Der Auftritt der Reyes Magos

Reyes

Die lange herbei gesehnten Könige kommen

Die Hei­li­gen Drei Köni­ge (span. Reyes Magos ) ist der Höhe­punkt der Weih­nachts-Fei­er­lich­kei­ten auf La Pal­ma. Am Vor­abend des Drei König Tag kom­men ihre Majes­tä­ten die Los Reyes Magos de Ori­en­te auf der Insel an. 

ReyesSelbst auf der Anzei­gen­ta­fel im Flug­platz Mazo wird ihre Ankunft für 17.00 Uhr ange­kün­digt (Foto AENA). Heu­te bild­lich mit dem Flug­zeug, frü­her tat­säch­lich im Hub­schrau­ber.

Für Kin­der ein ganz beson­de­rer Tag an dem sie ihre Weih­nachts­ge­schen­ke erwar­ten. Der 5. Janu­ar ist hier ver­gleich­bar mit dem Hei­li­gen Abend in Deutsch­land und der 6. Janu­ar der höchs­te Fei­er­tag zu Weih­nach­ten.

Bereits  im Jahr 1885 hat­te die dama­li­ge Regie­rung von Spa­ni­en den Tag als gesetz­li­chen Fei­er­tag fest­ge­legt.

Die letz­ten Vor­be­rei­tun­gen für den Emp­fang der Reyes im Foy­er des Ayun­ta­mi­en­to von San­ta Cruz de La Pal­ma wer­den noch getrof­fen. Gilt es doch den Los Reyes einen wür­di­gen Emp­fang zu berei­ten.

Alle war­ten gespannt auf die Ankunft der Wei­sen aus dem Mor­gen­land.

ReyesAuch wer heu­te noch arbei­ten muss, ist bereits in Fest­lau­ne. Eine beson­de­re Ker­ze aus Tabak­blät­tern hat sich Nie­ves vom Puro-Muse­um in Bre­na Alta bereit gestellt. Phan­ta­sie und etwas Krea­ti­vi­tät ist zu die­sem Tag gefragt.

Die Kin­der kön­nen es kaum mehr erwar­ten am Abend den Reyes ihre Wunsch­zet­tel zu über­rei­chen. Vor dem schla­fen gehen, muss dann noch vor die Kin­der­zim­mer­tür oder dem Fens­ter ein klei­nes Amu­se-Bou­che zum Anlo­cken der Köni­ge hin­ter­legt wer­den.

Ein Schäl­chen mit Was­ser und Heu für die Kame­le – und Obst und Kek­se für die Reyes. Ein Glas Likör soll aller­dings noch eine bes­se­re Wir­kung erzie­len. Dann brin­gen die Drei Köni­ge -Bal­tha­sar aus Afri­ka, Cas­par aus Asi­en und Mel­chi­or aus Euro­pa- auch bestimmt Geschen­ke mit.

ReyesSpe­zi­el­le Brief­käs­ten wur­den bereits vor Tagen vor dem Rat­haus von Los Lla­nos für die Wunsch­zet­tel auf­ge­stellt. Sicher ist sicher, damit die Wün­sche auch bestimmt recht­zei­tig beim Emp­fän­ger ankom­men.

Die­ser in ganz Spa­ni­en übli­che Brauch, kommt den Erzäh­lun­gen der Bibel näher. Es war kein Weih­nachts­mann und auch kein Christ­kind das Geschen­ke brach­te. Myr­rhe, Gold und Weih­rauch – drei Kost­bar­kei­ten in der dama­li­gen Zeit, die von den Reyes an der Krip­pe über­reicht wur­den.

 

Die Reyes ziehen in die Hauptstadt ein

ReyesPünkt­lich um 17.00 Uhr war es dann auch so weit. Sym­bo­lisch wur­de vom Bür­ger­meis­ter Ser­gio von San­ta Cruz de La Pal­ma der Stadt-Schlüs­sel über­ge­ben (Foto: Ayun­ta­mi­en­to SC).

Um 19.00 Uhr star­tet der Umzug  zu Pferd, frü­her auch mit Kame­len und mit auf­wen­di­gen Wagen oder auch Kut­schen durch die Innen­stadt. Letz­te Wün­sche wer­den ent­ge­gen genom­men und die Kin­der mit Lecke­rei­en noch ver­trös­tet.

Erst anschlie­ßend in der spä­ten Nacht ist Zeit die ein­zel­nen Kin­der in ihren Häu­sern auf­zu­su­chen und die Besche­rung abzu­le­gen.

Die War­te­zeit wird in den Fami­li­en mit dem typi­schen Roscón de Reyes, einem run­den mit kan­dier­ten Früch­ten und Zucker­krea­tio­nen beleg­ten Drei­kö­nigs­ku­chen, über­brückt.

 



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