37 Badegäste auf den Kanaren ertrunken

Badegäste

Badegäste ignorieren oft die Gefahren –

BadegästeBereits 37 Badegäste sind seit Jahresbeginn auf den Kanarischen Inseln ertrunken.

Mit dieser Zahl liegen 2016 die Kanaren auf dem spanischen Spitzenplatz. So traurig diese Zahlen auch sind, viele Badegäste haben durch Leichtsinn oder Missachtung der Warnhinweise ihr Leben verloren.

Der Atlantik ist stürmisch und oft nicht berechenbar. Besondere Vorsicht vor der tückischen Strömung und der Kraft des Wassers ist angeraten. Die Gewässer um die Kanaren sind kein Mittelmeer oder der Bodensee. Hohe Wellen und besonders die heimtückische Unterströmung hat schon manchen Badegast weit auf das offene Meer hinaus gezogen. Wenn dann die Kraft zu neige geht ist auch meist das Schicksal besiegelt.

Alle öffentlichen Strände werden von Rettungsschwimmern überwacht. Die weithin sichtbare Flagge ist keine Dekoration, sondern kann über Leben und Tod entscheiden.

Rot sollte auch für den geübten Schwimmer als Stop verstanden werden. Wie die Ampel im Straßenverkehr gilt diese Farbe für ein absolutes Badeverbot. Bei Missachtung wird kein Bußgeld, sondern im Extremfall das eigene Leben fällig.

„Gelb“ als Zwischenstufe signalisiert Gefahr. Nur gute Schwimmer sollten sich jetzt ins Meer wagen. Oft sind es Gefahren die ein Urlaubsgast nicht kennt oder überhaupt nicht sehen kann. Beim Übergang von Flut zur Ebbe entsteht ein Sog der den Badegast immer weiter auf das offene Meer zieht. Auch Quallen werden oft nicht erkannt. Schmerzhafte Verbrennungen sind die Folge …und Haie gibt es hier auch.

Nur „Grün“ signalisiert freie Fahrt. Im Grunde einfache Regeln die keine langen Erklärungsversuche nötig machen. Selbst Analphabeten sollten damit zu Recht kommen.

Die Euphorie und Freude darf nicht alles ausblenden

Leider ist oft die Dummheit stärker als der gesunde Menschenverstand. Die Einsicht kommt dann meist auch zu spät. „Sieht doch alles so harmlos aus – was soll die rote Flagge„. Verbote gelten grundsätzlich für andere, aber nicht für mich.

Aus reiner Boshaftigkeit hängt der Rettungsschwimmer sicher nicht die entsprechende Flagge an den Mast. Er kennt sein Meer und seine Tücken.

Und wer bereits von einer Welle an die scharfkantigen Felsen geworfen wurde, wird sicher das nächste Mal mit besonderem Respekt in die Fluten steigen.

Auch erfahrene Schwimmer, Taucher und Profis durften hier auf La Palma schon ihre Erfahrungen sammeln.

In den ersten 6 Monaten sind nach Angaben der Rettungswacht in Spanien bereits 211 Badegäste ertrunken. Über die vielen verletzten und geretteten Badegäste gibt es leider keine Zahlen.

Nicht nur das Meer – auch Wandern oder Gleitschirmfliegen fordert alle Jahre wieder auf La Palma seine Opfer. Hier gibt es jetzt besondere Auflagen und Anforderungen für Drachen- und Gleitschirmflieger. Leichtsinnige Zeitgenossen dürfen nun auch ihre Bergungskosten selbst zahlen.

Trotz Urlaubsfreude kann die Natur erbarmungslos zuschlagen. Es ist dann oft nicht die Natur – sondern der leichtfertige Mensch der den Kampf verliert. Etwas mehr Hirn, ein wenig Aufmerksamkeit und die Beachtung der Hinweise kann den Kanarenurlaub zum Genuss machen und nicht im Hospital oder … enden lassen.


 

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