Warum scheitern so viele Auswanderungen?

Auswanderungen

Auswanderungen enden oft im Fiasko -

AuswanderungenDer Gedan­ke, jeden Mor­gen vom  Mee­res­rau­schen geweckt zu wer­den und den Tag am Strand in ent­spann­ter und läs­si­ger Atmo­sphä­re zu ver­brin­gen, ist ja auch verlockend.
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Son­ne, Strand und Meer und ein­fach so in den Tag hin­ein zu leben. Eine Urlaubs­idyl­le wie wir sie alle lieben.
Aber auch dau­ernd dort zu leben und in den All­tag ein­zu­tau­chen, hat nichts mit roman­ti­schen Vor­stel­lun­gen von Easy-Living, klei­nen Ent­beh­run­gen, dem Glück im Ein­fa­chen oder Ursprüng­li­chen, zu tun.
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Die Fata-Morgana weicht und die Routine hält Einzug

Sehr schnell wird der Aus­wan­de­rer von der nack­ten Rea­li­tät in das wah­re Leben zurück geholt. Gibt es genü­gend Erspar­nis­se oder eine lau­fen­de Ein­nah­me­quel­le ist die Nor­ma­li­tät mit all ihrer Mono­to­nie leicht zu ertra­gen und macht Spaß.

Fehlt aber das nöti­ge Klein­geld, kommt schnell Ner­vo­si­tät und ein Hauch von End­zeit­stim­mung auf. Auch hier gibt es nur Bröt­chen gegen bares. Nicht über­all war­tet der nächs­te Job bereits um die Ecke. Schlech­te Bezah­lung, vie­le Über­stun­den und eine stumpf­sin­ni­ge Auf­ga­be war eigent­lich nicht das gewünsch­te Ziel.

Dann machen wir uns einfach Selbständig!

Ohne unter­neh­me­ri­sche Erfah­rung und aus­rei­chen­de Markt­kennt­nis­se z.B. zu ver­su­chen, eine Bar, Bäcke­rei, deut­sche Metz­ge­rei oder eine klei­ne Mode­bou­tique an der Strand­pro­me­na­de zu grün­den, kann nicht gelin­gen. Zwar gibt es schö­ne Bei­spie­le erfolg­rei­cher Hand­wer­ker, doch kom­men auf jeden selb­stän­di­gen Bäcker, Metz­ger oder Restau­rant-Besit­zer zahl­rei­che geschei­ter­te Existenzen.

Spon­ta­ne „Ich bin nur mal kurz weg“-Auswanderer kom­men genau­so, wie rund 70 Pro­zent auch geschei­ter­ter Umsied­ler, schnell wie­der zurück nach Deutsch­land. Aus­wan­de­rung wird, wie man in einer Viel­zahl von Doku­so­aps (Mein neu­es Leben XXL/ Good­bye Deutsch­land) bestau­nen kann, von eini­gen Aben­teu­rer als Event und Aus­nah­me­si­tua­ti­on im Leben betrach­tet. Nur zum amü­sie­ren und nicht zum nach­ah­men geeignet.

Ande­re Men­schen zie­hen zur Wah­rung und Erhö­hung ihrer Lebens­qua­li­tät erst als Rent­ner in frem­de Län­der. Die all­ge­mei­ne Zunah­me an Mobi­li­tät und der rela­ti­ve Wohl­stand unse­rer Gesell­schaft machen es möglich.

Auswanderungen

Aus­wan­dern bedeu­tet nicht nur, die Kof­fer zu packen und ins nächs­te Flug­zeug zu stei­gen – es gibt zu vie­le Stol­per­stei­ne, die den Lebens­traum zu Fall brin­gen kön­nen. Dem All­tag und der Hei­mat ent­flie­hen löst meist nicht so ein­fach das Problem.

Wich­tig bei jeder Aus­wan­de­rung ist die rich­ti­ge Orga­ni­sa­ti­on und Vor­be­rei­tung. Doch selbst mit der bes­ten Pla­nung kön­nen immer noch unvor­her­seh­ba­re Ereig­nis­se plötz­lich alles in Fra­ge stellen.

Hier noch eine klei­ne Umfra­ge unter den Lesern:

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4 Kommentare zu "Warum scheitern so viele Auswanderungen?"

  1. Es gibt Men­schen wie ich, die lie­ben die Son­ne, auch bei gut 30°C Eben­so brauch ich Mit­tags mei­ne Siesta.
    Das nenn ich als Rent­ner aus Öster­reich Lebensqualität.
    Trotz­dem wer­de ich den Kon­takt in die alte Hei­mat halten.

  2. Und genau das macht ins­be­son­de­re La Pal­ma, aber auch ein paar weni­ge ande­re Inseln der Kana­ren, für mich so attrak­tiv: hier gibt es Wet­ter und grü­ne Vege­ta­ti­on statt aus­schließ­lich Son­ne pur! Oft sind sogar mehr Wol­ken und Regen anzu­tref­fen als gewünscht. Ja, sogar eine Schnee­ball­schlacht ist mög­lich! Wer­den die Tem­pe­ra­tu­ren auf Mee­res­hö­he uner­träg­lich, bewegt man sich ein paar hun­dert (oder auch tau­send) Meter höher. La Pal­ma als die am steils­ten auf­ra­gen­de Insel welt­weit bezo­gen auf die Grund­flä­che macht das im Hand­um­dre­hen mög­lich. Der Hit­ze ist man so schnell entronnen…

  3. Die Son­ne kann schlim­mer als Käl­te, Wol­ken und Regen sein. War­um zie­hen sich wohl die meis­ten Süd­län­der in der Mit­tags­hit­ze in ihre Häu­ser zurück?
    Schwer für einen Nord­eu­ro­pä­er zu ver­ste­hen. Alles was zu viel ist, wird mit der Zeit lästig.

  4. Karl Matthes | 29. Juni 2018 um 9:53 | Antworten

    Ich bin aus Kam­bo­dscha zurück­ge­kom­men weil ich die vie­le Son­ne leid gewor­den bin.

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