Ein ML4,8 Beben unter Mazo

Seismograf - ML4,8 Beben

Ein ML4,8 Beben ist schon eine Hausnummer -

Die Insel La Pal­ma wur­de von einem star­ken ML4.8 Beben erschüt­tert. Am Diens­tag­abend gegen 22.48 Uhr zit­ter­te die gan­ze Insel. Die IGN stuf­te es ursprüng­lich mit ML4,9 und der Stär­ke V ein, kor­ri­gier­te dann die Wer­te und ermit­tel­te eine Tie­fe von 39 Kilo­me­ter unter Mazo.

Für vie­le Men­schen auf La Pal­ma war es das stärks­te bis­her erleb­ten Erd­be­ben. Oben der Seis­mo­graf von El Hier­ro, da auf der Aus­wer­tung von La Pal­ma wegen dem stän­di­gen Tre­mor nicht viel zu erken­nen ist.

Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis ist mit Mazo nicht der Haupt­ort, son­dern das rela­tiv gro­ße Gemein­de­ge­biet gemeint. Mazo beginnt im Nor­den am Mon­te Bre­na (Bre­na Baja) und ver­läuft bis zum Teil­ort Mon­te de Luna an der Süd­gren­ze zu Fuen­ca­li­en­te. In der Ost/Westausrichtung vom Atlan­tik bis zur Berg­spit­ze der Cumbre Vieja.

Ein ML4,8 Beben ist schon ein kräf­ti­ges Erd­be­ben. El Hier­ro brach­te es vor 10 Jah­ren beim Eldis­creto Aus­bruch auf ML5,1 und beim San Juan 1949 auf La Pal­ma soll nach alten Auf­zeich­nun­gen sogar die ML6,0 über­schrit­ten wor­den sein. Damals war aller­dings die Mess­tech­nik noch nicht so ausgereift.

Ein Vulkan kennt weder Gnade noch Empathie

Die Natur ist unver­söhn­lich und ver­steht weder Gerech­tig­keit noch Unrecht. Sie folgt ihren eige­nen Natur­ge­set­zen und der Mensch kann nur schau­en und staunen.

Vulkan - ML4,8 Beben

Droh­nen­auf­nah­me von I Love the World

Auf dem Foto ist der gesam­te Lava­fluss vom Vul­kan Cabe­za bis zur Küs­te zu erken­nen. Fas­zi­na­ti­on, aber auch viel Zerstörung.

Wie erwar­tet hat­te am gest­ri­gen Abend star­ker Lava­fluss ein­ge­setzt. Aus drei Öff­nun­gen warf der Vul­kan gleich­zei­tig glü­hen­de Lava aus. Wel­che Strö­me, das Lava genau genom­men hat und ob es Aus­wir­kun­gen auf La Lagu­na hat, wird sich heu­te noch zeigen.

 

10.00 UhrLa Lagu­na – Die Lava rückt wei­ter vor und bedroht das seit Tagen eva­ku­ier­te Zen­trum des Lagu­na-Vier­tels. Im Moment gibt es zwei Grün­de zur Besorg­nis, eine Rou­te die direkt zur Schu­le führ­te und zum Stop­pen gekom­men ist und eine zwei­te Rou­te die direkt zur Tank­stel­le und in das Zen­trum führt – nach Aus­kunft der Pevolca.

10.40 Uhr – Ab kom­men­den Frei­tag soll der ers­te grö­ße­re Regen nach der Som­mer­pau­se auf La Pal­ma fal­len. Zunächst bis Diens­tag (soweit reicht die Wet­ter­vor­her­sa­ge). Dann wer­den wir sehen, was mit der Lava-Asche geschieht und wie vie­le Abflüs­se ver­stop­fen. Dort wo bereits gerei­nigt wur­de, sicher mit berei­ni­gen­dem Effekt. Dort wo die Asche auf Dächern lie­gen geblie­ben ist, wird sich das Aus­wurf­ma­te­ri­al erst ein­mal voll­sau­gen und die Dach­last vergrößern.

11.20 UhrMit­tei­lung der IGN – Seit der letz­ten Aus­sa­ge wur­den 71 Erd­be­ben in dem von der vul­ka­ni­schen Reak­ti­vie­rung von Cumbre Vie­ja betrof­fe­nen Gebiet loka­li­siert , 7 die­ser Erd­be­ben wur­den von der Bevöl­ke­rung gespürt, wobei die maxi­ma­le Inten­si­tät in der Epi­zen­tral­zo­ne V (EMS98) bei dem auf­ge­tre­te­nen Erd­be­ben lag um 21:48 UTC am 19. mit einer Magni­tu­de von 4,8 mbLg in einer Tie­fe von 39 km . Die­ses Erd­be­ben war auf der gesam­ten Insel La Pal­ma und in eini­gen Bevöl­ke­rungs­grup­pen auf den Inseln La Gome­ra und Tene­rif­fa mit den Inten­si­tä­ten II und II-III (EMS98) weit ver­brei­tet. Es ist das größ­te Erd­be­ben in der gesam­ten seis­mi­schen Serie .

Im betrach­te­ten Zeit­raum wur­den ins­ge­samt 5 Erd­be­ben in Tie­fen von etwa 30 km loka­li­siert, die rest­li­chen Hypo­zen­tren des Zeit­raums befin­den sich in gerin­ge­rer Tie­fe, etwa 12 km. Das vul­ka­ni­sche Tre­mor­si­gnal behält eine hohe mitt­le­re Ampli­tu­de mit sich ver­stär­ken­den Pul­sen bei. Die um 08:00 UTC gemes­se­ne Höhe der Streu­wol­ke wird auf 3.500 m geschätzt.

12.15 Uhr - Die jüngs­ten Erup­ti­ons Öff­nung, die am ver­gan­ge­nen Frei­tag etwa 300 Meter süd­lich der Haupt­ke­gel des Vul­kans Cabe­za eröff­net wur­de, hat damit begon­nen Pyro­klas­ten aus­zu­wer­fen – so die IGN.

14.40 Uhr - Die von der Fir­ma Aero­cá­ma­ras eigens umge­bau­te Droh­ne, die ver­su­chen soll die von Lava umge­be­nen Hun­de auf La Pal­ma zu ret­ten, haben einen „sehr erfolg­rei­chen“ ers­ten Test durch­ge­führt, sie haben aber noch kei­ne Geneh­mi­gung für die Ret­tung , berich­te­te die Tier­platt­form Leales.org heute.

15.10 Uhr – Die zer­stö­re­ri­sche Kraft der Lava des Vul­kans hat bereits im Stadt­zen­trum von La Lagu­na die Schu­le und die Tank­stel­le ver­schüt­tet. Der Lava­strom hat gera­de das Zen­trum des Vier­tels La Lagu­na erreicht, genau an der Kreu­zung, die den Kern teilt. Auch die Apo­the­ke gibt es nicht mehr. Wenn es so wei­ter geht, kom­men bald die Kir­che und zahl­rei­che ande­re Gebäu­de an die Rei­he. Hof­fe bald vor Ort Fotos zu erhalten.

16.20 Uhr – Die Direk­to­rin des Wis­sen­schaft­li­chen Komi­tees, María José Blan­co, wies auf eine Zunah­me der seis­mi­schen Akti­vi­tät hin, obwohl der Schwarm nicht weit von dem ent­fernt ist, der den Aus­bruch des Vul­kans ver­ur­sach­te, so dass ein wei­te­res Emis­si­ons­zen­trum nicht aus­ge­schlos­sen wird in der Nähe des ursprüng­li­chen Kegels.  Die Mög­lich­keit, dass es anders­wo pas­siert, ist mini­mal“, füg­te Mor­cuen­de hinzu.

16.50 Uhr – Die bei­den mobi­len Ent­sal­zungs­an­la­gen in  Puer­to Naos könn­ten am Sams­tag in Betrieb gehen. Es wird geschätzt, dass die­se bei­den Ent­sal­zungs­an­la­gen einen Durch­fluss von unge­fähr 6.000 Kubik­me­tern pro Tag garan­tie­ren werden.

17.10 Uhr – Rie­si­ge Lava­bro­cken wer­den im Strom mit geschwemmt.

17.20 UhrLava-Hun­de sind ver­schwun­den – Die Fir­ma Aero­ca­ma­ras, die ange­bo­ten hat, die seit zwei Wochen von der Lava des Vul­kans La Pal­ma umzin­gel­ten Hun­de zu ret­ten, hat an die­sem Mitt­woch­mor­gen Auf­klä­rungs­flü­ge in dem Gebiet durch­ge­führt, in dem die Hun­de gefan­gen waren. Von den Hun­den haben sie jedoch „vor­erst“ kei­ne „Spu­ren erhal­ten“. Das Unter­neh­men hat sei­ner­seits durch sei­ne Netz­wer­ke sicher­ge­stellt, dass es den Betrieb fort­füh­ren wird. „Unser aktu­el­les Ziel ist es, das gesam­te Gebiet stun­den- und tage­lang zu durch­su­chen, wobei wir uns auf die Ther­mo­gra­fie­ka­me­ra und eine wei­te­re 30x-Kame­ra ver­las­sen. Heu­te Nach­mit­tag wer­den wir bis in die Nacht das gesam­te Gebiet mit unse­ren Droh­nen erkun­den“, sag­te es in einer Twitter-Nachricht.

17.50 Uhr – Nein, nach der Zer­stö­rung von La Lagu­na will ich heu­te kei­ne neue Pro­gno­se wagen. Die Zei­chen ste­hen wei­ter auf Sturm und Cabe­za wirft im Moment sehr viel Asche aus. Von der Ost­sei­te sieht die Vulkan­säu­le so aus:

 

Warnung:

18.00 UhrIGN warnt vor mög­li­chen Erd­be­ben der Stär­ke 6 und mehr. Das wäre dann mit Gebäu­de­schä­den ver­bun­den. In die­sem Zusam­men­hang wies sie dar­auf hin, dass in Hang­la­gen klei­ne Erd­rut­sche ent­ste­hen könnten.

Das ist die maxi­ma­le ML Erd­be­ben­stär­ke, die bei einem vul­ka­ni­schen Erd­be­ben ent­ste­hen kann. Ein höhe­rer Seis­mik­wert wur­de noch nie­mals bei einem Vul­kan­aus­bruch gemessen.

Tipps zum Selbstschutz:
• Gehen Sie nicht nach drau­ßen, solan­ge das Zit­tern andauert.
• Schüt­zen Sie sich unter einem Tür­rah­men oder einem sta­bi­len Möbel­stück, zB einem Tisch.
• Ste­hen Sie nicht in der Nähe von Fenstern.
• Wenn Sie Ihr Haus ver­las­sen müs­sen, tren­nen Sie Was­ser, Strom und Gas.
• Gehen Sie im Eva­ku­ie­rungs­fall die Trep­pe hin­un­ter und benut­zen Sie nicht den Aufzug.
• Fol­gen Sie den Emp­feh­lun­gen der Behör­den und infor­mie­ren Sie sich über offi­zi­el­le Kanä­le und die Medien.

21.30 Uhr - Die Pevol­ca eva­ku­iert auf­grund des erwar­te­ten Vor­sto­ßes der wei­ter nord­west­lich ver­lau­fen­den Lava­strö­me und ihrer Nähe zur Grenz­zo­ne zum bereits eva­ku­ier­ten Gebiet die Vier­tel Las Mar­te­las in Los Llanos von Ari­dane, und Mari­na Alta, Mari­na Baja, La Con­de­sa und Cues­ta Zapa­ta in Tazacorte.

Die Abgren­zung ist wie folgt: Von der LP 213 an der Kreu­zung mit dem Cami­no Nicolás Bri­to Pais in Rich­tung Nor­den bis zur Kreu­zung mit dem Cami­no Mar­te­las de Aba­jo. In einer ver­streu­ten Linie in süd­west­li­cher Rich­tung bis zur Kreu­zung der Stra­ße La Lagu­na – Taza­cor­te (LP215) mit Cues­ta Zapa­ta. In Cues­ta Zapa­ta, in Rich­tung Wes­ten, wei­ter auf dem Cami­no Pin­tor Cán­di­do Cama­cho Gómez, bis er auf die Stra­ße Ángel San­ta López, Rich­tung Süd­wes­ten, bis zur Stra­ße La Cos­ta, auf die Stra­ße zum Mira­dor de San Borondón.

  • Fort­set­zung folgt

 

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La Palma

35 Kommentare zu "Ein ML4,8 Beben unter Mazo"

  1. Wenn ich die Live­cam vom Aus­bruch anse­he, fra­ge ich mich, aus wel­cher Rich­tung schau­en wir auf den Aus­bruch? Wenn die Kame­ra im Süden steht, wür­de der Rauch, der nach rechts zieht, vom West­wind in Rich­tung Osten getrie­ben. Weiß da jemand Genaueres?

    • Moin 🙂

      Ich benut­ze ger­ne die­sen livestream 

      https://m.youtube.com/watch?v=6g0Fy5X9Kkk

      Hier wer­den immer wie­der Kar­ten und Infos ein­ge­blen­det, unter ande­rem Wind­rich­tung und ‑Geschwin­dig­keit, Plus die Stand­or­te der drei Kameras.

      • Groß­ar­tig! Vie­len Dank. Die hat­te ich noch nicht gefun­den. Jetzt steckt der Link­auch in mei­nen Favoriten.

        • Immer ger­ne.

          Du kannst natür­lich auch selbst, über die ver­schie­de­nen feeds, zwi­schen den Kame­ras hin- und her swit­chen. Falls du etwas Inter­es­san­tes genau­er anschau­en möch­test. Die feeds fin­dest du wenn du auf den Kanal gehst und dort auf „Vide­os“ clickst. 

          Hier ist z.B.der Link zur Kame­ra, die momen­tan die Küs­te zeigt

          https://m.youtube.com/watch?v=BBLd3TnuMqA

          • Joachim Ehrich | 21. Oktober 2021 um 22:26 |

            Hal­lo Isabel!

            Dei­nen Link habe ich mir auch ger­ne ange­se­hen. Schien mir auch qua­li­ta­tiv bes­ser zu sein als mein gewohn­ter Link En Direc­to – RadioTe­le­vi­sión Cana­ria (rtvc.es). Heu­te hat er lei­der nicht funk­tio­niert, was ich bedaue­re, weil die zusätz­li­chen Infor­ma­tio­nen in der Fuß­leis­te ja auch sehr infor­ma­tiv sind. Geht das viel­leicht nur mir so?

    • @Joachim Ehrich: Ich bin mir nicht ganz sicher, wo die Live­cam mit Blick auf den Vul­kan­ke­gel exakt steht. Aber sie steht mit Sicher­heit nord­west­lich davon.
      Die Lava­strö­me flies­sen auf der Nord­sei­te den Kegel hin­un­ter und schwen­ken dann „kame­ra-rechts“, also Rich­tung Wes­ten zur Küste.

      • Vie­len Dank. Jetzt muß ich mich umge­wöh­nen. Wenn man sich als alter Mensch was ein­ge­bil­det hat, braucht das Zeit.

  2. 18.00 UhrIGN warnt vor mög­li­chen Erd­be­ben der Stär­ke 6 und mehr.
    Ich den­ke sie spra­chen von Inten­si­tät VI und nicht Stär­ke 6. Oder?

    Aus dem El Time Text:
    „Magni­tu­de und Inten­si­tät sind zwei Begrif­fe, die oft ver­wech­selt wer­den, und obwohl sie eng mit­ein­an­der ver­bun­den sind, haben sie eine völ­lig unter­schied­li­che Bedeu­tung. Die Magni­tu­de dient zur Quan­ti­fi­zie­rung der Grö­ße von Erd­be­ben und misst die Ener­gie, die beim Bruch einer Ver­wer­fung frei­ge­setzt wird, wäh­rend die Inten­si­tät eine qua­li­ta­ti­ve Beschrei­bung der Aus­wir­kun­gen von Erd­be­ben ist und die Wahr­neh­mung der Men­schen sowie die durch das Ereig­nis erlit­te­nen mate­ri­el­len und wirt­schaft­li­chen Schä­den umfasst.“

    Über­setzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kos­ten­lo­se Version)

    • Manfred Betzwieser | 20. Oktober 2021 um 21:26 | Antworten

      Und wo liegt hier der Unter­schied – ML 6 ist die Stär­ke eines emp­fun­den Erd­be­bens. Nach IGN Klas­si­fi­zie­rung ist ML4,8 wie in der ver­gan­ge­nen Nacht ent­spre­chend klei­ner als ein IGN ML 6,0. Ich hal­te mich an die IGN Vor­ga­ben und Ein­tei­lung der Bebenstärke.

      Wenn Invol­can eine ande­re Klas­si­fi­zie­rung benutzt, war das für mich nie ein Maßstab.

  3. Ivol­can hat eine star­ke Erup­ti­on um 19:45 Uhr Orts­zeit La Pal­ma gefilmt.

    https://twitter.com/involcan/status/1450899249923862532?s=20

  4. Guten Abend,

    ich traue mich gar nicht mei­nen Kom­men­tar von ges­tern Abend noch ein­mal zu posten:

    „Ein 4,8er Beben am gest­ri­gen Abend (19.10.2021) ver­spricht nichts Gutes!
    Ich hof­fe das IGN hat den lan­gen, noch nicht sehr brei­ten Riß (Nord – Süd) auf dem Berg­rü­cken, der seit vie­len Jah­ren ohne Pro­ble­me besteht, im Blick.
    Lei­der liest man dazu gar nichts mehr auf den ent­spre­chen­den Seiten.
    Es ist auf­fäl­lig, dass die über 4,2er Ampiltu­den Beben der ver­gan­ge­nen Tage nicht weit aus­ein­an­der lie­gen. Das heißt, wie Sie auch beschrei­ben, dass Mag­ma „gepumpt“ wird, lei­der aber auch, dass die Umge­bung „nach oben“ (knapp hin­ter der Berg­spit­zen in Rich­tung Süd-/Wes­ten) Schä­den neh­men kann.
    Ich traue mich gar nicht zu fra­gen, wie die Wer­te (Gase, etc.) am Tei­de sich in den letzten
    Tagen ent­wi­ckelt haben.“

    Beben von mehr als Ampli­tu­de 5,5 wer­den den Riss/die kilo­mer­lan­ge Spal­te auf jeden Fall ver­grö­ßern, das Lava­pum­pen ist dabei zu vernachlässigen.
    Naja so lang­sam beschleicht einen das Gefühl, dass es lei­der, lei­der noch schlim­mer wer­den wird.
    Wenn das IGN schon vor 6er Beben warnt (sie­he 18.00 Uhr Mel­dung hier) dürf­ten wei­te­re Eva­ku­ie­run­gen von der Mit­te der Insel bis zum Hotel in Fuen­ca­li­en­te (plus meh­re­re Kilo­me­ter nach Süden) lei­der nicht mehr lan­ge auf sich war­ten lassen.

    • Lie­ber Ralf, wir hören Dei­ne Worte.
      Mit den Über­brin­gern schlech­ter Nach­rich­ten, noch dazu Ver­mu­tun­gen, unter­hält man sich halt nicht so gerne.
      Nein, im Ernst: In Deutsch­land über­schla­gen sich gera­de mal wie­der die offi­zi­el­len Sturm­war­nun­gen für bestimm­te Gebie­te. Soll halt hin­ter­her nicht heis­sen, sie hät­ten ihren Job fahr­läs­sig oder nicht gemacht. Das wäre als Grund sogar wahr­schein­li­cher, als ein mul­mi­ges Gefühl ihrer Mitarbeiter.
      Weisst Du (oder jemand ande­res), wann und unter wel­chen Bedin­gun­gen die­ser Spalt zuletzt signi­fi­kant ver­än­dert wur­de und was dabei geschah? Von wegen Ver­gleich­bar­keit und Erwartbarkeit?

    • Manfred Betzwieser | 20. Oktober 2021 um 19:55 | Antworten

      Hal­lo Ralf,

      es gibt einem mini­ma­len Riss der west­lich der Cumbre Vie­ja ent­lang führt. Ich habe ihn mehr­fach began­gen und unter­sucht. Dazu gibt es ent­spre­chen­de Bei­trä­ge.
      Dr. Simon Day war als Ver­si­che­rungs-Geo­lo­ge unter­wegs und muss­te etwas fin­den. La Pal­ma war das erklär­te Ziel sei­ner Recher­chen, mit der er welt­wei­te Auf­merk­sam­keit geweckt hat. Gut für ihn und sein Konto.

      Glaub mir, an der Geschich­te ist nichts dran. Wenn Du eine Atom­bom­be dort zün­den wür­dest, kann der Effekt eines Tsu­na­mi ein­tre­ten. Alles ande­re ist Blöd­sinn. Es gibt viel gefähr­li­che­re Abruch­kan­ten gen USA als La Pal­ma. Schau Dir mal das Gol­fo­tal auf El Hier­ro an. Mein nächs­ter Favo­rit. Suche mal auf Lapalma1.net nach die­sem Tal und Du wirst fündig.

      Gruß
      Manfred

      • Ich bin viel­leicht etwas spät dran hier zu reagie­ren. Ich hal­te auch rein gar nichts von den Tsu­na­mi-Spe­ku­la­tio­nen. Aber der Ver­gleich „Wenn Du eine Atom­bom­be dort zün­den wür­dest, kann der Effekt eines Tsu­na­mi ein­tre­ten.“ ist gefähr­lich, denn mit Sicher­heit wur­de bereits eine viel­fa­che Ener­gie „frei­ge­setzt“. Ich ver­su­che mal, etwas dazu zu finden.

  5. Vie­len Dank für die tol­len Berich­te jeden Tag. Sehr infor­ma­tiv, gewal­tig was Mut­ter Natur da macht. Als Außen­ste­hen­der ist das natür­lich ein­fach zu sagen. Ich hof­fe für die Bewoh­ner von La Pal­ma das der Vul­kan bald aufhört.
    Im Gebet bei allen , die alles ver­lo­ren haben. Viel Kraft für den Neu Anfang grü­ße aus Österreich

  6. @Manfred, 12:15 Uhr: „Die jüngs­ten Erup­ti­ons Öff­nung, die am ver­gan­ge­nen Frei­tag etwa 300 Meter süd­lich der Haupt­ke­gel des Vul­kans Cabe­za eröff­net wur­de, hat damit begon­nen Pyro­klas­ten aus­zu­wer­fen – so die IGN.“
    Nur, um zukünf­ti­ge Ver­wir­run­gen zu ver­mei­den, hier noch­mal ergän­zend mei­ne Zusammenfassung:
    Die Ent­ste­hung der genann­ten Öff­nung (am süd­li­chen Hang-Aus­läu­fer des Kegels) ist in die­sem Video der IGME vom Frei­tag, 17.10. gut zu sehen. Das hier sicht­ba­re, süd­li­che „Tal“ scheint im Fal­le eines Lava-Aus­flus­ses der wahr­schein­lichs­te Fließ­weg zu sein.
    Ab Minu­te 0:49 des Vide­os hin­ge­gen sieht man außer­dem eine zwei­te Öff­nung – einen Spalt, der hier leicht weiss aus­gast, und nicht Teil des Vul­kan-Kegels ist.
    Die­se hat heu­te Früh auch noch Weiss geraucht, wäh­rend die Kege­l­öff­nung stark qualm­te (sie­he mein Kom­men­tar von heu­te Vormittag).
    Der Pyro­klas­ten-Aus­wurf hat inzwi­schen wie­der nach­ge­las­sen, hat jedoch den Kegel auf die­ser Sei­te teil­kol­la­bie­ren las­sen. Hier ein kom­men­tier­tes Video (spa­nisch) der IGME dazu.

  7. ElTi­me hat zwei aktu­el­le Fotos aus La Lagu­na ver­öf­fent­licht. Es ist nur noch ent­setz­lich, was auf La Pal­ma passiert.

  8. Hier ein Smart­phone-Auf­nah­me aus einem fah­ren­den Auto. Ver­mut­lich sieht man gea­de die Tankstelle

    https://www.youtube.com/watch?v=SP7hYH504vQ

  9. Lava zer­stört gera­de die Tank­stel­le und ist 25 m vor der Kreu­zung in La Lagu­na.. Sieht schlecht aus für das Zentrum.

  10. Lie­ber Man­fred, was mich noch inter­es­sie­ren wür­de, ist die LP-301 als Umge­hung des Tun­nels von der Ost­sei­te her noch offen?

    • Manfred Betzwieser | 20. Oktober 2021 um 13:25 | Antworten

      Die LP-301 über El Pilar ist seit Anbe­ginn der Erup­ti­on gesperrt. Man kommt wohl auf der Ost­sei­te bis zum Pared Vie­ja (1. Refu­gi­um), dann ist aber Schluss. Das habe ich schon vor 3 Wochen getestet.
      Kei­ne Chan­ce den Berg­kamm oder etwa den Mira­dor El Llano de Jable zu erei­chen. Von der West­sei­te ist bereits ganz unten von der LP‑3 mit Guar­dia Civil alles blockiert.
      Auch das Tun­nel ist nur für Berech­tig­te offen. Für Resi­den­ten und die auf der West­sei­te arbei­ten. Wird auch groß ange­kün­digt und teil­wei­se kontrolliert.

  11. Deutsch-Kanarische Beratungsgesellschaft SL | 20. Oktober 2021 um 12:12 | Antworten

    Moin zusam­men,

    dan­ke für die Blu­men wegen des Beton-Bau­ma­te­ri­al-Arti­kels – noch hin­zu­zu­fü­gen: man kann den Vul­kan­sand (nur den Sand!) auch solan­ge mit Süß­was­ser waschen, bis er eini­ger­ma­ßen pH-neu­tral ist, aber dann bleibt immer noch das Pro­blem, daß er nicht scharf­kan­tig ist (= gewünscht), son­dern glä­sern-rund (= meis­tens uner­wünscht). Ins­ge­samt stimmt die Sieb­li­nie natür­lich auch über­haupt nicht, also höchs­tens als sog. fil­ler zu ver­wen­den. Im Gar­ten wer­den Wur­zeln von so einem fil­ler ger­ne erstickt, da er die Boden­be­lüf­tung zunich­te macht, weil zu fein.

    Jetzt aber lei­der etwas Uner­freu­li­ches: hier auf mei­nem Logen­platz im Cami­no de La Era habe ich seit 2 Stun­den stän­di­ge Erd­be­ben­be­we­gun­gen, ganz leicht seit­lich, kei­ne Stö­ße wie sonst, stän­di­ges Vibrie­ren der Con­tai­ner, ziem­lich genau wie auf einer der alten Armas-Fäh­ren, wenn die an- und ableg­ten und das Sei­ten­ru­der anhat­ten, so daß sich das gan­ze Schiff schüt­tel­te. Oder für die Kriegs­jahr­gän­ge: so, wie wenn ein 80 Ton­nen Pan­zer mit 40 Sachen direkt am Haus vor­bei­fährt. Infra­so­no­res Rum­peln, das jeden AC/DC Fan freu­dig erschüt­tern läßt, aber lei­der kei­ne „befrei­en­de“ nor­ma­le Erup­ti­ons­tä­tig­keit. Dafür sehr schön kla­re Sicht mit sehr wenig Rauchentwicklung.

    Für Man­fred zum Recher­chie­ren, da ich selbst ad hoc nicht fest­stel­len kann, wie­viel FAKE in die­ser (inner-pal­me­ri­schen) Nach­richt ist: angeb­lich soll das IGN und Pevol­ca dar­an inter­es­siert sein, die Magni­tu­de von Beben klein­zu­re­den, da erst ab 4,6 eine erwei­ter­te Mel­de­pflicht (oder ande­re Ver­pflich­tun­gen ?) besteht, wel­che natür­lich Mehr­auf­wand bedeutet.

    Eva­ku­ie­rung: ein Freund aus Fuen­ca­li­en­te weiß zu berich­ten, daß die Not­fall- und Eva­ku­ie­rungs­plä­ne fer­tig und auch bereits (zumin­dest teil­wei­se) vor­ge­stellt wor­den sei­en – per Schiff natür­lich, näm­lich für den völ­lig unwahr­schein­li­chen Fall, daß sich ein neu­er Kra­ter auf der Süd­ost­sei­te öff­net und Fuen­ca­li­en­te kom­plett vom Rest der Insel abschnei­det. Dann hät­te ich auch end­lich Gewiß­heit, daß die neu­lich per A400M von Man­fred gespot­te­ten ca. 1000 zusätz­li­chen Sol­da­ten doch nicht nur zum Pil­ze­sam­meln nach La Pal­ma gekom­men sind.

    Neil Spind­ler – YaYa Mate­ria­les und Deutsch-Kana­ri­sche Beratungsgesellschaft

    • @Neil: Hoch­ach­tung vor Dei­nen sehr per­sön­li­chen und sub­jek­ti­ven Ein­drü­cken, und klar gekenn­zeich­ne­ter „Gos­sip“ ist ja auch gut. Wenn’s nächs­te Woche feuch­ter wird, ist das der Pilz­su­che sicher­lich zuträg­lich! Bis dahin ver­tei­ben sich die Sol­da­ten die Zeit – so hört man – damit, Asche von Dächern zu schaufeln.
      Ich wäre erstaunt bis sau­er, wenn Eva­ku­ie­rungs­plä­ne noch nicht fer­tig wären. Auf eine Vor­stel­lung könn­te ich ver­zich­ten, bis es rele­vant wird.
      Aus eige­ner Anschau­ung der letz­ten Tage wür­de ich die Lava­strö­me und deren zeit­li­che Ent­wick­lung durch­aus etwas mit unse­rer diven­haf­ten Pfle­ge­kat­ze ver­glei­chen (Sor­ry, Annie). Vor die­sem Hin­ter­grund emp­fand ich das Timing und den Umfang der letz­ten Eva­ku­lie­run­gen im Umfeld von La Lagu­na äußerst prä­zi­se und sou­ve­rän. Das ist ja nicht irgend­ei­ne Maß­nah­me, die man leicht­fe­rig anord­net. Angreif­bar hat sich dabei kon­kret aber bis­her defi­ni­tiv nie­mand gemacht. Und das ist schon was, echt jetzt.
      Inso­fern wür­de ich das Gemun­kel über nie­de­re Absich­ten bei gefälsch­ten Ampli­tu­den jetzt erst­mal abtun wollen.
      Nie­mand lädt hun­der­te inter­na­tio­na­le Vul­ka­no­lo­gen auf die Insel und lie­fert dann fal­sche Mess­da­ten aus – außer viel­leicht Mon­ty Pythons’s ver­rück­te Wissenschaftler.

    • Was die 1000 Sol­da­ten angeht hat­te ich genau die glei­chen Gedan­ken, als ich die Info zum ers­ten mal gele­sen habe. Die wer­den pri­mär zum Zwe­cke einer Eva­ku­ie­rung beor­dert wur­den sein. Ich drü­cke fes­te bei­de Dau­men, dass es beim Asche schau­feln bleibt! 

      Viel Kraft wei­ter­hin allen Palmeros!

  12. Zum Erd­be­ben von 4,8: Ich möch­te noch­mal dran erin­nern, dass es auf der log­arith­mi­schen Ska­la 32 mal (!!) so viel Ener­gie hat­te wie die 3,8er-Beben, die vor­letz­te Woche noch eine Mel­dung wert waren. Auch hier ist noch reich­lich Spiel­raum, bis es ernst­haft zer­stö­re­risch wäre, so ab 6 wirds kri­tisch. Da wir hier aber offen­bar der Lava­pum­pe „zuhö­ren“, ist wohl noch län­ger kei­ne Ende in Sicht. Leider.

  13. Jetzt wird’s unlustig.
    Die Trol­le, die jede Kri­sen­si­tua­ti­on als Spiel­wie­se zur Desta­bi­li­sie­rung und Ver­un­si­che­rung für sich ent­deckt haben, sind jetzt auch da.
    Wie INVOLCAN meldet:
    FALSE, our spo­kesper­son has not made any state­ment about any evacua­ti­on or any plan to evacua­te the island, we deep­ly reg­ret and con­demn the mali­cious dama­ge that some want to do to the peo­p­le of La Palma“
    („FÄLSCHUNG, unser Spre­cher hat kei­ne Aus­sa­ge über eine Eva­ku­ie­rung oder einen Plan zur Eva­ku­ie­rung der Insel gemacht. Wir bedau­ern und ver­ur­tei­len den bös­wil­li­gen Scha­den, den eini­ge Leu­te den Men­schen auf La Pal­ma zufü­gen wollen“)
    Hier die gefälsch­te Mel­dung (und Link auf die Ori­gi­nal-Nach­richt von Invol­can auf Twitter).

  14. Nach­trag zur Fra­ge, ob sich Vul­kan­asche zum Bau­en eig­net: Ein Herr Neil Spind­ler hat­te dazu im Blog vom 15. eine ellen­lan­ge, aber sehr lesens­wer­te Abhand­lung geschrie­ben, nur halt einen Tag spä­ter, das haben sicher vie­le wie ich auch ver­passt. Unbe­dingt nach­le­sen, und für die, die es nich wol­len – Spoi­ler! die Kurz­ver­si­on: Das Zeug ist als Bau­ma­te­ri­al unbrauch­bar über tau­sen­de von Jahren.

    • Manfred Betzwieser | 20. Oktober 2021 um 11:00 | Antworten

      Neil ist ein guter Bekann­ter von mir und ein abso­lu­ter Fach­mann in Fra­gen von Beton und Baumaterialien.

  15. Guten Mor­gen Man­fred & alle Mitleser,
    der heu­ti­ge Mor­gen bringt meh­re­re auf­schluss­rei­che Droh­nen-Auf­nah­men mit sich, mit den Ent­wick­lun­gen seit ges­tern Abend. Die von Man­fred erwähn­ten Strö­me sind jedoch nach wie vor aktiv.
    1.) Video des Cabil­do de La Palma
    Der „nörd­li­che Mee­res-Strom“ hat sich sei­nen Namen immer noch nicht ver­dient. Dafür ist er an der stei­len Schmal­stel­le am Mon­ta­na La Lagu­na ca. 30m in die Brei­te gegan­gen und hat dort zwei Gebäu­de schon­mal fest im Griff. Mit jeder wei­te­ren Wel­le ist eine wei­te­re Aus­deh­nung in die Sied­lung hin zur Stra­ße zu erwarten.
    2.) La Lagu­na (sel­bes Video)
    Vom Kreis­ver­kehr ist der Strom wei­ter Rich­tung Besied­lung gezo­gen bis direkt zur Tank­stel­le. Nun scheint er jedoch prin­zi­pi­ell den Weg berg­ab Rich­tung Wes­ten zu suchen, und könn­te den Ver­lauf der Haupt­stra­ße ggf. verschonen.
    Der ges­tern schnell vor­stos­sen­de Neben­strom (nör­lich hier­von) ist jedoch schon ges­tern spät abends bis zum Cami­no Cruz Chi­ca vorgedrungen.
    Die Stra­ße ist noch frei!! Aber die Lava reicht direkt bis dorthin.
    Ich hat­te ges­tern ver­mu­tet, dass die­ser Neben­strom den Rest des Cami­no Cum­pli­do ver­wüs­ten wür­de. Nein, er ist nörd­lich dar­an vor­bei – doch momen­tan wan­dert die Keh­le zwi­schen den bei­den Strö­men wei­ter vor­an – dort brennt es, und die bei­den Strö­me wer­den sich wohl wieder-vereinen.
    Die Fra­ge ist nun akut, ob bei­de Strö­me die Ach­se der Haupt­stra­ße über­schrei­ten oder nicht. Ich fürch­te, sie wer­den es. Spä­tes­tens die nächs­te Wel­le und der letz­te nörd­li­che Neben­strom, wel­cher im Moment noch etwas „zurück­hinkt“ wür­de zu einer wei­te­ren Ver­brei­te­rung der Strö­me füh­ren, selbst wenn die Fluss­rich­tung auf Wes­ten schwen­ken würde.
    Die­se Strö­me wer­den mas­siv vom Strom nörld­lich des Indus­trie­ge­biets gespeist – die von mir so genann­te „kri­ti­sche Stel­le an der LP‑2“ hat bis­her nur zu einer wei­te­ren Ver­brei­te­rung die­ses Stroms geführt, jedoch zu kei­ner wei­te­ren, eigen­stän­di­gen Zun­ge Rich­tung Nordwest.
    3.) Ein Video der IGME, wel­che die Ost­sei­te des Vul­kan-Kegels zeigt.
    Hier war ja nicht nur am Wochen­en­de eine „neue Öff­nung“ ent­stan­den, die inzwi­schen nicht sehr aktiv ist (das ist der Weis­se Rauch, den man noch sieht), son­dern auch direkt am Kegel ein wei­te­rer Kra­ter – ich glau­be, das war ges­tern, oder? Der ist hier jeden­falls sehr gut zu sehen, inklu­si­ve eines Ris­ses im Kegel. Nach mei­nem Dafür­hal­ten genau auf der Linie der aller­ers­ten Schlo­te des Vul­kans vom 19.–21.September.
    Wich­tig ist: Man sieht vor dem Kegel einen klei­nen Kamm, der nicht nur aus Asche besteht, son­dern zur natür­li­chen Topo­gra­fie gehört. Soll­te der neue Kra­ter lava­füh­rend wer­den, wür­de die­ser Kamm (zunächst?) einen wei­te­ren neu­en Lava­strom Rich­tung Nor­den ver­hin­dern. Wahr­schein­li­cher wäre ein Lava­strom süd­sei­tig des Kegels und des bis­he­ri­gen „Haupt­stroms“.
    Soviel erst­mal an geball­ter Video-Auswertung.
    Die Open Street Map und Mapa Com­pa­ra­tivo bil­den die­se Ent­wick­lun­gen noch nicht ab.
    Ers­te­re ist in den letz­ten Tagen wie­der vor­sich­ti­ger mit spe­ku­la­ti­ven Lava­ent­wick­lun­gen gewor­den – immerhin.

    • Das ers­te Video zeigt ab Min.4:30 sehr „schön“, dass sich der Spalt zwi­schen den Lava­zun­gen füllt. Man ver­zei­he mir die viel­leicht gefühl­los wir­ken­de nüch­ter­ne Beschrei­bung, aber bes­ser hier als an den ande­ren Zun­gen, denn hier dürf­te sowie­so nichts mehr zu ret­ten sein. Wir sehen seit Wochen, dass lei­der die Lava­tu­ben immer wie­der ver­stop­fen, zum einen wenn sie auf fla­chem Gebiet lang­sa­mer wer­den wie jetzt an 5 oder 6 Stel­len kurz vor dem Meer, zum ande­ren durch Abküh­lung in Pha­sen gerin­ge­rer Akti­vi­tät. Sobald es dann wie­der los­geht, fließt jeweils ein ganz neu­er Strom par­al­lel und ver­brei­tert die Lava­flä­che mas­siv. Bei den his­to­ri­schen Aus­brü­chen war das anders, denn die­se dau­er­ten kür­zer und das Gelän­de war bis zum Meer stei­ler. Ich will nicht unken, aber wenn der Aus­bruch noch einen Monat dau­ert, wer­den sich wei­te­re Strö­me nörd­lich und sicher auch süd­lich anla­gern. Im aller­schlimms­ten Fall bis zum Gelän­de­an­stieg zwi­schen Kreis­ver­kehr LP21/LP213 – Mon­ta­na Tria­na – Taza­cor­te im Nor­den und dem alten Lava­strom von 1949 im Süden.

  16. Guten Mor­gen!
    Stand von heu­te 8:15 Uhr Orts­zeit im Droh­nen-Video des Cabil­do de La Palma:
    https://www.youtube.com/watch?v=RK0ZbM_IJ2g

  17. El Time bie­tet zwei Bil­der aus der Mor­gen­däm­me­rung und schreibt dazu sinn­ge­mäß: „Die Arme des nörd­li­chen Lava­stroms, der sich in der ver­gan­ge­nen Nacht unauf­halt­sam auf das Zen­trum des Stadt­vier­tels La Lagu­na zube­weg­te, sind am 20. Okto­ber nur weni­ge Meter von zwei sei­ner wich­tigs­ten Infra­struk­tu­ren, der Schu­le und der Tank­stel­le, ent­fernt ange­kom­men. Der Schwung der Lava war ges­tern beträcht­lich. Wenn der Aus­fluss des Vul­kan­ke­gels wei­ter anhält, könn­te das Vier­tel heu­te dra­ma­ti­sche Fol­gen haben und vie­le Gebäu­de unter sich begraben.“

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