Wave-Glider überwacht Lavadelta

Boot - Wave-Glider

Wave-Glider ein unbemanntes Wasserfahrzeug -

Plo­can über­wacht wei­ter­hin mit einem unbe­mann­ten Fahr­zeug, einem Wave-Gli­der, die Gewäs­ser in der Nähe des Lava­del­tas auf der West­sei­te von La Pal­ma. Noch immer dringt flüs­si­ge Lava über ein Röh­ren­sys­tem in das Meer ein. Des­halb gel­ten wei­ter die Mee­res­sperr­zo­ne von einer hal­ben See­mei­le und an den Küs­ten­or­ten La Bom­bil­la, Puer­to Naos und El Remo Sperr­ge­bie­te wegen zu hoher Gas­kon­zen­tra­ti­on.

Ein auto­no­mes Wel­len­glei­ter-Ober­flä­chen­fahr­zeug aus der Flot­te der Cana­ri­an Ocea­nic Plat­form (Plo­can) wur­de die­sen Don­ners­tag in Gewäs­sern in der Nähe des Hafens von Taza­cor­te in Betrieb genom­men, um die Auf­ga­ben der Beob­ach­tung und Über­wa­chung der Aus­wir­kun­gen des Vul­kans auf die Gewäs­ser und das Meer fort­zu­set­zen und das Öko­sys­tem zu überwachen.

Auf die­se Wei­se wird der „Wel­len­glei­ter“ mit wis­sen­schaft­li­chen Instru­men­ten aus­ge­stat­tet, die eine kon­ti­nu­ier­li­che Mes­sung von atmo­sphä­ri­schen und meteo­ro­lo­gi­schen Grö­ßen an der Ober­flä­che sowie von Salz­ge­halt, Tem­pe­ra­tur, gelös­tem Sauer­stoff und Mee­res­rau­schen im Was­ser ermöglichen.

Ich ken­ne den Wave-Gli­der bereits vom Vul­kan­aus­bruch auf El Hierr­ro in den Jah­ren 201112. Hier­zu der dama­li­ge Bei­trag mit den Einzelheiten.

unbemanntes Boot - Wave-Glider

Inzwi­schen wur­de der Wave-Gli­der aus­ge­baut und moder­ni­siert. Da an den West­küs­te von La Pal­ma neben den neu ent­stan­de­nen Lava­del­tas, kon­zen­triert wich­ti­ge Popu­la­tio­nen von Walen leben, wur­de der Wel­len­glei­ter mit einem Hydro­phon aus­ge­stat­tet, um ihre Anwe­sen­heit und das Ver­hal­ten zu erken­nen und bes­ser stu­die­ren zu können.

Auch das Forschungschiff Ángeles Alvariño liegt weiter vor der Küste

Das neu­es­te und moderns­te For­schungs­schiff Ánge­les Alva­ri­ño vom Spa­ni­schen Insti­tut für Ozea­no­gra­phie (IEO) unter­such­te wei­ter die jüngs­ten vul­ka­ni­schen Akti­vi­tä­ten an der West­küs­te von La Pal­ma. Ges­tern gab es wahr­schein­lich einen Per­so­nal­wech­sel, da es vom Hafen in San­ta Cruz de La Pal­ma wie­der in das Ein­satz­ge­biet gestar­tet ist. Vor Jah­ren hat­te ich Gele­gen­heit an Bord mir die tech­ni­sche Ein­rich­tung etwas näher unter die Lupe zu neh­men. Hier der dama­li­ge Bei­trag.

12.00 Uhr - Ende­sa ver­si­chert den Ein­woh­nern von La Man­chas, dass die Grup­pen des mobi­len Wär­me­kraft­werks nur im Not­fall hoch­ge­fah­ren wer­den, um die Geräusch­ku­lis­se gering zu hal­ten. Im Moment sei­en es nur Pro­be­läu­fe. Nur wenn das pro­vi­so­risch instal­lier­te Lei­tungs­netz zusam­men bricht, kom­men die Gene­ra­to­ren zum Ein­satz. Also ent­we­der kei­nen Strom oder die befris­te­te Lärm- und Abgas­be­läs­ti­gung in Kauf nehmen.

13.30 Uhr – Mehr als hun­dert asso­zi­ier­te Ärz­te ver­schie­de­ner Diens­te – dar­un­ter Chir­ur­gen, Anäs­the­sis­ten und Not­ärz­te – haben die Peti­ti­on zur Been­di­gung der Füh­rung des Insu­lar-Mother-Child Uni­ver­si­ty Hos­pi­tal Com­plex (CHUIMI) unter­zeich­net . Das Doku­ment wur­de heu­te Nach­mit­tag in der Zen­tra­le des kana­ri­schen Gesund­heits­diens­tes in der Haupt­stadt Gran Cana­ri­as registriert.

Die „erns­te Situa­ti­on“ der Ver­sor­gung des Gesund­heits­zen­trums, die „Pre­ka­ri­tät“ der Fach­kräf­te, eine „ver­al­te­te Infra­struk­tur“, die die Bedürf­nis­se der Bevöl­ke­rung nicht abdeckt, kamen zu dem „desas­trö­sen Manage­ment“ der letz­ten Jah­re und dem „Ver­sor­gungs­cha­os“. »Daher hat, ver­ur­sacht durch die Covid-Pan­de­mie, die Kapa­zi­tät der Ange­hö­ri­gen der Gesund­heits­be­ru­fe an ihre Gren­zen gebracht. Vie­le Pati­en­ten kön­nen durch die hohe Anzahl von Covid Pati­en­ten nicht behan­delt oder ope­riert wer­den. Daher steigt die Todes­zahl dramatisch.

15.40 Uhr – Dies ist das neue Lava­del­ta des Vul­kans Cabe­za an die­sem kal­ten Tag des 2. Febru­ar 2022. Die Dampf­säu­len zei­gen, dass die Tem­pe­ra­tur im jüngs­ten Ter­rain Spa­ni­ens auch Mona­te spä­ter noch sehr hoch ist.

17.40 Uhr – Das Minis­te­ri­um für öffent­li­che Arbei­ten, Ver­kehr und Woh­nungs­bau der Regie­rung der Kana­ri­schen Inseln hat unter der Lei­tung von Sebas­tián Fran­quis über das öffent­li­che Unter­neh­men Viso­can die Lie­fe­rung von Häu­sern an die vom Aus­bruch des Vul­kans Cumbre Vie­ja betrof­fe­nen Fami­li­en fort­ge­setzt die von heu­te zu den ers­ten 16, die in Los Lla­nos de Ari­da­ne der För­de­rung von 29 Häu­sern gelie­fert wer­den, die vor eini­gen Wochen von der öffent­li­chen Gesell­schaft in Mon­ta­ña Tenis­ca erwor­ben wurden.

18.00 Uhr – La Pal­ma fällt auf­grund der Ver­bes­se­rung sei­ner epi­de­mio­lo­gi­schen Indi­ka­to­ren auf­grund von COVID-19 auf Alarm­stu­fe 3. Die Stu­fen­än­de­rung wird die­sen Frei­tag, den 4. Febru­ar, um 00:00 Uhr wirksam

Freitag, der 4. Februar 2022

8.45 Uhr – Pan­ora­ma­auf­nah­me vom Kra­ter des Vul­kan Cabeza

Vulkankrater

9.00 Uhr – Der Stadt­rat von El Paso dankt CICAR (Gru­po Cabre­ra Medi­na) für die Soli­da­ri­tät, die sie seit dem ers­ten Moment des Aus­bruchs des Vul­kans Cumbre Vie­ja mit der Gemein­de gezeigt hat, indem sie ihre Fahr­zeu­ge im Not­fall kos­ten­los zur Ver­fü­gung gestellt hat. Es sind ins­ge­samt 15 Fahr­zeu­ge (Trans­por­ter, Gelän­de­wa­gen, Pkw und gemisch­te Fahr­zeu­ge), mit denen der Stadt­rat in die­sen vier Mona­ten die Auf­ga­ben des Zivil­schut­zes, der Ver­tei­lung von Nah­rungs­mit­teln und Aus­rüs­tung und der Ver­sor­gung beglei­tet hat und bis heu­te wahrnimmt.

9.15 Uhr – Die Regie­rung der Kana­ri­schen Inseln hat bereits 251,64 Mil­lio­nen Euro an Hil­fe für die vom Vul­kan Betrof­fe­nen bereit­ge­stellt. Die über­wie­gen­de Mehr­heit, etwa 113,4 Mil­lio­nen, wur­de für Woh­nun­gen und Unter­künf­te bereit­ge­stellt. Bis zum 3. Febru­ar 2022 sind bis­her 5.184 Anträ­ge im Betrof­fe­nen­re­gis­ter ein­ge­gan­gen, davon sind 4.650 bereits in Bear­bei­tung (89,70 %).

11.10 Uhr – Das Minis­te­ri­um für Land­wirt­schaft, Vieh­zucht und Fische­rei der Regie­rung der Kana­ri­schen Inseln wird die der­zei­ti­gen Bewäs­se­rungs­net­ze von La Cruz-Ber­me­ja und die Haci­en­das von Argu­al und Taza­cor­te (La Pal­ma) mit einer iso­lier­ten Flä­che von etwa 80 Hekt­ar ver­bin­den in der Mit­te der bei­den gro­ßen Lava­strö­me durch den Cami­no de San Isidro, an der Küs­te von Taza­cor­te, in die Gegend von El Per­di­do bis zu den unte­ren Hän­gen des Ber­ges Todo­que neu auf­bau­en. Es han­delt sich um eine Arbeit im Wert von 850.000 Euro.

11.30 Uhr - Das Minis­te­ri­um für Tou­ris­mus, Indus­trie und Han­del der Regie­rung der Kana­ri­schen Inseln eröff­ne­te am ver­gan­ge­nen Mon­tag die Regis­trie­rungs­frist für Unter­neh­men im Sek­tor La Pal­ma, um von dem zusam­men mit der Zen­tral­re­gie­rung gestar­te­ten Tou­ris­ten­gut­schein­pro­gramm im Gesamt­wert von 6,6 Mil­lio­nen Euro zu pro­fi­tie­ren. Davon ent­fal­len 5,6 Mil­lio­nen auf 20.000 Gut­schei­ne im Wert von je 250 Euro, wäh­rend die rest­li­chen Mil­lio­nen Euro in regio­na­le und natio­na­le Wer­be­ak­tio­nen inves­tiert wer­den, die das Inter­es­se an einer Rei­se nach La Pal­ma stei­gern wer­den. Hin­zu kom­men die 2,65 Mil­lio­nen Euro für Anrei­ze zur Flug­ver­bin­dung zur Insel. Dazu wer­de ich noch etwas schrei­ben, wenn mehr bekannt ist.

13.00 Uhr - Sozia­le, öko­lo­gi­sche und wirt­schaft­li­che Nach­hal­tig­keit müs­sen Vor­rang haben und Spe­ku­la­tio­nen ver­mie­den wer­den. Das ist das Ziel der Insel­re­gie­rung auf dem Weg zu einer post­vul­ka­ni­schen wirt­schaft­li­chen und ter­ri­to­ria­len Umstel­lung auf La Pal­ma. Ideen und Zie­le, die sich wie Schall und Rauch anhö­ren. Solan­ge Regie­rungs­mit­glie­der gro­ße Län­de­rei­en im Vul­kan­ge­biet besit­zen und die­se nicht der All­ge­mein­heit zur Ver­fü­gung stel­len, glau­be ich nicht an die Umset­zung die­ser Vorschläge.

16.00 Uhr - Die Coro­na Alarm­stu­fen nach Inseln wur­den gera­de aktua­li­siert. Mehr auf der Coro­na-Sei­te.

18.00 Uhr – Der König und die Köni­gin von Spa­ni­en wer­den am 24. Febru­ar zu Ehren und zur Unter­stüt­zung der Bewoh­ner der Insel nach dem Vul­kan­aus­bruch an einem insti­tu­tio­nel­len Akt auf La Pal­ma teil­neh­men. Don Feli­pe und Doña Leti­zia wer­den vom Prä­si­den­ten der Zen­tral­re­gie­rung, Pedro Sán­chez, beglei­tet. Pedro Sán­chez hat auch die XXVI. Kon­fe­renz der Prä­si­den­ten der auto­no­men Gemein­schaf­ten auf La Pal­ma ein­be­ru­fen. Das Tref­fen fin­det am Frei­tag, dem 25. Febru­ar, per­sön­lich auf der Insel statt.

Samstag, der 5. Februar 2022

9.20 Uhr – In der ver­gan­ge­nen Nacht nur leich­te Erd­be­ben bis ML1,9 aus 3 bis 24 Kilo­me­ter Tiefe.

10.00 Uhr – Kana­ri­sche Regie­rung beginnt mit der Coro­na Dees­ka­la­ti­on, um die Wirt­schaft zu reak­ti­vie­ren und die Pan­de­mie­mü­dig­keit auf den Kana­ri­schen Inseln zu lin­dern. Ab kom­men­den Don­ners­tag kei­ne Mas­ken­pflicht mehr im Freien.

12.00 Uhr - „Noch nie hat es in Spa­ni­en eine so gro­ße Soli­da­ri­tät gege­ben.“ So äußer­te sich Dom­in­go Pérez, Pro­vinz­se­kre­tär des Roten Kreu­zes, in Bezug auf die „Wel­le der Soli­da­ri­tät“, die auf­grund des Vul­kan­aus­bruchs in Form von Spen­den auf La Pal­ma ange­kom­men ist. Und es sind mehr als 20 Mil­lio­nen Euro, die auf den Kon­ten gesam­melt wur­den, die die öffent­li­chen Ver­wal­tun­gen für die­sen Zweck frei­ge­ge­ben haben. Obwohl die Spen­den­quo­te zurück­ge­gan­gen ist, sieht Pérez dies als „natür­lich“ an. „Wir sind nicht mehr die Titel­sei­te der Nach­rich­ten, und es müs­sen Anstren­gun­gen unter­nom­men wer­den, um die Men­schen dar­an zu erin­nern, dass wir bei­spiels­wei­se beim Roten Kreuz wei­ter­hin ver­wal­ten und hel­fen. Jetzt suchen wir Hil­fe von Unter­neh­men und Ver­wal­tun­gen, um mehr Mit­tel zu bekom­men, da Spen­den von Ein­zel­per­so­nen bereits anek­do­tisch sind.“

Sonntag, der 6. Februar 2022

9.20 Uhr – Nur ver­ein­zel­te leich­te Erd­be­ben. Die GPS Ver­for­mungs­da­ten von La Pal­ma sind nor­mal und die Luft­qua­li­tät in Los Lla­nos und El Paso im grü­nen Bereich. Pro­blem gibt es nur noch direkt am Kra­ter und im Küs­ten­be­reich um Puer­to Naos.

14.40 Uhr - Erst­flug der neu­en Stre­cke zwi­schen der Insel La Pal­ma und dem Flug­ha­fen Paris Orly. Was soll die­ser Schwach­sinn mit den gekauf­ten und sub­ven­tio­nier­ten Flü­gen? Küm­mert Euch erst ein­mal um die Men­schen hier, die ihr kom­plet­tes Hab und Gut ver­lo­ren haben. Raúl Cama­cho, Tou­ris­mus­mi­nis­ter von La Pal­ma hat dafür kein Ver­ständ­nis oder ver­steht die Pro­ble­ma­tik nicht ein­mal im Ansatz.

 

Montag, der 7. Februar 2022

10.40 UhrCar­los Cabre­ra: „Die Ent­sal­zungs­an­la­gen waren ein Erfolg, die Was­ser­qua­li­tät ist gut“. Sie waren zu ihrer Zeit eine Maß­nah­me, die auf­grund der Dring­lich­keit der Bereit­stel­lung von Was­ser zur Bewäs­se­rung des pro­duk­tivs­ten land­wirt­schaft­li­chen Gebiets von La Pal­ma ergrif­fen wur­de; und obwohl ihre Anwe­sen­heit auf La Pal­ma nie gern gese­hen wur­den; Meer­was­ser­ent­sal­zungs­an­la­gen haben ihre Mis­si­on erfüllt und blei­ben auch noch solan­ge, bis das Was­ser-Rings­sys­tem wie­der funktioniert.

  • Fort­set­zung folgt

 

Wetteraussichten für La Palma



24 Kommentare zu "Wave-Glider überwacht Lavadelta"

  1. Hal­lo Herr Betzwieser,
    Auch von uns vie­len Dank für Ihre kom­pe­ten­te und für La Pal­ma- Fans sehr nütz­li­che Bericht­erstat­tung.( Wir kom­men seit 1992 auf die Insel, in den letz­ten Jah­ren oft für meh­re­rer Monate)Wir ken­nen meh­re­re vom Vul­kan­de­sas­ter betrof­fe­ne Pal­me­ros und so haben wir eine Fra­ge bzgl.eventueller finan­zi­el­ler Direkt­zu­wen­dun­gen an die Betroffenen:
    Wie ver­hält es sich mir dem steu­er­li­chen Aspekt, wird eine Spen­de von einem Deut­schen an die betrof­fe­ne spa­ni­sche Per­son für den Spa­ni­er als Schen­kung vom spa­ni­schen Fis­kus behan­delt? Gibt es wg.des aktu­el­len Not­stan­des Sonderregelungen?
    Soll­te jemand in Ihrem Blog bzw.Sie dazu Infor­ma­tio­nen haben, wären wir allen für ein feed­back sehr dankbar.

    • Manfred Betzwieser | 3. Februar 2022 um 12:58 | Antworten

      Hal­lo Frank,

      Direkt­zu­wen­dun­gen, wie an die von mir genann­te Fami­lie, sind Schen­kun­gen und wer­den vom Finanz­amt nicht erfasst. Spen­den an Orga­ni­sa­tio­nen oder Gemein­den wer­den offi­zi­ell behan­delt. Inwie­weit hier Steu­ern anfal­len, ent­zieht sich mei­ner Kennt­nis. Spen­den an Gemein­den wan­dern zunächst in den Gemein­de­haus­halt und wer­den dann als Sozi­al­aus­ga­ben an Bedürf­ti­ge wei­ter gereicht.
      Das Pro­blem ist, dass die Ver­wal­tung hier einen Teil schluckt und auch der Fis­kus Zugriff hat. Aus die­sem Grun­de hal­te ich davon nichts, da auch die Mit­tel­zu­tei­lung nach Good­will und nicht immer nach der Bedürf­tig­keit aus­ge­rich­tet ist.

      • Lie­ber Manfred,

        da gab es doch mal vor ein paar Wochen ein Vor­schlag. Ich weiß lei­der nicht mehr, wann, und ganz habe ich das Kon­strukt nicht ver­stan­den, weiß auch nicht, ob das Grau­zo­ne oder „nur“ sehr kom­pli­ziert war. Viel­leicht erin­nerst du dich oder jemand ande­res aus dem Forum.

        • Du meinst die­sen Bei­trag von Mica, wel­cher das, was Man­fred hier als Ein­zel­fall macht, eine Stu­fe nach­hal­ti­ger, aber auch auf­wen­di­ger als Paten­schafts-Sys­tem beschrieb – benö­tigt wird dabei jemand, der Paten­schaf­ten (also eine län­ger andau­ern­de „Beglei­tung“) an Bedürf­ti­ge vermittelt.
          Steu­er­lich macht eine Ein­mal-Zuwen­dung und eine Paten­schaft im Prin­zip kei­nen Unter­schied. Es sind direk­te pri­va­te Zuwen­dun­gen, oder eben Schen­kun­gen, die erst ab bestimm­ten Gesamt­sum­men vom Beschenk­ten zu ver­steu­ern sind. Als zuwen­den­de Per­son in Deutsch­land kann ich die­se (umgangs­sprach­li­che) „Spen­de“ jedoch auch nicht steu­er­lich gel­tend machen. Dies geht nur bei Zuwen­dun­gen an vom Fis­kus als gemein­nüt­zig aner­kann­te Organisationen.

          • Manfred Betzwieser | 3. Februar 2022 um 17:19 |

            Dan­ke Sebas­ti­an, so ist es. Am bes­ten pickt man sich Ein­zel­fäl­le her­aus, die auch per­sön­lich bekannt sind. Es sind dann wohl nur aus­ge­wähl­te Fami­li­en, aber die Hil­fe kommt voll an und die Spen­de ver­si­ckert nicht in irgend­wel­chen dubio­sen Quel­len, die sich als wohl­ha­ben­de Inves­to­ren mit 5 Feri­en­häu­sern wahr­schein­lich nie­mals her­aus­stellt und ihren Haupt­wohn­sitz außer­halb der Vul­kan­zo­ne haben.
            Die­se Leu­te unter­stüt­ze ich nicht und mache auch kei­ne Wer­bung für Spen­den die­ser Art.

          • Vie­len Dank für die Recher­che – war mir auch als nicht opti­mal in Erin­ne­rung, war mir aber auch nicht sicher, da ich ür La Pal­ma doch auch lie­ber gezielt spen­de und das nicht im Detail gele­sen hatte.
            Zu dem Twit­ter-Film­chen von 15;40 Uhr: Es sieht heu­te etwas ver­han­gen-kühl auf der West­sei­te aus, der Vul­kan scheint dadurch mehr zu „damp­fen“, womit man gut sieht, was dort noch alles aus­gast. Ich flie­ge über­mor­gen hin, bin gespannt und wer­de gebüh­rend Abstand hal­ten. Und hof­fe, dass die Bewohner/innen der Süd­west­küs­te den­noch bald nach Hau­se zurück­keh­ren können.

          • Frank Denzler | 3. Februar 2022 um 19:46 |

            Hal­lo Sebastian,
            Dan­ke für die Info.
            Kön­nen Sie mir Nähe­res über die­se Mög­lich­keit sagen, insbesondere,ab wann Steu­er­pflicht für den beschenk­ten Pal­me­ro (Spanier)besteht, denn im Nor­mal­fall gibt es kei­nen Frei­be­trag wie in Deutsch­land und der Steu­er­satz beträgt lt. Tabel­le 81!%,wenn ein Aus­län­der schenkt oder ver­erbt. Oder ken­nen Sie eine Quelle/Adresse, wo ich mich kun­dig machen kann.
            Viel­leicht gibt es wegen des Kata­stro­phen­falls auf LP eine Ausnahmeverordnung?
            Vie­len Dank im Vor­aus, WIR wol­len kei­ne Steu­er spa­ren, es geht aus­schliess­lich um den Beschenkten.

          • Sebastian | 4. Februar 2022 um 12:59 |

            Hal­lo Frank. 81% erscheint mir sehr ungewöhnlich.
            Mei­ne Erfah­run­gen mit dem spa­ni­schen Fis­kus sind nur periphär. Bis­her bin ich davon aus­ge­gan­gen, dass Zuwen­dun­gen, die nicht einer nor­ma­len Ein­kom­mens- oder Lohn­steu­er unter­lie­gen, auto­ma­tisch wie Gewin­ne zu ver­steu­ern sind. Im Zusam­men­hang mit Immo­bi­li­en war zuletzt mal von einem Steu­er­satz von 19% auf Ver­kaufs­ge­win­ne die Rede.
            Wel­cher Tabel­le hast Du die 81% entnommen?
            Mit nicht ver­hand­lungs­si­che­rem Spa­nisch bin ich eben auch über eine Stel­le gestol­pert, bei der es um 85% Sen­kung der Steu­er­be­mes­sungs-Basis bei Schen­kun­gen inner­halb der Fami­lie ging. Da hat­te ich bei ers­tem Lesen auch „Abzü­ge von 85%“ ver­stan­den. Und die o.g. 19% pas­sen auch gut zu 81% – kann es sein, dass Du dem­sel­ben Irr­tum unter­le­gen bist, wie ich?

      • Hal­lo Herr Betzwieser,
        Dan­ke für Ihre Anre­gun­gen bzgl. Spen­den­gel­der an betrof­fe­ne Pal­me­ros und auch die Mög­lich­keit in Ihrem Forum wei­te­re Vor­schlä­ge zu erhalten.
        Wir freu­en uns, dass Sie wei­ter so fleis­sig von La Pal­ma berichten.

  2. Gibt es Unterwasseraufnahmen/Filme von den Küs­ten­zo­nen „La Bom­bil­la, Puer­to Naos und El Remo“, also den Berei­chen außer­halb der Lavaströme?
    Dar­auf soll­te zu erken­nen sein, in wel­chem Zustand sich das Bio­top befindet.
    Danke.

    • Manfred Betzwieser | 3. Februar 2022 um 18:44 | Antworten

      Das wür­de mich auch inter­es­sie­ren. Im Moment ken­ne ich noch kei­ne Vide­os. In El Hier­ro wur­de damals alles gleich gefilmt und ver­öf­fent­licht. Wird aber sicher in den nächs­ten Tagen folgen.

  3. Ich fin­de es unglaub­lich und gera­de­zu absto­ßend. Unser­eins spen­det für vom Vul­kan Geschä­dig­te, aber die Insel­re­gie­rung hat genug Geld, um an Tou­ris­ten Besuchs­gut­schei­ne zu ver­schen­ken (mehr als damals das Ossi-Begrü­ßungs­geld!), Flü­ge zu sub­ven­tio­nie­ren und Wer­be­fuz­zi­es zu bezah­len? Gehts noch? Ent­we­der es herrscht Not, dann soll das Geld bit­te dort­hin. Oder nicht, dann soll man auf­hö­ren um Spen­den zu bet­teln! So füh­le ich mich wirk­lich ver­arscht und mein fes­ter Vor­satz, La Pal­ma zu besu­chen sobald man das wie­der kann, wird ernst­haft gebremst. Sol­che Aktio­nen machen einen fata­len fal­schen Ein­druck, schlech­ten Bei­geschmack und erzeu­gen bei mir mas­si­ven Wider­wil­len. Was den­ken sich die­se Touristiker??

    • Manfred Betzwieser | 5. Februar 2022 um 9:15 | Antworten

      Hal­lo Henriette,

      im Grund­satz stim­me ich dir zu. Der Zeit­punkt und die Geld­aus­ga­be kommt zum völ­lig fal­schen Moment. Das Geld hät­te man jetzt sinn­vol­ler und über­zeu­gen­der bei den Vul­ka­n­op­fern inves­tie­ren sollen.
      Das Cabil­do unter­gräbt damit sei­ne Glaub­wür­dig­keit. Es ist eine Behör­de, bei der jede Abtei­lung für sich ver­sucht ihre Auf­ga­be best mög­lichst zu erfül­len. Der Kata­stro­phen­sek­tor will den Opfern hel­fen und die Tou­ris­tik­ab­tei­lung der Hotele­rie und den Arbeits­plät­zen. Eine bes­se­re Abstim­mung hät­te man sich wün­schen kön­nen. Aber das schaf­fen die nicht unter einem schwa­chen Insel­prä­si­den­ten, der das viel bes­ser len­ken sollte.

  4. Hal­lo Herr Betzwieser,
    ich wür­de ger­ne die nächs­ten Wochen für einen Wan­der­ur­laub nach La Pal­ma rei­sen. Lei­der sind nir­gend­wo Direkt­flü­ge aus dem Süden D zu buchen – wel­che Anrei­se wür­den Sie mir empfehlen.
    P.S Ihre Berich­te wäh­rend des Vul­kan-Aus­bruchs und auch jetzt danach sind top
    LG

    • Manfred Betzwieser | 5. Februar 2022 um 17:14 | Antworten

      Hal­lo Charlie.

      Im Moment ist das Flug­an­ge­bot nach La Pal­ma noch rar. Es gibt eigent­lich nur Ibe­ria über Madrid oder Edel­weiss am Sonn­tag aus der Schweiz. Bes­ser noch etwas abwar­ten, bis Con­dor und TUI ihre Flü­ge wie­der aufnehmen.

    • Hal­lo Charlie,
      ich hat­te schon vor Wochen gese­hen, dass Con­dor den sams­täg­li­chen Direkt­flug von Frank­furt Anfang März wie­der auf­neh­men woll­te. Ich selbst flie­ge am 26.03. FRA->SPC; nach­dem es im Lau­fe der Zeit meh­re­re Flug­plan­än­de­run­gen gege­ben hat­te, habe ich ges­tern für DE1404 mei­ne Sitz­plät­ze fix reser­viert – und es waren die aller­meis­ten Plät­ze noch frei. Sicher ist somit, dass es Ende März den Direkt­flug wie­der gibt.
      Aber: Offen ange­bo­ten wird der Flug auf http://www.condor.com nicht! Ich ver­mu­te, dass die frei­en Plät­ze im Flie­ger in Wahr­heit von Tou­ris­tik­un­ter­neh­men reser­viert sind, die für ihre Pau­schal­rei­sen fes­te Platz­kon­tin­gen­te im Flie­ger reser­vie­ren. Viel­leicht hast du übers Rei­se­bü­ro Glück, die die Leis­tun­gen von Necker­mann Rei­sen usw. vermitteln.

    • Hal­lo Charlie,
      ich bin ges­tern via Madrid von Ber­lin aus auf die Insel gekom­men. Zurück gehts mit Luft­han­sa via Frank­furt, mit Ibe­ria wäre es aber genau­so gegan­gen. Flü­ge ges­tern waren fast voll, umstei­gen knapp, aber mach­bar. Papie­re wur­den in Ber­lin und dann wie­der auf der Insel kon­trol­liert, in Madrid nur Bord­kar­te mit Aus­weis beim Boar­ding, also flot­ter Umstieg. Oder man war­tet ab, wie Man­fred vor­schlägt, wäre für mich kei­ne Opti­on gewesen.
      Stür­misch-fri­sche Grü­ße aus Tacande

  5. Das Geld für die För­de­rung des Tou­ris­mus ist sicher­lich auf lan­ge Sicht gese­hen zu befürworten.
    Nur nicht jetzt, die­ses Geld gehört den Men­schen, die durch ihren Ver­lust ent­wur­zelt wur­den und die­se Hil­fe wirk­lich brau­chen. Lese immer wie­der über Mil­lio­nen an Spen­den aus ver­schie­dens­ten Quel­len, doch kann ich mich dem Ein­druck nicht erweh­ren, das es bei den Fami­li­en nur trop­fen­wei­se ankommt, wenn über­haupt. Wor­an liegt das? Ist die Büro­kra­tie das Nadel­öhr oder poli­ti­sches Eigenitresse?
    Dei­ne offe­ne und kri­ti­sche Sicht auf die­ses The­ma zeigt die­se Mise­re gesund auf. Dan­ke für dei­ne Aus­dau­er, uner­müd­lich wei­ter zu berich­ten. Damit füh­le ich mich sehr gut, viel­fäl­tig und objek­tiv infor­miert, als wöre ich vor Ort.
    Grü­ße aus der ver­reg­ne­ten Rhön.

  6. Gertrude Hinze | 7. Februar 2022 um 17:28 | Antworten

    Hal­lo zusammen,
    Natio­nal Geo­gra­phics hat eine tol­le Titel­ge­schich­te, auch mit Hin­ter­grund­in­fos, die ich noch nicht gele­sen hat­te. Das PDF fin­det sich hier.
    https://i116.fastpic.org/big/2022/0128/6d/830726d475aafd7efd0e5d0ea22cdf6d.jpg

    • Die­se 6,90 Euro dürf­te man sich noch leis­ten kön­nen, zudem im Ver­kauf auch noch eine wei­te­re Aus­ga­be von Juni 2020 ein­ge­schweißt bei­gelegt wur­de, mit dem The­ma „Die letz­ten Zeu­gen des II. Weltkriegs“.

      Der Bei­trag wur­de übri­gens mit den Fotos von Arturo Rodri­guez und Saul San­tos ‚geschmückt‘, „bei­de aus La Pal­ma“ wie es unter dem Bei­trag benannt. Also bit­te kau­fen, denn auch die bei­den Foto­gra­fen dürf­ten für ihre Arbeit bezahlt wor­den sein! 

      Die­se Aus­ga­be von Natio­nal Geop­graphic habe ich natür­lich selbst gekauft.

      • Gertrude Hinze | 8. Februar 2022 um 8:56 | Antworten

        Ver­ste­he die Ant­wort nicht. War­um soll ich in die Stadt fah­ren oder mir was schi­ckenl las­sen? Was soll ich mit einem umwelt­schäd­lich hoch­glanz­ge­dru­cken und plas­tik­ein­ge­schweiß­tem(!) Maga­zin, bei dem ich zwangs­wei­se noch unver­kauf­te Rest­be­stän­de mit­er­ste­hen muss? Lan­det doch nur als schwer recy­leba­res Alt­pa­pier im Müll. Heu­te liest man am Com­pu­ter als PDF oder ebook, auch das kann man kaufen…

        • Wäre mir neu, dass so eine Natio­nal Geo­gra­phic Aus­ga­be nach dem Lesen gleich im Müll lan­den wür­de. Denn allein der Bericht über La Pal­ma spricht wohl dage­gen, wer ‚Fan‘ von der Insel ist.

          Im Übri­gen gehe ich mal davon aus, das die­se mög­li­chen Down­loads nicht als bezahl­te Nut­zung an den Her­aus­ge­ber flie­ßen, inso­weit wäre auch die­se Art der digi­ta­len Umge­hung ein geschäfts­schä­di­gen­des Modell.

          ‚Vor­la­gen‘ für Ali­bi­v­er­hal­ten las­sen sich leicht fin­den, wenn schon, dann die gan­ze Run­de dre­hen. Denn auch digi­ta­le Käu­fe schla­gen öko­lo­gisch das Papier erst ab einer gewis­sen Größe/Umsatz im Jahr. Mehr dazu hier:
          https://www.greenpeace.ch/de/hintergrund/44410/online-vs-papier-zahlen-und-fakten/

          • Gertrude Hinze | 8. Februar 2022 um 12:41 |

            Tja, kaum gibt man nach Mona­ten Mit­le­sen mal einen nett­ge­mein­ten Tipp, pas­siert genau das, was vor mir schon etli­che ande­re erfah­ren haben: Man wird nur kri­ti­siert und gemobbt. Muss ich mir von einem „Lau­den­berg“ wirk­lich Ali­bi­v­er­hal­ten vor­wer­fen las­sen und dass ich nicht Fan der Insel sei? Selbst­ver­ständ­lich hebe ich das PDF auf – nur für zig Maga­zi­ne habe ich kei­nen Platz, und die kann ich auch nicht mit auf „die Insel“ neh­men im Gegen­satz zu den PDFs. Natür­lich gibts Nat­Geo als ePa­per z.B. bei ikiosk.de ganz legal ein­zeln oder als Abo. Und den ver­al­te­ten, 7(!) Jah­re alten WWF-Arti­kel hat er nicht ver­stan­den; der bezieht sich auf Leu­te, die ein Extra-Gerat wie einen Rea­der kau­fen und über­wie­gend auf Zei­tung, nicht auf Maga­zi­ne. Den Lap­top habe ich aber sowie­so. Völ­lig ver­nach­läs­sigt wer­den im Arti­kel Far­ben (bei Hoch­glanz­druck, und der ist bei Nat­Geo auf Frisch­pa­pier, nicht Recy­cling!), Trans­port, Ver­tei­lung, Ver­pa­ckung (Folie!) und mei­ne Fahrt zum Kiosk. Aber man­che wis­sen alles bes­ser und wer­den zudem noch gleich per­sön­lich beleidigend.

          • Manfred Betzwieser | 8. Februar 2022 um 13:51 |

            Hal­lo wol­len wir uns wie­der beru­hi­gen. Der eine liebt im Druck­for­mat, der ande­re als PDF. Auch mei­ne Bücher gibt es auf Papier oder als E‑Book. 15 Pro­zent lie­ben das E‑Book und der Rest will es schwarz auf weiß in gedruck­ter Form. Das sind mei­ne Erfahrungswerte.

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