astrophysiker Stephen Hawking gestorben

Ein gern gesehener Wissenschaftler auf La Palma

Astrophysiker Stephen HawkingDer bri­ti­sche Kos­mo­lo­ge und Astro­phy­si­ker Ste­phen Haw­king ist im Alter von 76 Jah­ren gestor­ben.

Einer der größ­ten Wis­sen­schaft­ler der Gegen­wart und Visio­när für kos­mi­sche Zusam­men­hän­ge. Mehr­mals weil­te der Astro­phy­si­ker Ste­phen Haw­king auf der Insel La Pal­ma. Letzt­mals im Jah­re 2016 mit dem Kreuz­fahrt­schiff Bri­tan­nia (Fotos Starmus/ IAC). Sie­he auch mei­nen Bei­trag “Astro­nom Ste­phen Haw­king ein Genie auf La Pal­ma “.

Haw­king ein Genie wie Albert Ein­stein, der Ein­steins All­ge­mei­ne Rela­ti­vi­täts­theo­rie mit der Quan­ten­phy­sik zusam­men füg­te und zu dem Schluss kam, dass die Gra­vi­ta­ti­ons­kraft der Schlüs­sel zu allem sei.

Das Uni­ver­sum habe sich selbst aus dem Nichts geschaf­fen, ganz ohne Gott - Zitat

Es erscheint sym­bo­lisch, dass er an Kep­lers Geburts­tag gebo­ren wur­de, 300 Jah­re spä­ter an Ein­steins Geburts­tag ver­starb und wie Ein­stein 76 Jah­re alt wur­de.

Es exis­tie­ren mas­sen­wei­se Par­al­lel­uni­ver­sen – eine wei­te­re The­se des Astro­phy­si­ker Ste­phen Haw­king. In jedem Uni­ver­sum gel­ten ande­re Natur­ge­set­ze, die durch Quan­ten­fluk­tua­tio­nen (Teil­chen-Anti­teil­chen-Paa­re, die ent­ste­hen und wie­der zer­fal­len) im Früh­sta­di­um jedes Uni­ver­sums zufäl­lig fest­ge­legt wor­den sei­en.

Astrophysiker Stephen Hawking hatte Visionen

Astrophysiker Stephen Hawking

Vie­le Ehrun­gen und Aus­zeich­nun­gen wur­den ihm ver­lie­hen. Den Nobel-Preis hat Haw­king jedoch nie erhal­ten. Auf dem Bild mit dem rus­si­schen Kos­mo­nau­ten Ale­xei Leo­nov (mit Medail­le) und rechts dane­ben Bri­an May (mit baro­cker Haar­pracht).   

Ja – Bri­an May der ehe­ma­li­ge Lead­gi­tar­rist der Rock­band Queen. Auch ein alter Bekann­ter auf La Pal­ma. Er hat­te auf dem Obser­va­to­rio del Roque de los Much­achos auf La Pal­ma sei­ne Dok­to­ran­den-Zeit als Astro­phy­si­ker ver­bracht.

Als theo­re­ti­scher Phy­si­ker und Mathe­ma­ti­ker hat Ste­phen Haw­king für die Wis­sen­schaft vie­le The­sen und noch mehr Fra­gen auf­ge­wor­fen. Hier auf La Pal­ma wird mit den gro­ßen Tele­sko­pen nun ver­sucht den Theo­ri­en auch nach­prüf­ba­re Fak­ten und Bewei­se fol­gen zu las­sen.

Beispiel “Schwarzes Loch”

Ein Schwar­zes Loch ist ein Objekt, das in sei­ner unmit­tel­ba­ren Umge­bung eine so star­ke Gra­vi­ta­ti­on erzeugt, dass weder Mate­rie noch Infor­ma­ti­on die­se Umge­bung ver­las­sen kann –  Das war bis­her die gül­ti­ge Lehr­mei­nung in der Astro­phy­sik nach Albert Ein­stein.

Haw­king Theo­rie: „Die grund­le­gen­de Bot­schaft ist, dass Schwar­ze Löcher doch nicht so schwarz sind, wie sie gemalt wer­den. … Es sind kei­ne ewi­gen Gefäng­nis­se, wie wir frü­her dach­ten. Din­ge kön­nen aus einem Schwar­zen Loch wie­der her­aus­fin­den.“

Und tat­säch­lich wur­den hoch­en­er­ge­ti­sche rote Blit­ze von der Leucht­kraft hell wie tau­send Son­nen beim Ver­las­sen eines Schwar­zen Loches beob­ach­tet. Astro­no­men auf La Pal­ma ent­deck­ten mit der Ultra­fast-Cam am eng­li­schen Her­schel Tele­skop im Som­mer 2015 ener­gie­rei­che Strah­len­aus­brü­che und konn­ten sie auf­zeich­nen. Sie­he auch hier­zu ” Schwar­zes Loch: Astro­phy­sik auf den Kopf gestellt? 

Viel Arbeit für die For­scher die ihnen der Astro­phy­si­ker Ste­phen Haw­king hin­ter­las­sen hat. Ein Visio­när der etwas anders tick­te und der Zeit um eini­ge Schrit­te vor­aus war.

Astrophysiker Stephen HawkingAls ers­tem Men­schen wur­de Ste­phen Haw­king bei sei­nem letz­ten Besuch auf La Pal­ma vom Bür­ger­meis­ter das ” Est­rel­la del Paseo de la Cien­cia de San­ta Cruz de La Pal­ma ” (Stern der Wis­sen­schaft) ver­lie­hen.

Ein Pflas­ter­stein der heu­te die Ave­n­i­da de Mari­ti­ma in der Insel­haupt­stadt schmückt. Nach ihm kam auch der Kos­mo­naut Ale­xei Leo­nov und der Nobel­preis­trä­ger für Phy­sik, der japa­ni­sche Takaa­ki Kaji­ta, zu die­ser Ehre.

…und noch eine Theo­rie von Ste­phen Haw­king – kurz vor sei­nem Tode – die mir wich­tig erscheint:

Die größ­te Gefahr für die Mensch­heit sei die Mensch­heit selbst. In die­sem Zusam­men­hang erneu­er­te er sei­ne For­de­rung, wei­te­re Him­mels­kör­per im Son­nen­sys­tem zu besie­deln, um das Aus­ster­ben der Men­schen zu ver­hin­dern. Die­se Kolo­ni­en könn­ten aber frü­hes­tens in einem Jahr­hun­dert unab­hän­gig von der Erde exis­tie­ren, des­halb soll­te die Mensch­heit in die­sem Zeit­raum beson­ders vor­sich­tig sein.



Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei