Lavaflut dringt nach Norden vor

Vulkan - Lavaflut

Lavaflut und starke Erdbeben in der Nacht -

Die Lava­flut dringt immer wei­ter nörd­lich in noch unbe­rühr­te Wohn­ge­bie­te vor. Nach­dem sich ges­tern meh­re­re neue Mün­der in nord­öst­li­cher Rich­tung am Vul­kan Cabe­za geöff­net haben, drin­gen unauf­hör­lich rie­si­ge Lava­men­gen aus. Über meh­re­re Strö­me haben sie sich inzwi­schen zu einer Lava­flut ver­eint, haben die Stra­ße LP-212 nach Fuen­ca­li­en­te über­quert und ste­hen jetzt im ehe­ma­li­gen Indus­trie­ge­biet von Los Llanos.

Alles zum Dienstag, dem 30.11.21 hier weiter unten auf dieser Seite

Mit aller Gewalt schie­ßen an meh­re­ren Stel­len Lava­fon­tä­nen aus der nörd­li­chen Vul­kan­wand. Die Haupt­öff­nung liegt rechts unter der schwar­zen Wolke.

Vulkan - Lavaflut

IR-Ther­mo­gra­fie hilft zu sehen, was von Kame­ras mit sicht­ba­rem Spek­trum nicht gese­hen wer­den kann, wie die Grö­ße und Ver­tei­lung von erup­ti­ven Mundöffnungen.

Vulkan - Lavaflut

Nach dem Konus­bruch lie­fern die Arbeit der Über­wa­chungs­pos­ten und der Flug der Droh­nen der Ein­satz­leit­stel­le in Echt­zeit rele­van­te Infor­ma­tio­nen über die Situa­ti­on in der Umgebung.

Wieder starke Erdbeben bis ML5,0

Ein kräf­ti­ger Erd­stoß der Stär­ke ML5,0 um 8.35 Uhr aus 35 km unter Mazo und ein zeit­glei­ches Beben von ML4,8 aus 24 km Tie­fe unter Fuen­ca­li­en­te las­sen nichts Gutes ver­hei­ßen. Wei­te­re Mag­ma wird auf­stei­gen und den Lava­strom wei­ter flie­ßen lassen.

Erdbeben

Aktu­el­le Zah­len über die bis­her ins­ge­samt aus­ge­wor­fe­ne Lava­men­ge gibt es noch nicht. Inzwi­schen dürf­ten sich aber bestimmt 180 Mio. Kubik­me­ter Lava ange­sam­melt haben.

11.00 UhrMit­tei­lung der IGN – Seit der letz­ten Stel­lung­nah­me wur­den im von der vul­ka­ni­schen Reak­ti­vie­rung betrof­fe­nen Gebiet auf der Insel La Pal­ma ins­ge­samt 128 Erd­be­ben geor­tet, davon 6 von der Bevöl­ke­rung zu spü­ren. Die Seis­mi­zi­tät setzt sich unter dem zen­tra­len Gebiet von Cumbre Vie­ja in den glei­chen Gebie­ten der Vor­ta­ge fort, 101 die­ser Erd­be­ben befin­den sich in Tie­fen von 10–15 km und der Rest in Tie­fen von 20 km. Die maxi­ma­le auf­ge­zeich­ne­te Magni­tu­de beträgt 5.0 (mbLg) ent­spre­chend dem heu­ti­gen Erd­be­ben um 8:35 UTC mit einer Tie­fe von 35 km und einer Rich­tung der Inten­si­tät IV‑V (EMS98). Die Ampli­tu­de des Tre­mor­si­gnals hat ges­tern zuge­nom­men. Heu­te ist sie auf die Durch­schnitts­wer­te der letz­ten Tage gesun­ken. In den letz­ten Stun­den hat das Tre­mor­si­gnal wie­der zugenommen.

Das Netz der per­ma­nen­ten GNSS- Sta­tio­nen der Insel zeigt eine Umkeh­rung der Höhe, die zwi­schen dem 24. und 26. Novem­ber an der Sta­ti­on LP03, die den Erup­ti­ons­zen­tren am nächs­ten liegt, auf­ge­zeich­net wur­de. In den übri­gen Sta­tio­nen hat sich die leich­te Defla­ti­on, die mög­li­cher­wei­se mit der tie­fen Seis­mi­zi­tät zusam­men­hängt, sta­bi­li­siert, mit Aus­nah­me von LP01, die sie wei­ter­hin regis­triert. Eine Säu­len­hö­he von 1400 m Höhe wird geschätzt, und eine Streu­wol­ke in süd­west­li­che Rich­tung. Die Höhe des Kegels wird mit einem Wert von 1.126 m gemessen.

11.20 Uhr – Zustand der Lava­strö­me im Gebiet Tacan­de um 10:50 Uhr. Gro­ße Fels­bro­cken wer­den mit der Strö­mung getragen.

14.30 Uhr - Der neue Lava­strom im Nor­den bewegt sich lang­sam in sei­nem Abstieg durch das Ter­ri­to­ri­um des Ari­dane-Tals. Er ver­lässt den alten Strö­mungs­ver­lauf  und bewegt sich in bis­her unbe­rühr­te Gebie­te mit Wohn­häu­sern. Laut Involcán bewegt er sich im obe­ren Bereich mit einem Meter pro Sekun­de. Wei­ter unten ver­lang­samt er sich.

Vulkan

 

16.50 Uhr -Der neue Lava­strom, der aus dem ges­tern ent­stan­de­nen Emis­si­ons­zen­trum an der Nord­ost­flan­ke des Kegels ent­springt, befin­det sich 1,5 km vom Vier­tel La Lagu­na ent­fernt und läuft nach Anga­ben des tech­ni­schen Direk­tors von PEVOLCA, Miguel Ángel Mor­cuen­de, mit immer gerin­ge­rer Geschwindigkeit.

PEVOLCA hat jedoch auch dar­auf hin­ge­wie­sen, dass der Nach­schub, den der Strom mög­li­cher­wei­se noch erhält, sorg­fäl­tig über­wacht wird, denn wenn die Ener­gie wie ges­tern beob­ach­te­ten ähn­lich ist, wird er höchst­wahr­schein­lich La Lagu­na erreichen.

Es bleibt also ein­mal abzu­war­ten, wie viel neu­er Lava­nach­schub die heu­ti­gen Beben för­dern. Spä­tes­tens in den frü­hen Nacht­stun­den müss­te das Ergeb­nis sicht­bar werden.

 

Dienstag, der 30.11.2021

10.00 Uhr – Eine Nacht und ein Vor­mit­tag mit unzäh­li­gen Erd­be­ben. Bis zur Stär­ke ML3,7 fast alle aus der obe­ren Mag­ma­kam­mer in 10 bis 13 Kilo­me­ter Tie­fe. Am Vul­kan läuft die Lava über den nörd­li­chen Schlund. Wie weit sich der Strom bereits aus­ge­brei­tet hat, muss ich noch feststellen.

11.20 Uhr - Mit­tei­lung der IGN – Seit der letz­ten Stel­lung­nah­me wur­den im von der vul­ka­ni­schen Reak­ti­vie­rung betrof­fe­nen Gebiet auf der Insel La Pal­ma ins­ge­samt 259 Erd­be­ben loka­li­siert, davon 14 von der Bevöl­ke­rung zu spü­ren. Die Seis­mi­zi­tät setzt sich unter dem zen­tra­len Gebiet von Cumbre Vie­ja in den glei­chen Gebie­ten der Vor­ta­ge fort, 246 die­ser Erd­be­ben befin­den sich in Tie­fen von 10–15 km und der Rest (13) in Tie­fen ab 20 km. Die maxi­ma­le auf­ge­zeich­ne­te Magni­tu­de beträgt 4,1 (mbLg) ent­spre­chend dem heu­ti­gen Erd­be­ben um 6:42 UTC mit einer Tie­fe von 38 km. Die Ampli­tu­de des Tre­mor­si­gnals wird mit Ver­stär­kungs­im­pul­sen auf nied­ri­gem Niveau gehalten.

Das Netz der per­ma­nen­ten GNSS- Sta­tio­nen der Insel zeigt kei­nen kla­ren Trend in der Defor­ma­ti­on der Sta­tio­nen, die den Erup­ti­ons­zen­tren am nächs­ten sind. In den übri­gen Sta­tio­nen hat sich die leich­te Defla­ti­on, die mög­li­cher­wei­se mit der tie­fen Seis­mi­zi­tät zusam­men­hängt, sta­bi­li­siert, mit Aus­nah­me von LP01, die sie wei­ter­hin regis­triert. Im Hin­blick auf das Bild, um 08:45 Uhr UTC kali­briert, eine Säu­len­hö­he von 2.600 m wird geschätzt, und eine Streu­wol­ke im Süd­süd­wes­ten Rich­tung. Die Höhe des Kegels wird mit einem Wert von 1125 m gemessen

11.25 Uhr – Neu­es ML4,2 Beben um 10.54 Uhr aus 13 km Tie­fe unter Fuencaliente.

11.40 Uhr – Der Haupt­kra­ter hat sei­ne Akti­vi­tät wie­der auf­ge­nom­men und stößt Lava, Asche und Gase aus. Ins­ge­samt gibt über ein Dut­zend Öff­nun­gen, die unter­schied­lich aktiv sind. Nach den vie­len Beben der ver­gan­ge­nen Stun­den wird viel Lava- und Asche­aus­wurf erwartet.

11.50 Uhr - Bild aus der ver­gan­ge­nen Nacht von Los Llanos aus aufgenommen.

12.23 Uhr - Mel­dung des Cabil­do La Pal­ma: Der Zugang in das Kata­stro­phen­ge­biet ist weder an Land noch über den See­weg heu­te gestattet.

14.00 UhrBil­der, die heu­te Mor­gen von den Droh­nen der @IGME1849und der Not­fall- und Ret­tungs­grup­pe #GES von @AdmPcasGobcan auf­ge­nom­men wur­den, die die Ent­wick­lung des wei­ter nörd­lich gele­ge­nen Stro­mes und des akti­ven Emis­si­ons­zen­trums zeigen.

15.20 UhrCabil­do de La Pal­ma – Der­zeit fließt der größ­te Teil der Lava durch die Strö­mung, die aus dem zwei­ten Vul­kan­ke­gel aus­ge­tre­ten ist und haupt­säch­lich die Ober­flä­che frü­he­rer Strö­mun­gen einnimmt.

16.05 Uhr – Der tech­ni­sche Direk­tor von Pevol­ca, Miguel Ángel Mor­cuen­de, berich­te­te auf einer Pres­se­kon­fe­renz, dass sich der Lava­strom im Nor­den nicht zu schnell bewegt und wäh­rend der Nacht nur 100 Meter zurück­ge­legt hat. Er wird jedoch wei­ter­hin über­wacht, ob doch La Lagu­na noch betrof­fen sein könn­te. Kon­kret ist der Über­lauf die­ses Stro­mes etwa einen Kilo­me­ter von der Kir­che von La Lagu­na entfernt.

18.25 Uhr – Im Moment wirft der Vul­kan Cabe­za wie­der rie­si­ge Lava­fon­tä­nen aus. Hier Live über die Web­cam zu beobachten.

  • Fort­set­zung folgt

 

Wetter La Palma



La Palma

25 Kommentare zu "Lavaflut dringt nach Norden vor"

  1. Schaut euch mal an, was da ab 20 Uhr 30 passiert:
    https://www.youtube.com/watch?v=U54oN85aDBU
    Das Gan­ze geschieht an die­sem Steilhang:
    https://www.google.com/maps/@28.6165181,-17.8688654,278a,35y,39.16t/data=!3m1!1e3
    Das Zeug wird mor­gen La Lagu­na errei­chen, hof­fent­lich auf bereits erstarr­ten Lavaströmen.

  2. El Paso, Cno. de La Era: soeben ein Don­ner­schlag mit Druck­wel­len vom Feins­ten – wie in „alten“ Zei­ten – es war kurz wie­der die alt­be­kann­te Akus­tik-Kom­bi­na­ti­on aus Düsen­jä­ger und Stahl­werk zu hören, jetzt Totenstille.…

    • Manfred Betzwieser | 30. November 2021 um 13:40 | Antworten

      Hal­lo Neil,

      da flie­gen wie­der die Fet­zen. Man muss echt Angst um die Sta­bi­li­tät des Vul­kans haben. Nicht, dass das gan­ze Gewöl­be aus­ein­an­der fällt.

      • Genau des­we­gen habe ich schon vor Wochen den Ser­ver aus dem Büro eva­ku­iert und wert­vol­le Meß­in­stru­men­te und sei­ner­zeit mit Augen­zwin­kern gefragt, ob der Vul­kan denn auch wirk­lich weiß, daß er sich „rein“ strom­bo­li­a­nisch ver­hal­ten soll – ich bin mir hier an der Front da nicht immer so sicher…

  3. Hier wie­der aktu­el­les Droh­nen­ma­te­ri­al von heu­te morgen.
    https://youtu.be/lOlSKRwXix8

    Mal abwar­ten was der heu­ti­ge Tag nach all den Zahl­rei­chen beben bringt.

  4. Von heu­te mor­gen – Film vom Cabil­do mit Über­blick über das Aus­maß: https://www.youtube.com/watch?v=lOlSKRwXix8

    • Mei­ne Ana­ly­se / Pro­gno­se hierzu:
      Bei gleich­blei­ben­der Geschwin­dig­keit wür­de der Nord­strom über­mor­gen in La Lagu­na eintreffen.
      Die Insel-Res­te zwi­schen den Zun­gen #4 und #7 wer­den immer klei­ner. Die noch immer weit­ge­hend ver­schon­te Feri­en­an­la­ge an der Zun­ge #5 bleibt latent oder sogar akut gefährdet.
      Am Süd­strom nach wie vor alles ruhig.
      Auf­grund des sehr hohen Drucks und der Erhit­zung des Haupt­ke­gels ist mit sehr dyna­mi­schen Ände­run­gen – und ent­spre­chen­den Fol­gen an den reak­ti­vier­ten Lava­strö­men – zu rechnen.
      Lie­bend ger­ne wür­de ich mich bei Man­fred ein zwei­tes Mal um sein „La Pal­ma Zer­ti­fi­kat“ bewer­ben (für eine zuver­läs­si­ge Pro­gno­se zur Beru­hi­gung des Vul­kans), doch ich fürch­te, ich wür­de auch die­semal wie­der leer aus­ge­hen. Sehr uner­freu­lich, das alles.

      • Manfred Betzwieser | 30. November 2021 um 13:08 | Antworten

        Hal­lo Sebastian,

        mit Pro­gno­sen ist das immer so eine Sache. Wenn es so wei­ter geht, könn­test Du recht haben. Viel Land wird dann nicht mehr übrig blei­ben und die letz­ten Enkla­ven wer­den unter Lava ver­schwun­den sein.
        Ich hat­te eigent­lich erwar­tet, dass der Spuk bis Ende Novem­ber been­det ist. Gera­de eben wäh­rend ich schrei­be wie­der ein star­kes Beben erlebt. Bis Weih­nach­ten muss ich mei­nen End­ter­min wohl noch verschieben.

    • Oh Mann, ein völ­lig nichts­sa­gen­der WELT-Arti­kel und eine Hau­fen dumm­dreis­ter Kom­men­ta­re dar­un­ter! Wie kann zwi­schen einer der renom­mier­tes­ten Zei­tun­gen mit einem Repor­ter- und Reche­che­netz und die­sem pri­va­ten Blog so ein rie­si­ger qua­li­ta­ti­ver Unter­schied sein?! So lang­sam däm­mert mir, wel­che Halb­wahr­hei­ten ansons­ten in den Medi­en ste­hen müs­sen, die man nicht erkennt man­geln eige­ner Expertise!
      PS zwi­schen 9 und 11 Uhr hier nur Feh­ler 501 und jetzt klappt das Pos­ten seit einer hal­ben Stun­de nicht – falls es doch mal durch­kommt, als Hin­weis an die ande­ren Leser: Serverprobleme

      • Sor­ry, aber WELT bzw. der Online-Able­ger und „renom­miert“ pas­sen schon lan­ge nicht mehr zusam­men. Kommt halt alles aus dem hau­se BILD.

  5. Jetzt ver­plap­pert sich lei­der auch das Cabil­do de la Pal­ma (auf Twit­ter):
    „La nue­va cola­da que sur­gió al noroes­te del cono volcá­ni­co, fluye con mayor len­ti­tud y se espe­ra que se adhie­ra à la cola­da que se encuen­tra al nor­te de la mon­ta­ña de La Laguna.“
    ** Es gibt kei­ne Cola­da, die sich „al nor­te de la Mon­ta­na de La Lagu­na“ befindet **

  6. Lie­ber Man­fred, ich glau­be, das Bild inter­pre­tierst Du nicht rich­tig. Man sieht, dass sich der neue Strom haar­scharf am Rand der älte­ren Strö­me bewegt, aber im wesent­li­chen auf ihnen. Dabei zer­stört er wohl ein­zel­ne Gebäu­de an die­sem Rand, er ver­lässt die alten Strö­me aber (bis­her) nicht.
    Im Bild ist im obe­ren Drit­tel die LP‑2 zu sehen, dar­un­ter die Sied­lung El Ricon mit dem gebo­ge­nen Cami­no El Ricon. Rechts sind die trau­ri­gen Res­te des Indus­trie­ge­bie­tes in einer „Insel“ zu sehen.
    Span­nend wird es wohl, wenn die­ser Strom den Schla­cken­ke­gel von La Lagu­na erreicht. Nicht aus­zu­schlie­ßen wäre, dass er dann nörd­lich vor­bei­flös­se, eini­ges Kul­tur­land und bis­her ver­schon­te Tei­le von La Lagu­na zer­stö­rend. Hof­fent­lich nicht!

  7. Die Kar­ten „deli­mit­a­ci­on-lava“ der IGME fin­de ich sehr nütz­lich, sie sind auch meist die aktu­el­les­ten. Auf der letz­ten von ges­tern Mit­tag 211128_Evolucion-lava.pdf ist zu erken­nen, dass der neue Strom schnell nach Wes­ten ein­schwenkt und sich mit den alten ver­ei­nigt (genau­er: sie über­strömt). Nach Nor­den kommt er nur sehr wenig vor­an. Das unter­stützt die The­se von Sebastian.

  8. Wie­viel Lava ist seit dem Aus­bruch im Sep­tem­ber ausgetreten?

    • Manfred Betzwieser | 29. November 2021 um 12:11 | Antworten

      Dies kann im Moment wahr­schein­lich nie­mand beant­wor­ten. Das war auch mei­ne Aus­sa­ge oben im Beitrag.

  9. Neue Aus­ufe­run­gen Rich­tung Nor­den – jeden­falls wei­ter unten im besie­del­ten Gebiet – sind bis­her nicht fest­zu­stel­len, auch kei­ne Reak­ti­vie­run­gen Rich­tung La Lagu­na. Die topo­gra­fi­schen Ein­schnit­te wei­ter oben schei­nen bis­her die Strö­me von der Nord­flan­ke über das Gewer­be­ge­biet Rich­tung Todo­que zu leiten.
    Brauch­ba­re Droh­nen­auf­nah­men von heu­te lie­gen mir bis­her jedoch noch nicht vor.
    Sor­ge macht mir das im Blog abge­bil­de­te Ther­mo-Foto. Der lila Schat­ten unter­halb der dunk­len Wol­ke zeigt eine mög­li­che Desta­bi­li­sie­rung des Haupt­kra­ters an. Dies könn­te zusätz­lich zu den sicht­ba­ren, neu­en Erup­ti­ons­schlo­ten im Nord­os­ten wei­te­res Unheil anrichten.

    • https://youtu.be/YAbm5fE9EXk hier wäre ein aktu­el­les Droh­nen­vi­deo von heu­te 8:10

      • Infor­ma­ti­ves Video. Wo sich die Strö­me Y‑förmig ver­ei­nen, das ist der brei­te Sturz­hang. Kurz drun­ter links müss­ten die Gebäu­de um Car­re­te­ra San Nicolás [LP-212] Nr 147 sein. Glück­li­cher­wei­se bricht der Strom da nicht Rich­tung Nor­den aus und umfließt die Gebäu­de südlich.

        • Und hier als Update ein aus­führ­li­cher Kon­troll­flug der Cabil­do vom Mittag.
          Der nörd­lichs­te Strom – so war bereits am Mor­gen zu sehen – wur­de bis quer­ab des ehem. Gewer­be­ge­biets über­strömt. Er hat sich dabei leicht ver­brei­tert (1 Haus wur­de zer­stört, wie ich es sehe), dann aber offen­bar stark ver­lang­samt. Ob er La Lagu­na errei­chen wird, hängt vom kon­ti­nu­ier­li­chen Nach­schub ab, oder von wei­te­ren star­ken Wel­len, je nach­dem. Zunächst scheint hier ein Reich­wei­ten-Limit zu sein.

          Wei­ter oben ist zu sehen, dass der grö­ße­re Teil der Lava in zen­tra­le Berei­che des Haup­stroms gelei­tet wird und Rich­tung Todo­que vorankommt.

          Dan­kens­wer­ter Wei­se wur­de mit der gebo­te­nen Sorg­falt auch der jüngs­te süd­li­che Strom besich­tigt – hier scheint es jedoch kei­nen nen­nens­wer­ten süd­sei­ti­gen Nach­schub aus dem insta­bi­len Kra­ter­be­reich zu geben, der am Fuße des Ber­ges ankom­men wür­de – man sieht kei­ne Ver­än­de­run­gen in der Lavazunge.

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