Unheimlicher Osterbrauch auf La Palma

Unheimlicher Osterbrauch

Traditionelle Prozessionen in der Semana Santa -

Ein unheim­li­cher Oster­brauch aus dem 17. Jahr­hun­dert der das Blut gefrie­ren lässt.

In der Sema­na San­ta (Oster­wo­che) kann in San­ta Cruz de La Pal­ma ein Ritu­al aus der Zeit der Kon­quis­ta­do­ren beob­ach­tet wer­den. Mit furcht­ein­flö­ßen­den Gewän­dern wer­den unter mono­to­nen Trom­mel­schlä­gen von Geheim­bün­den christ­li­che Sym­bo­le zu den Kir­chen gebracht (Fotos Ayun­ta­mi­en­to SCdLP).

Unheimlicher Osterbrauch

Kreu­ze oder Hei­li­gen­fi­gu­ren aus dem Katho­li­zis­mus  wer­den nach stren­gen Sit­ten und fest­ge­leg­ten Pro­gramm­ab­läu­fen durch die engen Gas­sen der his­to­ri­schen Alt­stadt getra­gen. Der nach­ge­stell­te Lei­dens­weg Chris­ti wird sym­bo­lisch seit Jahr­hun­der­ten in San­ta Cruz de La Pal­ma gepflegt. Meh­re­re katho­li­sche Bru­der­schaf­ten in unter­schied­li­chen Roben zie­hen am Tage und in der Nacht durch die Stra­ßen.

Der unheim­li­che Oster­brauch dient der Iden­ti­täts- und Inte­gra­ti­ons­stif­tung und wirkt sich gemein­schafts­bil­dend für die Bün­de aus. Als Bewah­rer der Tra­di­ti­on und der inni­gen Ver­bun­den­heit zu ihrer Reli­gi­on wird nur in der Sema­na San­ta öffent­lich das mit­tel­al­ter­li­che Ritu­al zele­briert.

Unheimlicher Osterbrauch aus der Zeit der katholischen Könige

Gru­se­lig und fast dämo­nisch wir­ken die Auf­zü­ge und erin­nern an den Ein­fluss und die Macht der Kir­che wäh­rend der Zeit der Reyes Cató­li­cos in der kas­ti­li­schen Herr­schaft­zeit.  Fer­di­nand und Isa­bel­la durch die Gna­de Got­tes König und Köni­gin von Kas­ti­li­en und auch der Kana­ri­schen Inseln. Wahr­schein­lich hat sich spä­ter der erst 1865 gegrün­de­te Ku-Klux-Klan die Klei­der­ord­nung genau ange­schaut und dann über­nom­men.

Unheimlicher Osterbrauch

Ziel­punkt der Trau­er­mär­sche ist meist die Stadt­kir­che Igle­sia Matriz de El Sal­va­dor (Erlö­ser­kir­che) an der Pla­za de España im Her­zen der Haupt­stadt. Eini­ge Bru­der­schaf­ten schlei­fen Ket­ten um ihre nack­ten Füße geschlun­gen über das Pflas­ter. Die Bus­se und der Lei­dens­weg Jesus wird dra­ma­tisch in Sze­ne gesetzt. Mehr dazu auch „Schau­ri­ge Oster-Ritua­le“

Bewahr­te Tra­di­ti­on in his­to­ri­scher Kulis­se. Das macht San­ta Cruz de La Pal­ma auch heu­te aus. Dar­um lie­be ich die Haupt­stadt. Der Glau­be, die Gott Hörig­keit und alte Gepflo­gen­hei­ten sind hier tief ver­wur­zelt. Man braucht etwas tie­fe­ren Ein­blick und muss sich auch damit beschäf­ti­gen, um das pal­me­ri­sche Den­ken und Han­deln und dar­aus resul­tie­ren­de Reak­tio­nen heu­te zu ver­ste­hen.

Unheimlicher Osterbrauch

Auch der alte Geheim­bund der Frei­mau­rer mit der Loge Abora 87  ist auf La Pal­ma im ver­bor­ge­nen aktiv. Sie­he dazu mei­nen Bei­trag vom Sep­tem­ber 2016.



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