Seltener Tellur Schatz vor El Hierro entdeckt

Größte Lagerstätte der Erde gefunden

Auf einer Unterwasserinsel vor den Kanaren haben britische Forscher eine riesige Konzentration Tellur, ein sehr seltenes Element, aufgespürt.

Es ist das wenig bekannte chemische Element Tellur (Symbol Te 52), das bei der Herstellung von Fotodioden, Handys und Dünnschicht-Solarzellen dringend benötigt wird. Es ist seltener als Gold oder „Seltene Erde“ und soll in der Zukunft eine immer größere Rolle in der thermoelektrischen Stromgewinnung, aber auch bei der Herstellung von Edelstahl, einnehmen. Der Tellur Anteil in der Erdkruste beträgt nur 0,001 ppm oder 1 Gramm auf tausend Tonnen Gestein.

TellurEntdeckt wurde es während einer Forschungs Expedition des britischen National Oceanography Centre (Foto) im November 2016 auf der Seamount Insel Tropic.

Mit dem Forschungsschiff James Cook (Foto: Wikipedia) kreuzten über mehrere Wochen die Wissenschaftler über den verborgenen Inseln. Eine Kette von Unterwasserinseln die sich südlich von El Hierro erstrecken. Vulkanberge die sich bis zu 2000 Meter aus dem Meeresgrund erheben und Namen wie Bimbache, Pabs, Drago, Endeavour oder eben Tropic haben.

Tropic selbst liegt rund 480 Kilometer vor der Küste von El Hierro und zeugt von der immer währenden vulkanischen Aktivität um die Kanarischen Inseln. Die Brutstätte für zukünftig neue Inseln. Die höchste Erhebung von Tropic liegt noch 1000 Meter unter der Meeresoberfläche.

Tellur Reichtum im Atlantik

Die gesamte Bergkruste von Tropic ist mit einer fünf Zentimeter dicken Schicht Tellur überzogen. So etwas hatten die Forscher bisher noch niemals gesehen oder auch nur vermutet. Die Reinheit soll ungefähr 50.000 Mal mehr sein als alle bisher bekannten Lagerstätten auf der Erde.

Bram Murton, der leitende Wissenschaftler der britischen Expedition betonte , dass der Standort vor den Kanaren „ überraschend reichund  diese besondere Insel „unglaublich wertvoll aus der Sicht der vorhandenen Ressourcensei. Es könnten rund 2.670 Tonnen Tellur davon extrahiert werden.

TellurMit Robotern und ferngesteuerte ROV (Remotely Operated Vehicle) Unterwasserfahrzeugen sowie modernsten Sonar-Ortungsgeräten wurde die Insel unter die Lupe genommen. Beteiligt war auch ein Team von 19 Wissenschaftlern und Technikern aus dem spanischen Institut für Ozeanografie (IEO), Geologie und Bergbau (IGME) und weiteren Instituten.

Besonders viele Seamount finden wir südlich von El Hierro. Hier auf der Karte von Prof.H.-U. Schmincke eingezeichnet. Die bisherige Produktion von Tellur liegt insgesamt bei rund 180 Tonnen pro Jahr. Zwei Drittel des Marktes bedienen: Die USA, Kanada, Japan und Peru.

Spanien hat bereits seine Ansprüche angemeldet. Als Ausläufer der sichtbaren Kanarischen Inseln liegt Topic im spanischen Hoheitsgebiet und ist der geologische Sockel des Kanarischen Archipel. Nach Artikel 76 der Seerechtskonvention der Vereinten Nationen wurde aber noch eine eindeutige rechtliche Grundlage für die natürliche Erweiterung der Hoheitsgewässer beantragt.

Sicher ist sicher – wer weiß welche großen wirtschaftlichen Vorteile sich durch diesen Fund in naher Zukunft noch ergeben können.

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