Seemannsträume und Meeresfieber

Seemannsträume

Bleib deinen Träumen auf der Spur -

See­mann­sträu­me oder die Sehn­sucht nach Meer und Wei­te. Die Frei­heit und Unend­lich­keit ist das Ver­lan­gen vie­ler Men­schen. Ob als Pas­sa­gier auf einem gro­ßen Kreuz­fahrt­schiff oder als See­mann mit einem klei­nen Segel­boot oder auf einem Klipper.

Seemannsträume

Wie David und Goli­ath tref­fen sich in der Beför­de­rungs­art hier zwei Wel­ten. Die Pas­sa­gie­re von AID­A­stel­la und Mein Schiff 1 auf ihrem schwim­men­den Luxus­ho­tel und die Seg­ler-Besat­zung auf ihrer Nuss­scha­le. Beob­ach­tet am Mor­gen im Hafen von San­ta Cruz de La Palma.

Nichts als eine Plan­ke befin­det sich zwi­schen dem See­mann und der Ewig­keit. Das klei­ne Segel­boot als Mit­tel zum Zweck und dahin­ter der mons­trö­se Kabi­nen­auf­bau eines moder­nen Kreuz­fahrt­schif­fes. Wäh­rend die einen es sich am reich­hal­ti­gen Früh­stücks­buf­fet bei der Aus­wahl ihrer Bekös­ti­gung schwer tun, rackert die sechs­köp­fi­ge Besat­zung um einen siche­ren Anle­ge­platz für ihre Jolle.

Die Sehn­sucht nach Süden, dem Licht und dem Meer war für bei­de sicher das Motiv und der Antrieb sich auf den wei­ten Atlan­tik zu wagen. Bei­de wer­den auch ihre ange­streb­ten See­zie­le errei­chen. Auf dem Luxus­li­ner der Gast im Lie­ge­stuhl am Pool in ent­spann­ter Atmo­sphä­re und die Segel­mann­schaft als mit­ar­bei­ten­de Mit­seg­ler im Schwei­ße ihres Angesichts.

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Kei­ner will sicher mit dem ande­ren tau­schen. Jeder erlebt auf sei­ne Art sein Aben­teu­er auf dem Meer. See­mann­sträu­me in der durch­or­ga­ni­sier­ten Gemein­schaft mit wei­te­ren 3000 Kreuz­fah­rern oder haut­nah mit den Natur­ge­wal­ten, den lau­ern­den Gefah­ren und Lau­nen des Atlan­tik. Die Stei­ge­rung vom ein­fa­chen Leben auf See wäre jetzt noch das dahin „düm­peln“ in einem Fass wie es zur Zeit der Fran­zo­se Jean-Jac­ques Savin wagt.

Die wahren Seemannsträume bleiben auf der Strecke

Inter­es­sant ist dabei auch, wie sich in den letz­ten Jah­ren die Kreuz­fahrt­schif­fe ent­wi­ckelt haben.

Im Jah­re 1996 war die Aida­ca­ra mit 38.558 BRZ und 1000 Pas­sa­gie­ren das größ­te deut­sche Kreuz­fahrt­schiff. Heu­te ist es die AID­A­no­va mit mehr als 180.000 BRZ und Platz für gut 6000 Pas­sa­gie­re. Bei­de Kreuz­fahrt­schif­fe sind zur Zeit auf den Kana­ri­schen Inseln unterwegs.

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Die AID­A­stel­la gehört dabei noch zur mitt­le­ren Kate­go­rie mit 2700 Pas­sa­gie­ren. Auch auf ihr ist von der klas­si­schen Kreuz­fahrt nicht mehr viel zu spü­ren. Events, Attrak­tio­nen, Fit­ness, Well­ness – nur noch ein schwim­men­der Frei­zeit­park. Für den moder­nen Men­schen ein moder­nes Schiff.

Solan­ge das Inter­es­se an die­ser Art von Kreuz­fahr­ten anhält, treibt die Ree­de­rei-Indus­trie immer neue Blü­ten und ver­sucht sich gegen­sei­tig zu über­trump­fen. Eine Mode­er­schei­nung wie sie auch beim Ten­nis oder dem Gol­fen zu beob­ach­ten war.

Bis zum Ende der Mast­spit­ze – erst dann wird man sich an den eigent­li­chen Sinn der See­fahrt wie­der erin­nern und hof­fent­lich klei­ne­re Schif­fe bau­en. Mas­sen­ver­an­stal­tun­gen gehö­ren dann der Ver­gan­gen­heit an und etwas mehr Flair und See­mann­sträu­me wer­den die Ober­hand gewinnen.

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