Kanaren Kreuzfahrt mit Hindernissen

Kanaren Kreuzfahrt

Wetterkapriolen machen Kanaren Kreuzfahrt zum Abenteuer.

Meist verläuft eine Kanaren Kreuzfahrten ruhig wie geplant und bei sonnigem Wetter. Schwacher Wellengang, nur ein laues Lüftchen und strahlender Sonnenschein. Ganz – so wie man sich eine Kanaren Kreuzfahrt in den Süden vorstellt und in den farbigen Prospekten und auf Internetseiten auch sieht. Urlaub als Jahreshöhepunkt auf einem Kreuzfahrtschiff rund um die Kanarischen Inseln – ein Traum.

Normal verläuft auch eine Kanaren Kreuzfahrt so. Es sei denn, Wetterkapriolen machen hier einen Strich durch die Rechnung. Genau wie Ende letzter Woche, als Stürme von über 120 km/Stunde und 5 bis 6 Meter hoher Wellengang eine Kanaren Kreuzfahrt zum Abenteuer machten. Konnte man noch mit dem Flugzeug durchgeschüttelt auf Teneriffa oder Gran Canaria landen und seine Kabine an Bord von AIDA oder Mein Schiff beziehen, war dann aber mit der großen Kanaren Kreuzfahrt zunächst einmal Schluss.

Die Kreuzfahrtschiffe konnten bei diesem hohen Seegang nicht Auslaufen. Trotz Stabilisatoren und modernster Technik sind auch die großen und neuesten Giganten der Meere nicht immer gegen diese Naturgewalten gewappnet. Es wäre auch sicher für die Gäste keine angenehme Fahrt auf einem schwankenden Kreuzfahrtschiff die Tage und Nächte auf offener See verbringen zu müssen. Oft sind die anvisierten Häfen nicht mehr anlaufsicher oder gesperrt. Im sicheren Hafen ist immer noch das beste und sicherste Plätzchen.

Liegt AIDA&Co im Hafen sicher?

Kanaren KreuzfahrtAber auch hier an der Kaimauer werden Kreuzfahrtschiffe oft herum gebeutelt und durch die hohen Aufbauten vom Wind wie ein Segelschiff an die Mauern gedrückt. Sie sind ein Spielball des Windes und können nicht entkommen. Schrammen und Beschädigungen am Rumpf sind die Folgen. Wie hier am Heck der AIDAblu, die einige Tage im Hafen von Teneriffa bzw. Gran Canaria auf besseres Wetter warten musste. Nun ist die Crew gefragt – die Gäste auf irgend eine Weise zu unterhalten und zu beschäftigen. Auch Landausflüge sind bei dieser Wetterlage zu riskant. Mit Wellness, bordeigenen Shows, Spiele und die umfangreiche und gute Küche lassen aber auch diese nicht eingeplante Liegezeit mehr oder weniger angenehm vergehen.

 

 

 

Kanaren KreuzfahrtNicht nur Lackschäden, sondern auch kleine Dellen die schnellstens von der Mannschaft optisch übertüncht wurden, blieben zurück. Diese Schäden können erst beim nächsten Werftaufenthalt fachmännisch repariert werden. Aber auch nicht immer bietet der Hafen den sichersten Schutz. Etwas misslich erging es etwa Passagieren der AIDAbella bei ihrer Kanaren Kreuzfahrt im Jahre 2010 auf La Palma. Wegen plötzlich einsetzender starker Fallwinde, mußte die AIDAbella vorzeitig die Haltetaue kappen, um nicht gegen die Kaimauern gedrückt zu werden. 136 Passagiere die sich noch auf Landausflügen befanden, blieben auf La Palma zurück. Sie wurden in Los Cancajos in Hotels untergebracht. Auch am nächsten Tag gab es für die Zwangsgäste kein Entkommen von der Insel. Alle Schiffs- und Flugverbindungen waren unterbrochen. Ohne Gepäck, Kleidung und Zahnbürste und vielleicht auch ohne Geld und Papiere alleine zurückgelassen auf einer stürmischen Insel. Ein Alptraum oder ein Abenteuer?

Das hängt natürlich von der Lust und Laune der einzelnen Gäste ab. Der Eine sieht die Odyssee als willkommene Abwechslung, der Andere wäre jetzt lieber Zuhause in Deutschland. Aber die Hilfsbereitschaft der Palmeros und der örtlichen Agentur machten den Zwangsaufenthalt für die Gestrandeten auf La Palma trotzdem so angenehm wie möglich.

Es ist die Entscheidung des Kapitän, wie letztendlich verfahren wird. Er ist für die Sicherheit seiner Passagiere und des ihm anvertrauten Kreuzfahrtschiff allein verantwortlich.

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