Cabeza-Eruption nach 86 Tagen am Ende

Lavastrom - Cabeza-Eruption

Die Hoffnung stirbt zuletzt – jetzt reicht es !

Die Cabe­za-Erup­ti­on hat mit dem 14. Dezem­ber 2021 ihr Ende gefun­den. Seit die­sem Zeit­punkt zeigt der Vul­kan kei­ne Akti­vi­tät mehr. Nur noch Dämp­fe und Aus­ga­sun­gen am Kegel und den vie­len Lava­strö­men bis zum Meer sind zu beob­ach­ten. Gele­gent­lich noch klei­ne­re Beben als Nach­we­hen. Das stärks­te Erd­be­ben ges­tern Abend um 22.29 Uhr mit ML3,5 aus 36 Kilo­me­ter Tiefe.

Alles zum Sams­tag, dem 18.12.21 auf die­ser Sei­te wei­ter unten

10 Tage will die IGN jetzt abwar­ten um die Cabe­za-Erup­ti­on abzu­schlie­ßen. Mit 86 Tagen wäre es damit der längs­te Vul­kan­aus­bruch in der jün­ge­ren Geschich­te von La Pal­ma. Die Läh­mung der vul­ka­ni­schen Akti­vi­tät in Cumbre Vie­ja setzt sich nach den von den Mess­sys­te­men und der Ober­flä­chen­be­ob­ach­tung gelie­fer­ten Indi­ka­to­ren fort, die die Ten­denz zur „Erschöp­fung“ des Vul­kans bestä­ti­gen. So die Direk­to­rin der IGN María José Blan­co gestern.

Noch gibt es eine gerin­ge Wahr­schein­lich­keit der Wie­der­be­le­bung, da Vul­ka­ne unbe­re­chen­bar sind. Aus den Lava­r­öh­ren fließt immer noch über 400 Grad hei­ße Lava ins Meer aus. Es sind die in den Lava­strö­men gespei­cher­ten Lava­mas­sen, die sich lang­sam ent­lee­ren und dann spä­ter im erkal­te­ten Zustand inter­es­san­te Höh­len hin­ter­las­sen. In eini­gen Jah­ren ein span­nen­des For­schungs­feld für Höh­len­for­scher und Entdecker.

Dann kommt die Zeit nach der Cabeza-Eruption

Erst wenn das gan­ze Gebiet abge­kühlt, sicher und von der Pevol­ca frei­ge­ge­ben ist, wird das gro­ße Erwa­chen kom­men. Nichts wird mehr so wie noch vor 3 Mona­ten sein. Eine kom­plet­te Land­schafts­ver­än­de­rung im Wes­ten wird den Betrach­ter erwar­ten. Dort wo frü­her Dör­fer und Häu­ser stan­den, jetzt alles eine Lavawüste.

Feh­len­de Stra­ßen, kaum noch Infra­struk­tur, nur noch Pflan­zen­in­seln und vie­le Ecken nur noch zu Fuß erreich­bar. Für mich sicher sehr span­nend. Die Sor­gen und das Elend der ehe­ma­li­gen Bewoh­ner, die alles ver­lo­ren haben, bleibt nur zu erah­nen. Eine Kata­stro­phe, die sich abge­zeich­net hat und jetzt erbar­mungs­los zuge­schla­gen hat. Die Natur hat ihre Geset­ze und nimmt auf den Mensch, der nur Teil die­ser Kraft ist, kei­ne Rücksicht.

Ich wer­de eine Fami­lie aus­fin­dig machen, die alles ver­lo­ren hat und drin­gend Unter­stüt­zung benö­tigt. Wie bereits in älte­ren Bei­trä­gen erwähnt, wer­de ich deren Schick­sal vor­stel­len und deren Kon­to­num­mer ver­öf­fent­li­chen. Dann kommt die Hil­fe auch dort an, wo sie am drin­gends­ten gebraucht wird. Ich den­ke, das ist auch im Sin­ne vie­ler Leser.

 

11.20 UhrMit­tei­lung der IGN – Seit der letz­ten Aus­sa­ge wur­den auf der Insel La Pal­ma ins­ge­samt 96 Erd­be­ben geor­tet, von denen zwei von der Bevöl­ke­rung zu spü­ren waren. Die maxi­ma­le auf­ge­zeich­ne­te Magnitu­de beträgt 3,5 (mbLg), was dem gest­ri­gen Erd­be­ben um 22:29 UTC in einer Tie­fe von 36 km ent­spricht. Die mini­ma­le Magnitu­de des loka­li­sier­ten Erd­be­bens betrug 1,1 mbLg. Die Seis­mi­zi­tät, die sich unter dem zen­tra­len Gip­fel befin­det, bleibt in den glei­chen Berei­chen wie in den Vor­ta­gen. Die Erd­be­ben wer­den haupt­säch­lich in zwei Grup­pen ein­ge­teilt, 46 der Erd­be­ben befin­den sich zwi­schen 8 und 16 km Tie­fe und 47 Erd­be­ben in Tie­fen von mehr als 30 km. Eben­so wur­den in dem Gebiet 3 fla­che Erd­be­ben mit einer Tie­fe von weni­ger als 3 km fest­ge­stellt. In den letz­ten 24 Stun­den wur­de in den Auf­zeich­nun­gen kein vul­ka­ni­sches Beben beob­ach­tet, wodurch das seis­mi­sche Rau­schen auf einem Niveau nahe der Zeit vor dem Aus­bruch gehal­ten wur­de. Seit dem Ende des vul­ka­ni­schen Tre­mor­si­gnals am 13. Dezem­ber um 22.20 Uhr wur­den neben loka­li­sier­ten vul­kan­tek­to­ni­schen Erd­be­ben wei­ter­hin nie­der­fre­quen­te Ereig­nis­se (LP) erfasst.

Das Netz der per­ma­nen­ten GNSS-Sta­tio­nen der Insel weist kei­ne signi­fi­kan­ten Ver­for­mun­gen auf, die mit vul­ka­ni­scher Akti­vi­tät in Ver­bin­dung gebracht wer­den könn­ten. Ange­sichts des um 08:45 UTC kali­brier­ten Bil­des ist kei­ne Emis­si­ons­art zu erken­nen. Die Höhe des Kegels wird mit einem Wert von 1.122 m gemessen.

12.15 Uhr – Unser Vul­kan Cabe­za um 11.00 Uhr

12.35 UhrUnd hier das berühm­te Vul­kan­haus. Wenn Du Dich erin­nerst, wur­de vor Wochen im Innen­hof eines zwei­stö­cki­gen Hau­ses ein Erup­ti­ons­mund geöff­net, ein Lava­strom der den Fried­hof von Las Man­chas flu­te­te. Wahr­schein­lich war es eine Lava­tu­be die Unmen­gen von Mate­ri­al förderte.

 

14.10 Uhr - Bei nicht sicht­ba­ren vul­ka­ni­schen Gas­emis­sio­nen spie­gelt die dif­fu­se Emis­si­on von Koh­len­di­oxid (CO2) in Ver­bin­dung mit den 220 km² des Vul­kan­sys­tems Cumbre Vie­ja wei­ter­hin eine Emis­si­on wider, die höher ist als der Durch­schnitts­wert der Hin­ter­grund­wer­te (B ) und wäh­rend ges­tern war die­se dif­fu­se Emis­si­on das 9,3‑fache des Durch­schnitts der Hin­ter­grund­wer­te (9,3 x B). Die­se dif­fu­se Emis­si­on wird nach Aus­wer­tung und Inte­gra­ti­on von Hun­der­ten von dif­fu­sen CO2-Strö­mungs­mes­sun­gen geschätzt, die an Beob­ach­tungs­punk­ten im gesam­ten Vul­kan­ge­bäu­de von Cumbre Vie­ja durch­ge­führt werden.

Aus die­sem Grund kön­nen die­se dif­fu­sen CO2-Emis­sio­nen in eini­gen spe­zi­fi­schen Gebie­ten von Cumbre Vie­ja eine Gefahr für den Men­schen dar­stel­len, solan­ge hohe Wer­te des dif­fu­sen CO2-Flus­ses in schlecht belüf­te­ten Gebie­ten und / oder in Höhen unter einem Meter des Boden als Fol­ge einer mög­li­chen Ansamm­lung von CO2 und einer Abnah­me des Sauer­stoffs (O2) in der Luft. Lei­der kam ges­tern kein Kom­men­tar eines Fachmannes.

18.15 Uhr - Mehr als tau­send Fami­li­en aus Taju­ya und Ten­di­ña waren eine Woche ohne Inter­net. Jetzt scheint das Pro­blem gelöst zu sein.

 

Samstag, der 18. Dezember 2021

8.50 Uhr - Ruhi­ge Nacht mit nur ver­ein­zelt leich­ten Erd­be­ben. Am Vul­kan Cabe­za sind nur wenig auf­stei­gen­de Wol­ken aus Was­ser­dampf und Gasen zu beob­ach­ten. Er scheint tat­säch­lich über­stan­den zu sein.

10.50 Uhr – Bild von heu­te um 10.00 Uhr kana­ri­scher Zeit aus Los Lla­nos de Aridane

11.20 UhrMit­tei­lung der IGN – Seit der letz­ten Aus­sa­ge wur­den auf der Insel La Pal­ma ins­ge­samt 40 Erd­be­ben geor­tet, kei­nes die­ser Erd­be­ben war von der Bevöl­ke­rung zu spü­ren. Die maxi­ma­le auf­ge­zeich­ne­te Magnitu­de  beträgt 2,8 (mbLg), was den gest­ri­gen Erd­be­ben um 11:31 und 14:54 UTC in einer Tie­fe von 33 bzw. 14 km ent­spricht. Die mini­ma­le Magnitu­de des loka­li­sier­ten Erd­be­bens betrug 0,9 mbLg. Die Seis­mi­zi­tät, die sich unter dem zen­tra­len Gip­fel befin­det, bleibt in den glei­chen Berei­chen wie in den Vor­ta­gen. Die Erd­be­ben wer­den haupt­säch­lich in zwei Grup­pen ein­ge­teilt, 22 der Erd­be­ben befin­den sich in einer Tie­fe von 7 bis 16 km und 15 Erd­be­ben in einer Tie­fe von mehr als 30 km. Eben­so wur­den in dem Gebiet 3 fla­che Erd­be­ben mit einer Tie­fe von weni­ger als 4 km fest­ge­stellt. In den letz­ten 24 Stun­den wur­de in den Auf­zeich­nun­gen  kein vul­ka­ni­sches Beben beob­ach­tet, wodurch das seis­mi­sche Rau­schen auf einem Niveau nahe der Zeit vor dem Aus­bruch gehal­ten wur­de. Seit dem Ende des vul­ka­ni­schen Tre­mor­si­gnals am 13. Dezem­ber um 22.20 Uhr wur­den neben loka­li­sier­ten vul­kan­tek­to­ni­schen Erd­be­ben wei­ter­hin nie­der­fre­quen­te Ereig­nis­se (LP) erfasst.

Das Netz der per­ma­nen­ten GNSS- Sta­tio­nen der Insel weist kei­ne signi­fi­kan­ten Ver­for­mun­gen auf, die mit vul­ka­ni­scher Akti­vi­tät in Ver­bin­dung gebracht wer­den könn­ten. Ange­sichts des um 08:45 UTC kali­brier­ten Bil­des ist kei­ne Emis­si­ons­art zu erken­nen. Die Höhe des Kegels wird mit einem Wert von 1.122 m gemessen.

14.50 Uhr - Die Voting Funk­ti­on in den Kom­men­ta­ren ist jetzt abge­schal­tet. Jeder Kom­men­tar ist wich­tig und bringt zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen. Den Que­ru­lan­ten, Trolls und sons­ti­gen Stö­rern ist jetzt eine wei­te­re Spiel­wie­se ver­lo­ren gegan­gen. Ich habe es satt, dass hoch­wer­ti­ge Kom­men­ta­re ab gevo­tet wer­den, obwohl sie teil­wei­se trotz ande­rer Mei­nung hilf­reich sind. Wer einen sach­dien­li­chen Kom­men­tar ein­stellt, wird auch veröffentlicht.

15.30 Uhr – Die wich­tigs­te der meteo­ro­lo­gi­schen Vor­her­sa­gen für die nächs­ten 24 Stun­den ist die Ankunft einer Atlan­tik­front am heu­ti­gen Nach­mit­tag. Die­se Front wird bis zum frü­hen Sonn­tag­mor­gen anhal­ten­de und lokal mäßi­ge Nie­der­schlä­ge hin­ter­las­sen. Es wird erwar­tet, dass mit dem Vor­bei­zie­hen der Front der Wind aus SW mit Böen von  lokal 60 – 70 km / h errei­chen oder über­schrei­ten kann.

16.30 Uhr - Gesucht wird von Sabi­ne eine Droh­nen­auf­nah­me oder die Adres­se des Anbie­ters der Auf­nah­men zur Ver­fü­gung stellt. Sabi­ne schreibt: „Eine Fra­ge: Wis­sen Sie, ob es eine aktu­el­le Droh­nen­auf­nah­me vom eva­ku­ier­ten Gebiet Las Man­chas gibt? Oder Ansprech­part­ner, die man beauf­tra­gen könn­te? Wir benö­ti­gen es als Nach­weis für Schä­den. Wäre nett, wenn Sie ins Wei­ter­hel­fen könnten.“

Es gab eine offi­zi­el­le Sei­te, über die in den Kom­men­ta­ren dis­ku­tiert wur­de. Ich kann sie nicht mehr fin­den. Viel­leicht kann sie einer unse­rer Spe­zia­lis­ten auf­spü­ren – Danke.

Die­se Droh­nen­auf­nah­me ist bekannt:

17.40 Uhr – Ein INVOL­CAN-Team ist ges­tern auf einen der Kra­ter des Vul­kans gestie­gen, um mit der Über­wa­chung der fuma­ro­li­schen Akti­vi­tät zu beginnen.

  • Fort­set­zung folgt

 

Wetteraussichten für La Palma



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