Seizmität und Vulkanaktivität steigt an

Lavastrom - Seizmität

Wieder reichlich Lavaströme und Seizmität -

Die Seiz­mi­tät um den Vul­kan Cabe­za steigt seit der ver­gan­ge­nen Nacht wie­der kräf­tig an. Allein seit Mit­ter­nacht wur­den über 90 Erd­be­ben regis­triert. Dar­un­ter ein Beben der Stär­ke ML4,7 um 7.17 Uhr aus 35 Kilo­me­ter Tie­fe bei Fuencaliente.

Vulkan - Seizmität

Sowohl in der obe­ren Mag­ma­kam­mer in 10–15 Kilo­me­ter Tie­fe, als auch im Bereich der Haupt­kam­mer in 30–37 km Tie­fe ist eine rege Beben­tä­tig­keit zu ver­zeich­nen. Ent­spre­chend kräf­tig ist heu­te Mor­gen auch der Lava­aus­fluß am Vulkan.

Alles zum Don­ners­tag, dem 18.11.21 hier auf der Sei­te wei­ter unten

Tot­ge­sag­te leben ein­fach län­ger. Auch wenn die IGN weni­ger Gas­aus­trit­te und einen Rück­gang der Ober­flä­chen­ver­for­mung ver­mel­den kann, bäumt sich Cabe­za noch ein­mal kräf­tig auf. Ich den­ke in 2 Wochen bis Ende Novem­ber wird er sein Pul­ver dann aber ver­schos­sen haben.

Vulkanenergie könnte La Palma 1000 Jahre mit Strom versorgen

Nach einer Berech­nung oder bes­ser Schät­zung der Invol­can, liegt die erzeug­te Ener­gie, die mit dem aktu­el­len Erup­ti­ons­pro­zess vom Vul­kan Cabe­za bis heu­te ver­bun­den ist, in der Grö­ßen­ord­nung von 286,2 Tera­watt­stun­den (TWh).

Das ent­spricht dem 35,9- bzw. 1.158,7‑fachen des Strom­be­darfs der Kana­ri­schen Inseln bzw. La Pal­ma im Jahr 2020. Dann hät­ten wir aus­ge­sorgt und unser Ener­gie­pro­blem wäre auf lan­ge Zeit erle­digt. Lei­der sind das nur theo­re­ti­sche Vor­stel­lun­gen, da die tat­säch­li­che Nut­zung und Spei­che­rung so nicht mög­lich ist.

Viel­leicht kann aber in einem ange­mes­se­nen Zeit­raum an einer hei­ßen Öff­nung des Vul­kans noch ein Ei gebra­ten wer­den.  Am Vul­kan Tene­guia von 1971 in Fuen­ca­li­en­te war das über 20 Jah­re nach Erup­ti­ons­en­de damals noch möglich.

Kom­men­ta­re: Noch­mals die Bit­te – Hier schrei­ben nur höf­li­che Men­schen zu sach­be­zo­ge­nen The­men. Kei­ne Belei­di­gung, kei­ne Anzüg­lich­keit und kei­ne zwei­deu­ti­gen Kom­men­ta­re. Die­se ver­schwin­den sofort im Papier­korb. Ich den­ke wir haben uns ver­stan­den. Danke!

 

9.50 UhrAktua­li­sier­te Infor­ma­tio­nen der Not­fall­di­rek­ti­on am Mitt­woch­mor­gen, 17. Novem­ber: Heu­te wer­den die Zufahr­ten über das Meer und die Stra­ße zu den Gebie­ten von Puer­to Naos und Las Man­chas auf­grund der Luft­qua­li­tät nicht geneh­migt.

10.40 Uhr - His­to­gramm zum Anstieg der Erd­be­ben in den letz­ten Tagen. Heu­te bereits fast 150 Beben von unter­schied­li­cher Natur.

12.20 UhrMit­tei­lung der IGN – Seit der letz­ten Stel­lung­nah­me wur­den im von der vul­ka­ni­schen Reak­ti­vie­rung betrof­fe­nen Gebiet auf der Insel La Pal­ma 210 Erd­be­ben geor­tet, deut­lich mehr als in den Vor­ta­gen. Zehn die­ser Erd­be­ben wur­den von der Bevöl­ke­rung gespürt. Wie in den ver­gan­ge­nen Tagen befin­den sich die Hypo­zen­tren der Erd­be­ben unter dem zen­tra­len Gebiet von Cumbre Vie­ja und sind je nach Tie­fe in zwei Grup­pen ver­teilt , eine ers­te Grup­pe in einer Tie­fe von 10–15 km und eine zwei­te Grup­pe mit Tie­fen grö­ßer als 30km. Das größ­te Erd­be­ben wur­de heu­te um 07:17 UTC mit einer Magnitu­de von 4,7 mbLg und einer Tie­fe von 35 km auf­ge­zeich­net. Die­ses Erd­be­ben ist mit einer maxi­ma­len Inten­si­tät von IV (EMS) in der epi­zen­tra­len Zone zu spü­ren. Das vul­ka­ni­sche Tre­mor­si­gnal hat gegen­über den Vor­ta­gen zuge­nom­men, bleibt aber in Bezug auf die wäh­rend der gesam­ten Erup­ti­on erreich­ten Wer­te auf einem nied­ri­gen Niveau.

Das Netz der per­ma­nen­ten GNSS- Sta­tio­nen der Insel zeigt bei der Sta­ti­on LP03, die den Erup­ti­ons­zen­tren am nächs­ten liegt, eine leich­te Ver­for­mung in Rich­tung Süden. In den übri­gen Sta­tio­nen hat sich die leich­te Defla­ti­on, die mög­li­cher­wei­se mit der tie­fen Seis­mi­zi­tät zusam­men­hängt, sta­bi­li­siert. Die Höhe des Kegels wird mit einem Wert von 1.129 m gemessen.

12.30 Uhr – Es fließt bereits Was­ser durch den LP-II-Kanal in den Stau­see Cua­tro Cami­nos. Die­ser Not-Ein­griff hat es ermög­li­chen, das Was­ser durch Pum­pen und Lei­tung vom Hoyas-Remo-Netz­werk zum LP II-Kanal zu lei­ten, der es zum Cua­tro Cami­nos-Stau­see führt, was auch dazu bei­trägt, dass Was­ser in die­ses Gebiets fließt, wie El Man­chón und der Teil von Dos Pinos, der süd­lich des Vul­kans liegt – so das Cabildo.

12.41 Uhr - Und schon wie­der wackelt das Haus. Ein zeit­glei­ches Dop­pel-Erd­be­ben um 12.33 Uhr, jeweils mit der Stär­ke ML4,7 aus 35 km Tie­fe unter Mazo und 34 km Tie­fe unter El Paso.

13.20 Uhr - Die Däm­me­rung im Hafen von Taza­cor­te und die Refle­xi­on des Glü­hens des Lava­stroms und der Faja­na zei­gen uns ein feu­ri­ges Rot, das beein­druckt – auf­ge­nom­men von Ruben Lorenz.

14.30 Uhr – Invol­can-Spre­cher David Cal­vo sag­te am Mitt­woch, der Vul­kan, der am 19. Sep­tem­ber auf La Pal­ma aus­ge­bro­chen sei, sei seit Diens­tag „ziem­lich“ explo­siv, in einer ähn­li­chen Situa­ti­on wie Ende Oktober.

Neue Magma steigt auf

Auch der Tre­mor, der auf­stei­gen­des Mag­ma anzeigt, hat heu­te wie­der deut­lich zuge­nom­men. Siche­re Anzei­chen für eine erhöh­te Aktivität.

15.20 Uhr – Invol­can hat berich­tet, dass ein neu­er Lava­strom mit einer Geschwin­dig­keit von unge­fähr 70 Metern pro Stun­de zwi­schen den Ber­gen von Todo­que und La Lagu­na hin­ab­steigt. In den letz­ten Stun­den wur­de der Vor­stoß haupt­säch­lich in 1 ent­deckt, dem ursprüng­li­chen, 2, dem­je­ni­gen, der das zwei­te Lava­del­ta am Strand von Los Guir­res bil­de­te, und 9 dem, der auf der Faja­na vor­ge­drun­gen ist, die den Aus­bruch ver­ur­sach­te vom Vul­kan San Juan im Jahr 1949.

Die­se Neu­heit im Vor­marsch der Lava­strö­me fällt mit einer Pha­se gro­ßer seis­mi­scher Akti­vi­tät mit fast 200 loka­li­sier­ten Erd­be­ben zusam­men, eines davon mit einer Stär­ke von 4,8 und von der Bevöl­ke­rung mit einer Inten­si­tät von IV wahrgenommen.

17.30 Uhr – Foto vom Aus­sichts­punkt El Time am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de auf­ge­nom­men (von Fer­nan­do). Rechts unten die Lich­ter von Tazacorte.

 

18.30 Uhr - Vul­kan Betrof­fe­ne for­dern eine 400.000 Qua­drat­me­ter gro­ße neue Stadt mit 543 Woh­nun­gen mit Ein­fa­mi­li­en­häu­sern, Dop­pel­haus­hälf­ten oder als Rei­hen­haus, sowie eine Schu­le, ein Gewer­be­ge­biet, eine Sport­stät­te, ein Gesund­heits­zen­trum und ein Platz mit einer Kirche.

Als Idee fällt mir gleich die Hoch­ebe­ne von El Paso in Nähe des Infor­ma­ti­ons­zen­trums ein. Sicher vor zukünf­ti­gen Vul­kan­strö­men, aber mit ande­ren kli­ma­ti­schen Rahmenbedingungen.

Donnerstag, der 18.11.2021

Gleich geht es heu­te mit Ver­spä­tung wei­ter. War beruf­lich mit einer Grup­pe am Vor­mit­tag unterwegs.

13.40 Uhr - Das Cabil­do de La Pal­ma berich­tet an die­sem Don­ners­tag, dass die Akti­vi­tät, die am Mitt­woch mit einem neu­en Lava­strom zuge­nom­men hat­te, in den frü­hen Mor­gen­stun­den die­ses Don­ners­tags nach­ge­las­sen hat und die meis­te Ener­gie um Todo­que kon­zen­triert ist.

13.55 Uhr – Der Vul­kan­aus­bruch auf La Pal­ma, der an die­sem Frei­tag zwei Mona­te alt wird, habe zwi­schen 550 und 700 Mil­lio­nen Euro wirt­schaft­li­chen Scha­den ange­rich­tet, berich­te­te der Prä­si­dent der Kana­ren, Ángel Víc­tor Torres.

14.20 Uhr - Die strom­bo­lia­ni­sche Akti­vi­tät geht in der Cumbre Vie­ja um 13:00 Uhr kana­ri­scher Zeit vom astro­no­mi­schen Aus­sichts­punkt Lla­no del Jable aus gese­hen weiter.

 

14.30 UhrMit­tei­lung der IGN – Seit der letz­ten Stel­lung­nah­me wur­den im von der vul­ka­ni­schen Reak­ti­vie­rung betrof­fe­nen Gebiet auf der Insel La Pal­ma 230 Erd­be­ben fest­ge­stellt, davon 22 von der Bevöl­ke­rung zu spü­ren. Dies ist die maxi­ma­le Anzahl der täg­li­chen Erd­be­ben seit Beginn der Erup­ti­on. Die Seis­mi­zi­tät befin­det sich in den glei­chen Gebie­ten wie in den Vor­ta­gen unter dem zen­tra­len Gebiet von Cumbre Vie­ja und ver­teilt sich je nach Tie­fe in zwei Grup­pen , eine ers­te Grup­pe in einer Tie­fe von 10–15 km und eine zwei­te Grup­pe mit Tie­fen grö­ßer als 30km. Die größ­ten Erd­be­ben in die­sem Zeit­raum waren ges­tern um 12:33 UTC zwei Erd­be­ben von 4,7 und 4,8 mbLg, die mit eini­gen Sekun­den Unter­schied zwi­schen ihnen auf­ge­zeich­net wur­den, bei­de in Tie­fen von mehr als 35 km. Die mit die­sen Erd­be­ben ver­bun­de­ne maxi­ma­le Inten­si­tät war IV (EMS).

Das vul­ka­ni­sche Tre­mor­si­gnal , das seit dem 16. Novem­ber zuge­nom­men hat­te, fiel gegen 18:00 Uhr zeit­gleich mit der Wie­der­her­stel­lung der sum­ma­ti­ven Emis­si­ons­ak­ti­vi­tät stark ab. Das Netz der per­ma­nen­ten GNSS- Sta­tio­nen der Insel zeigt eine all­mäh­li­che Ver­lang­sa­mung der Defor­ma­ti­on in Rich­tung Süden an der Sta­ti­on LP03, die den Erup­ti­ons­zen­tren am nächs­ten liegt. In den übri­gen Sta­tio­nen hat sich die leich­te Defla­ti­on, die mög­li­cher­wei­se mit der tie­fen Seis­mi­zi­tät zusam­men­hängt, sta­bi­li­siert. Ange­sichts des um 09:02 UTC kali­brier­ten Bil­des wird eine Säu­len­hö­he von 3.500 m.ü.M. und eine Asche­wol­ke von 3.000 m.ü.M. in süd­west­li­cher Rich­tung geschätzt. Die Höhe des Kegels wird mit einem Wert von 1.129 m gemessen.

14.42 UhrBil­der des Zustands der Lava­strö­me zwi­schen den Ber­gen von Todo­que und La Lagu­na, auf­ge­nom­men heu­te Mor­gen von den Droh­nen der GES.

15.40 Uhr - Gel­be Regen­war­nung durch AEMET. Stark­re­gen heu­te von 18.00 bis 24.00 Uhr. Kumu­lier­ter Nie­der­schlag in einer Stun­de: 15 mm. Haupt­säch­lich an den Nord- und Ost­hän­gen der Insel.

17.20 Uhr – Die Ände­rung der Wind­rich­tung nach Osten wird sich am Frei­tag auf den Flug­ha­fen Mazo aus­wir­ken. Auch La Gome­ra und Tene­rif­fa könn­ten durch den Asche­re­gen betrof­fen sein.

18.35 Uhr - Wie eine Dampf­ma­schie­ne – Der Vul­kan Cabe­za im Zeitraffer.

  • Fort­set­zung folgt

Wetteraussichten für La Palma



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