Noch nicht im Vulkanloch verschwunden

Vulkan

Im Vulkanloch ist es noch zu heiß -

Nein, ich bin nicht im Vul­kan­loch ver­schwun­den. Mei­ne Inter­net­ver­bin­dung und auch das Tele­fon waren jetzt fast 2 Tage unter­bro­chen. Es war nicht die Tele­fo­ni­ca, mit der ich auf La Pal­ma schon viel erlebt habe. Der pri­va­te Anbie­ter Ver­i­max hat­te ein grö­ße­res tech­ni­sches Problem.

Alles zum Sonn­tag, dem 12.12.21 auf die­ser Sei­te wei­ter unten

Mei­ne Rauch­zei­chen habt ihr nicht gese­hen … aber es geht gleich weiter.

10.23 Uhr -Mit­tei­lung der IGN vom 11.12.21 – Seit der letz­ten Aus­sa­ge wur­den auf der Insel La Pal­ma ins­ge­samt 44 Erd­be­ben geor­tet, drei davon von der Bevöl­ke­rung zu spü­ren. Die maxi­ma­le auf­ge­zeich­ne­te Magnitu­de beträgt 3,7 (mbLg), was dem gest­ri­gen Erd­be­ben um 21:57 UTC in einer Tie­fe von 13 km ent­spricht, gefühlt mit der Inten­si­tät II-III (EMS98). Die Seis­mi­zi­tät setzt sich unter dem zen­tra­len Gebiet von Cumbre Vie­ja in den glei­chen Gebie­ten der Vor­ta­ge fort, die meis­ten Erd­be­ben (42) befin­den sich in Tie­fen zwi­schen 10 und 18 km, der Rest (nur 2) in Tie­fen zwi­schen 33 und 38 km. In Tie­fen von weni­ger als 10 km wur­den kei­ne Erd­be­ben geor­tet. Die Ampli­tu­de des Tre­mor­si­gnals wird auf nied­ri­gem Niveau gehalten.

Wie in den ver­gan­ge­nen Tagen zeigt das Netz der per­ma­nen­ten GNSS- Sta­tio­nen der Insel kei­nen kla­ren Trend in der Defor­ma­ti­on der Sta­tio­nen, die den Erup­ti­ons­zen­tren am nächs­ten sind. In den übri­gen Sta­tio­nen hat sich die leich­te Defla­ti­on, die mög­li­cher­wei­se mit tie­fer Seis­mi­zi­tät zusam­men­hängt, sta­bi­li­siert, außer in LP01, die sie wei­ter­hin regis­triert. Ange­sichts des um 08:39 UTC kali­brier­ten Bil­des wird eine Asche­wol­ken­hö­he von 2.000 m  Rich­tung Wes­ten beobachtet.

10.35 Uhr - Situa­ti­ons­be­richt – Von Beben war in den letz­ten 48 Stun­den auf der Ost­sei­te nichts zu spü­ren. Im Wes­ten weht ein star­ker Wind mit Böen. Das ist auch am wackeln der Live-Came­ra zu sehen. Hoher Wel­len­gang und star­ke Bran­dung rund um die Insel. Der Flug­ha­fen Mazo ist geöff­net und wird von Bin­ter und Ibe­ria angeflogen.

Lavastrom fließt ohne Unterbrechung Richtung Meer

10.50 Uhr - Die heu­ti­gen Bil­der um 8:00 Uhr kana­ri­scher Zeit vom Mira­dor de Las Hoyas, die den Lava­strom zei­gen, der die Klip­pe herunterfällt.

11.05 Uhr - Der Vul­kan Cabe­za hat an die­sem Sams­tag die 84-tägi­ge Dau­er des bis­her längs­ten Aus­bruchs auf der Insel erreicht. Es gibt his­to­ri­sche Auf­zeich­nun­gen, dass er den Vul­kan Tehu­ya aus dem Jahr 1585 am Sonn­tag überholt.

In die­sen fast drei Mona­ten Akti­vi­tät hat der Vul­kan Cabe­za gro­ße Schä­den hin­ter­las­sen. Die Rech­nung beläuft sich jetzt schät­zungs­wei­se auf mehr als 900 Mil­lio­nen Euro. 7.000 Bewoh­ner muss­ten eva­ku­iert wer­den. Auf dem neu ent­stan­de­nen Lava­del­ta könn­te jetzt bereits der gan­ze Vati­kan­staat beher­bergt werden.

12.00 Uhr - Noch­mals die Bit­te mir kei­ne Mails zu schi­cken. 100 Mails wie heu­te kann ich nicht beant­wor­ten. Wenn eine Fra­ge, dann hier in den Kom­men­ta­ren ein­stel­len. Unter den Lesern sind Phy­si­ker, Geo­lo­gen, Bio­lo­gen, Ärz­te und Orts­kun­di­ge und sons­ti­ge Fach­leu­te. Bestimmt kommt eine Ant­wort, die für alle Blog­le­ser inter­es­sant ist. Danke !!

12.22 Uhr - Coper­ni­cus zeigt jetzt die ver­ein­ten Lava­strö­me im Süd­del­ta und das klei­ne Norddelta:

 

13.20 Uhr - Der Vul­kan Cabe­za ver­än­dert nicht nur die Land­schaft mit sei­ner ver­hee­ren­den Kraft, son­dern zieht auch kapri­ziö­se Gestal­ten um den Aus­bruch her­um. Die­se merk­wür­di­gen Sil­hou­et­ten auf der Asche, die der Vul­kan aus­stößt, sind Fuma­ro­len­punk­te und wur­den durch die Emis­si­on von Gasen und Dämp­fen aus der Vul­kan­lei­tung oder dem Lava­strom erzeugt (Foto: IGN)

 

16.50 Uhr -  Foto von 16.42 Uhr aus Tazacorte

 

17.05 Uhr – Die Lava fließt über frü­he­re Strö­me, ins­be­son­de­re über die zen­tra­len und süd­li­chen Berei­che, ohne  neue Gebiet zu beein­träch­ti­gen. Die Ris­se und Brü­che im obe­ren Teil des Sekun­där­ke­gels haben sei­ne Mor­pho­lo­gie auf­grund klei­ner Erd­rut­sche in Rich­tung sei­nes Inne­ren und der angren­zen­den Kra­ter all­mäh­lich ver­än­dert. Vor­sichts­maß­nah­me in den Gebie­ten Punt­agor­da, Punt­alla­na, San Andrés y Sau­ces, Bar­lo­ven­to und Bre­ña Alta für Risi­ko­grup­pen und emp­find­li­che Bevöl­ke­rungs­grup­pen ist wegen der erhöh­ten Gas­kon­zen­tra­ti­on angebracht.

20.00 Uhr - Der tech­ni­sche Direk­tor von Pevol­ca, Miguel Ángel Mor­cu­en­de, schließt nicht aus, dass mehr Men­schen, die aus dem Vul­kan Cabe­za Gebiet eva­ku­iert wer­den muss­ten, in ihre Häu­ser zurück­keh­ren könn­ten, haupt­säch­lich im Nor­den, wo es prak­tisch kei­ne Vor­fäl­le im Moment mit Schad­stof­fen gibt.

Sonntag, der 12. Dezember 2021

9.00 Uhr – Das ist eines der Löcher einer Lava­höh­le, die ein­ge­stürzt oder durch Über­druck sich geöff­net hat und aus der Lava aus­ge­flos­sen ist.

9.35 Uhr – 83 Tage nach Aus­bruch des Aus­bruchs, betra­gen die von der Erup­ti­on betrof­fe­nen Stra­ßen­ki­lo­me­ter ins­ge­samt 72,75 Kilo­me­ter, so die neu­es­te Auf­zeich­nung von PEVOLCA auf der gest­ri­gen Pressekonferenz.

Die Affek­tio­nen sind auf Wegen von gro­ßer Bedeu­tung für die Kom­mu­ni­ka­ti­on auf­ge­tre­ten, wie LP‑2, LP-211, LP-212, LP-213 und LP-2132. Ande­rer­seits wird geschätzt, dass in den drei von den Lava­strö­men betrof­fe­nen Gemein­den mehr als 10 Kilo­me­ter Stra­ßen, etwas mehr als 2 Kilo­me­ter Kreu­zun­gen und mehr als 49 Kilo­me­ter ande­ren loka­len Stra­ßen ent­spre­chen: Los Lla­nos de Ari­da­ne, El Paso und Tazacorte.

Der Umfang, der all die­sen Raum umgibt, über­schrei­tet 60 Kilo­me­ter an den Rän­dern des Lava­fel­des und die Aus­deh­nung von Sei­te zu Sei­te (Nord – Süd) ist 3.350 Meter lang. Die­se Ver­brei­te­rung der Strö­me in Rich­tung neu­er ver­schüt­te­ter Gebie­te hat­te eine ech­te Bedro­hung verursacht.

9.50 Uhr - Der Vul­kan Cabe­za ist auch heu­te wei­ter aktiv. Die Rauch­fah­ne zieht nach Wes­ten über das Meer. Ver­stärkt wird die­se Rich­tung heu­te und am Mon­tag noch, durch einen von Osten her­an zie­hen­den Cali­ma aus der Saha­ra. Dann dürf­ten die Luft­ver­hält­nis­se wie­der in den Risi­ko­be­reich fal­len. Die Beben waren in der Nacht ver­hal­ten und erreich­ten ein Maxi­mum von ML3,2 aus 36 km Tie­fe unter Mazo. Der Flug­ha­fen Mazo ist geöffnet.

10.00 UhrMit­tei­lung der IGN – Seit der letz­ten Aus­sa­ge wur­den auf der Insel La Pal­ma ins­ge­samt 24 Erd­be­ben geor­tet, kei­nes davon war von der Bevöl­ke­rung zu spü­ren. Die maxi­mal auf­ge­zeich­ne­te Magnitu­de beträgt 3,2 (mbLg), was dem heu­ti­gen Erd­be­ben um 5:21 UTC in einer Tie­fe von 36 km ent­spricht. Die Seis­mi­zi­tät setzt sich unter dem zen­tra­len Gebiet von Cumbre Vie­ja in den glei­chen Gebie­ten der Vor­ta­ge fort, die meis­ten Erd­be­ben (21) befin­den sich in Tie­fen zwi­schen 10 und 16 km, der Rest (nur 3) in Tie­fen zwi­schen 35 und 42 km. In Tie­fen von weni­ger als 10 km wur­den kei­ne Erd­be­ben geor­tet. Die Ampli­tu­de des Tre­mor­si­gnals wird auf nied­ri­gem Niveau gehalten.

Wie in den ver­gan­ge­nen Tagen zeigt das Netz der per­ma­nen­ten GNSS- Sta­tio­nen der Insel kei­nen kla­ren Trend in der Defor­ma­ti­on der Sta­tio­nen, die den Erup­ti­ons­zen­tren am nächs­ten sind. In den übri­gen Sta­tio­nen hat sich die leich­te Defla­ti­on, die mög­li­cher­wei­se mit tie­fer Seis­mi­zi­tät zusam­men­hängt, sta­bi­li­siert, außer in LP01, die sie wei­ter­hin regis­triert. Ange­sichts des um 08:39 UTC kali­brier­ten Bil­des wird eine erup­ti­ve Säu­len­hö­he von 1400 m  mit West-Süd­west-Rich­tung beob­ach­tet. Die Höhe des Kegels wird mit einem Wert von 1.124 m gemessen.

10.50 UhrIGN Wis­sen­schaft­ler beim Mes­sen der Gas­kon­zen­tra­ti­on an der Vulkanwand

12.50 Uhr – Der Vul­kan Cabe­za ist wie­der kräf­tig am Rüh­ren. Ein­zel­ne Explo­sio­nen sind als dump­fes Grol­len bis nach Mazo auf der Ost­sei­te zu hören. Solan­ge der Tre­mor auf­stei­gen­de Mag­ma anzeigt, ist auch an ein Ende nicht zu den­ken. Tre­mor­auf­zeich­nung vom Sonntagmorgen.

 

14.00 UhrInten­si­ve Asche­säu­le um 12.00 Uhr auf La Pal­ma. Video­auf­nah­me vom Stau­see Dos Pinos.

14.40 Uhr – Der Vul­kan Cabe­za zeigt eine plötz­li­che Reak­ti­vie­rung mit star­ken Explo­sio­nen und hoher Aschewolke.

16.00 UhrHohe Koh­len­di­oxid­wer­te – Bei den nicht sicht­ba­ren Emana­tio­nen vul­ka­ni­scher Gase spie­gelt die dif­fu­se Emis­si­on von Koh­len­di­oxid (CO2) in Ver­bin­dung mit dem Vul­kan Cabe­za wei­ter­hin eine Emis­si­on wider, die über dem Durch­schnitts­wert der Hin­ter­grund­wer­te (B) liegt, und wäh­rend der gest­ri­gen Tag war die­se dif­fu­se Emis­si­on das 6,9‑fache des Durch­schnitts der Hin­ter­grund­wer­te (6,8xB).

Die­se dif­fu­sen Dämp­fe stel­len kei­ne Gefahr für den Men­schen dar, es sei denn, in schlecht belüf­te­ten Sen­ken bil­den sich Ansamm­lun­gen von CO2, die Sauer­stoff aus der Luft ver­drän­gen und anoxi­sche Umge­bun­gen erzeu­gen. Tat­säch­lich wur­den im Gebiet von La Bom­bil­la rela­tiv hohe Wer­te des dif­fu­sen CO2-Flus­ses und das Vor­han­den­sein toter Vögel beobachtet.

16.10 Uhr - Die seis­mi­sche Akti­vi­tät auf La Pal­ma wäh­rend der letz­ten 7 Tagen. Deut­lich der Rück­gang der Beben in Tie­fen von +20 km Tiefe.

 

18.00 Uhr  –  Gegen Mit­tag Orts­zeit ereig­ne­te sich am Haupt­kra­ter des Kegels eine plötz­li­che gro­ße Explo­si­on, die eine Dampf- und Asche­wol­ke erzeug­te, die schnell auf eine geschätz­te Höhe von 5.000 bis 6.000 Metern stieg.
Das Ereig­nis war wahr­schein­lich eine soge­nann­te vul­ka­ni­sche Explo­si­on, die typi­scher­wei­se ver­ur­sacht wird, wenn sich ein grö­ße­rer Stop­fen in der obe­ren Lei­tung gebil­det hat und plötz­lich her­aus­ge­schleu­dert wird, wenn der Gas­druck dar­un­ter eine Schwel­le über­schrei­tet (ver­gleich­bar mit einem Kanonenschussmechanismus).
Die heu­ti­ge Explo­si­on könn­te wahr­schein­lich dar­auf zurück­zu­füh­ren sein, dass sich die Lei­tun­gen all­mäh­lich in ihren obe­ren Tei­len mit Schutt ver­schlos­sen / gefüllt haben, da die Ver­sor­gung mit auf­stei­gen­dem Mate­ri­al gerin­ger ist. Dies passt zu dem Modell, dass die Erup­ti­on ihr letz­tes nach­las­sen­des Sta­di­um erreicht hat, schafft aber auch sehr gefähr­li­che Bedin­gun­gen, da sich sol­che Explo­sio­nen in den kom­men­den Tagen wie­der­ho­len könn­ten (und wahr­schein­lich wer­den) – so VolcanoDiscovery

18.20 Uhr – Wei­te­re explo­si­ve Akti­vi­tät im Moment vom astro­no­mi­schen Aus­sichts­punkt Lla­no del Jable um 17:15 Uhr beobachtet.

  • Fort­set­zung folgt

Wetteraussichten für La Palma



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