Konzentration von Schwefeldioxid und andere Gasschwaden

Vulkan - Schwefeldioxid

Schwefeldioxid, Kohlendioxid und weitere Gase -

Im Bereich des Kra­ters tre­ten um den Vul­kan Cabe­za noch hohe Kon­zen­tra­tio­nen von Schwe­fel­di­oxid und ande­ren Gasen aus. Obwohl das Ende der Erup­ti­on am 13. Dezem­ber vor über 5 Wochen erfolg­te, strö­men immer nach sicht­ba­re und unsicht­ba­re Gase aus. Da Schwe­fel­di­oxid und Koh­len­di­oxid unsicht­bar ist, dürf­te es ein Gemisch mit Was­ser­dampf sein.

Die Mess­ge­rä­te der IGN und von Invol­can regis­trie­ren hohe Wer­te die­ser schäd­li­chen Gase nicht nur am Kra­ter selbst, son­dern auch in Küs­ten­la­gen um La Bom­bil­la, Puer­to Naos oder El Remo. Nur weni­ge Zen­ti­me­ter unter­halb der erkal­te­ten Lava­ober­schicht, zir­ku­lie­ren noch flüs­si­ge Lava­strö­me in Röh­ren und Lava­tu­ben bis zum Meer.

Lavaströme mit unsicherem Untergrund

In den gro­ßen bis zu 50 Meter hohen Lava­strö­men, die bis zum Atlan­tik rei­chen, dürf­te noch jede Men­ge flüs­si­ge Lava vor­han­den sein. Nur die Rand­be­rei­che und End­zun­gen mit weni­gen Metern Dicke dürf­ten jetzt aus­ge­kühlt sein.

Dort setzt bereits der Stra­ßen­bau ein und ers­te Durch­brü­che und Schot­ter­pis­ten wur­den bereits ange­legt. In den Haupt­strö­men ist ein Über­bau­en immer mit der Gefahr eines Höh­len­ein­bruchs ver­bun­den, in die die schwe­ren Bag­ger ein­bre­chen und im Unter­grund ver­schwin­den. Die Lava­r­öh­ren lau­fen mit der Zeit Rich­tung Meer aus, es ent­ste­hen teil­wei­se gro­ße Hohl­räu­me und der gan­ze Unter­grund wird insta­bil, ein­stür­zen oder sich setzten.

Die gan­ze Ent­wick­lung mit all sei­nen Brü­chen lässt sich schön am benach­bar­ten alten Vul­kan San Juan im obe­ren Bereich beobachten.

Aus die­sem Grun­de glau­be ich, dass frü­hes­tens bis Weih­nach­ten 2022 eine neue durch­ge­hen­de Stra­ßen­ver­bin­dung nach Fuen­ca­li­en­te mög­lich sein wird. Wir wer­den es sehen, wel­che Lösung und wel­chen Weg die Pevol­ca und das Cabil­do La Pal­ma hier einschlägt.

10.40 UhrVie­le Gewächs­häu­ser sind unter der Aschen­last auf der West­sei­te zusam­men­ge­bro­chen. Das Cabil­do stellt nun einen Dienst für die Samm­lung, den Trans­port und die Behand­lung von Abfäl­len aus dem Bau der vom Vul­kan betrof­fe­nen Gewächs­häu­ser zur Verfügung.

Schwefeldioxid

 

15.20 Uhr – Wie zu erwar­ten, sto­ßen die Bag­ger im Lava­feld bereits in gerin­ger Tie­fe auf glü­hen­de Lava. Wis­sen­schaft­ler haben davor gewarnt, dass die Tem­pe­ra­tur in den Innen­be­rei­chen des Lava­fel­des 400 °C über­steigt. In den obe­ren Berei­chen des Kegels kön­nen sie bis zu 800 °C errei­chen. Arbei­ten in die­sem Umfeld sind zum jet­zi­gen Zeit­punkt lebens­ge­fähr­lich und Unfug.

Sonntag, der 23. Januar 2022

8.30 Uhr - Es tre­ten noch kräf­ti­ge Gas­fah­nen am Kra­ter des Cabe­za aus. Invol­can führ­te ges­tern am spä­ten Nach­mit­tag FTIR-Solar­mes­sun­gen in der Ent­gasungs­fah­ne im Gebiet von Cabe­za de Vaca durch.

Schwefeldioxid

Schwe­fel­di­oxid

 

8.45 Uhr - Das Unter­neh­men Sur­car wird Tene­rif­fa per Was­ser­flug­zeug mit Gran Cana­ria und La Pal­ma ver­bin­den. Die ers­ten Test­flü­ge wer­den am 31. Janu­ar sowie am 1., 2. und 3. Febru­ar zwi­schen San­ta Cruz de Tene­ri­fe und La Pal­ma durch­ge­führt. Start ist im Hafen – ob sich das lohnt und der gro­ße Ren­ner wird?

9.00 Uhr – Ris­se, die neue Bedro­hung für die Häu­ser, die den Vul­kan von La Pal­ma über­stan­den haben. Vie­le Häu­ser in Nähe des Vul­kans wei­sen durch die Beben und Erschüt­te­rung wäh­rend der Erup­ti­on Sprün­ge und Ris­se auf. Ob sie noch bewohn­bar sind, kann erst nach dem Betre­ten der Lava­strö­me tech­nisch begut­ach­tet werden.

12.15 Uhr - Der Stadt­rat von Los Lla­nos de Ari­da­ne wird auf die Erhe­bung kom­mu­na­ler Lizenz­ge­büh­ren ver­zich­ten und 95 % der Steu­er auf Bau­ten, Anla­gen und Arbei­ten für vom Vul­kan betrof­fe­ne Ein­woh­ner, die in der Gemein­de bau­en, ermä­ßi­gen, heißt es in einer Pres­se­mit­tei­lung . Die Bür­ger­meis­te­rin, Noelia Gar­cía, erklärt: „Es han­delt sich um eine Maß­nah­me zur direk­ten För­de­rung der wirt­schaft­li­chen Situa­ti­on von Ein­zel­per­so­nen und Fami­li­en, und es soll eine Ent­las­tung für die Taschen der vom Vul­kan Betrof­fe­nen sein. Los Lla­nos de Ari­da­ne muss wei­ter­hin eine attrak­ti­ve Gemein­de für Ein­woh­ner und Bau­wil­li­ge bleiben.“

18.00 Uhr – Heu­te um 6.23 Uhr ein Erd­be­ben von ML2,4 aus 11 km Tie­fe unter Mazo.

Montag, der 24. Januar 2022

8.50 Uhr - Der Him­mel von La Pal­ma erstrahl­te in der Sams­tag Nacht mit einer Droh­nen-Luft­show, die den Opfern des Vul­kan­aus­bruchs Cumbre Vie­ja gewid­met war. 50 Droh­nen flo­gen gleich­zei­tig über die Gemein­de El Paso und zeich­ne­ten bis zu 100 Meter hohe Figu­ren in den Him­mel, dar­un­ter das Bild des Pro­fils der Insel La Palma.

 

9.00 Uhr - Der Vul­ka­no­lo­ge des spa­ni­schen Insti­tuts für Geo­lo­gie und Berg­bau (IGME), Raúl Pérez, hat bestä­tigt, dass sich in den offe­nen Mün­dun­gen des Vul­kans immer noch Mag­ma mit Tem­pe­ra­tu­ren über 800 ° C lang­sam abkühlt. Die­se Tem­pe­ra­tu­ren ent­spre­chen nicht nur den noch glü­hen­den Gestei­nen an den Rän­dern der Erup­ti­ons­ka­nä­le, son­dern auch Mag­ma, das eini­ge Meter ent­fernt zurück­bleibt und man­gels Ener­gie nicht ent­wei­chen konn­te. Das Mag­ma, das auf den Bil­dern durch den Ein­gang zur Fuma­ro­le zu sehen ist, ist noch unter unse­ren Füßen geschmol­zen, kann aber nicht mehr her­aus­kom­men, weil es nicht genug Gas hat, um es zu mobi­li­sie­ren und an die Ober­flä­che zu stei­gen. Nur etwas Schwe­fel­di­oxid ent­weicht den Öffnungen.

10.00 Uhr - Mehr als 800 º C weni­ge Zen­ti­me­ter unter der Ober­flä­che. Strö­mung aus dem Lava­strom bei San Nicolás #Erup­ción­la­pal­ma #IGME_CSIC

Hitze

Hier zu bag­gern oder zu gra­ben und den Glau­ben zu erwe­cken, bald eine neue Süd­ver­bin­dung errich­ten zu kön­nen, wird über Mona­te nicht mög­lich sein. Erst muss der Unter­grund aus­küh­len, um sinn­vol­le Bau­maß­nah­men für eine Stra­ßen­ver­bin­dung in Angriff neh­men zu kön­nen. Es mag viel­leicht Stel­len in Küs­ten­nä­he geben, die mit einer nicht so dicken Lava­schicht bedeckt sind und dies schon frü­her mög­lich ist.

11.15 Uhr – Fri­sche und noch hei­ße Lava (links). Nach dem Abküh­len ent­weicht Was­ser­dampf und Gase (Schwefeldioxid/Wasserdampf) und die Lava schrumpft. Es ent­ste­hen Ris­se und Deh­nungs­fu­gen (rechts).

14.40 Uhr – Die Regie­rung der Kana­ri­schen Inseln hat bereits 227 Mil­lio­nen Euro an Hil­fe für die vom Vul­kan Betrof­fe­nen bereit­ge­stellt. Die über­wie­gen­de Mehr­heit, etwa 102,3 Mil­lio­nen, wur­de für Woh­nun­gen und Unter­künf­te bereit­ge­stellt. Bis­her sind bis zum 24. Janu­ar 2022 4.508 Anträ­ge im Betrof­fe­nen­re­gis­ter ein­ge­gan­gen, davon sind 4.086 bereits in Bear­bei­tung (93,54 %) und 3.282 bereits abge­schlos­sen (75,14 %).

15.00 Uhr - Das Con­se­jo Insu­lar de Agu­as von La Pal­ma arbei­tet dar­an, das Was­ser für die Haus­ver­sor­gung in den Gebie­ten des Tals zurück­zu­ge­win­nen, die von den Lava­strö­men des Vul­kans betrof­fen sind. Ins­be­son­de­re erklärt der Stadt­rat des Gebiets, Car­los Cabre­ra, dass ver­schie­de­ne Maß­nah­men durch­ge­führt wer­den, um die Was­ser­ver­sor­gung der Haus­hal­te in den Gebie­ten Jedey und Las Man­chas sowie an der Küs­te des Ari­da­ne-Tals wiederherzustellen.

„Der Abschluss der Rohr­lei­tungs­ar­bei­ten von Las Hoyas zum LP-II-Kanal im Novem­ber, die 2,5 Mil­lio­nen Euro gekos­tet haben, hat es uns ermög­licht, die Gebie­te Cua­tro Cami­nos, El Man­chón und Dos Pinos süd­lich des Vul­kans zu ver­sor­gen , wäh­rend die der­zeit abge­schlos­se­nen Arbei­ten sicher­stel­len, dass das Was­ser die Stau­se­en von Fáti­ma und Las Nori­as erreicht, um es nach Las Mach­as und Jedey sowie nach L

16.10 Uhr - Heu­te hat eine Fahr­zeug­ka­ra­wa­ne ver­schie­de­ne Enkla­ven von La Pal­ma bereist, als Pro­test für die ver­spro­che­ne Hil­fe für die Opfer des Vul­kans Cumbre Vie­ja, der jedoch nicht ein­trifft. Die Bür­ger­initia­ti­ve für die vom Vul­kan Betrof­fe­nen hat die­se Mobi­li­sie­rung auf­ge­ru­fen, die gegen 12:00 Uhr in den Lla­nos de Ari­da­ne begann, dann durch das Gemein­de­ge­biet von El Paso, Bre­ña Alta, Bre­ña Baja führ­te und in San­ta Cruz de La Pal­ma endete.

Der Spre­cher der oben genann­ten Initia­ti­ve, Alexis Hernán­dez erklär­te, dass der Haupt­grund für die­se Mobi­li­sie­rung dar­in bestehe, dass „die Hil­fe, die Spen­den, nicht ankom­men, auch nicht, „die Ent­schä­di­gung, die die Zen­tral­re­gie­rung in Form von 60.000 Euro für Fami­li­en ver­spro­chen wur­de, die ihre ers­te Woh­nung ver­lo­ren haben. 

Es gibt bei die­ser Akti­on aber auch einen Bei­geschmack. Unter den Initia­to­ren sind Feri­en­haus­ver­mie­ter, die meh­re­re Häu­ser oder Woh­nun­gen ihr Eigen nen­nen und nicht ihren tat­säch­li­chen Wohn­sitz durch den Vul­kan ver­lo­ren haben. Die Hil­fe soll­te nur bei den wirk­lich Geschä­dig­ten ankom­men, die alles Hab und Gut ver­lo­ren haben und jetzt im Exil leben müs­sen. So wie bei Fami­lie Josè Manu­el Armas Pérez (sie­he Spen­den­auf­ruf).

Dienstag, der 25. Januar 2022

9.00 Uhr - Psy­cho­lo­gi­sche Betreu­ung auf La Pal­ma hat prak­tisch seit Beginn des Vul­kan­aus­bruchs in Cumbre Vie­ja Prio­ri­tät, eine Dienst­leis­tung, die haupt­säch­lich von der Hoch­schu­le für Psy­cho­lo­gie von San­ta Cruz de Tene­ri­fe durch­ge­führt wird.

In Bezug auf die aktu­el­le psy­chi­sche Situa­ti­on auf der Insel nach dem Ende des Aus­bruchs wei­sen Psy­cho­lo­gen dar­auf hin, dass vie­le Men­schen, denen es im Dezem­ber bes­ser ging, jetzt „schlim­mer, trau­ri­ger“ sei­en, was sie jedoch erwar­tet hat­ten. „Wir wuss­ten, dass, als der Vul­kan aus­brach und sie sich bewusst waren und sich den Lava­strö­men näher­ten, der Abschwung stark sein wür­de, wir muss­ten dort sein, vie­len geht es schlech­ter“, sag­te er und beton­te dies wäh­rend der aku­ten Pha­se der Not dau­er­te, „sie sahen behü­te­ter aus“ und sei­en sogar weit weg von der Vul­kan­ge­gend gewe­sen, „wo sie ihre Häu­ser hat­ten und glück­lich waren, jetzt kön­nen sie näher kom­men und sie sehen hilf­los aus.“

Es wird lang­wie­ri­ge Pro­blem und eine gro­ße psy­chi­sche Belas­tung für die Betrof­fe­nen auch in Zukunft geben.

9.20 Uhr – Der Stadt­rat für Sozia­le Akti­on des Cabil­do, Nie­ves Hernán­dez, weist dar­auf hin, dass am gest­ri­gen Mon­tag über die Ver­tei­lung des Gel­des aus den noch zu lie­fern­den Spen­den der Gesell­schaft infor­miert wur­de. „In den nächs­ten Tagen wer­den wir die Ein­ga­be der Hil­fe aus dem ers­ten Block abschlie­ßen, die aus den Spen­den stammt, die Ein­zel­per­so­nen, Orga­ni­sa­tio­nen und Unter­neh­men auf die Kon­ten des Cabil­do geleis­tet haben, und sobald die­ser ers­te Teil abge­schlos­sen ist, haben wir uns bereit erklärt, die zu lie­fern ver­blei­ben­der Betrag plus 6 Mil­lio­nen Euro für die vom Aus­bruch betrof­fe­nen Men­schen, die ihre ers­te Woh­nung ver­lo­ren haben“, erklärt Hernández.

9.25 Uhr - So sieht es heu­te in La Lagu­na aus.

  • Fort­set­zung folgt

Wetteraussichten für La Palma



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